Hintergrund:

Weltmalariatag 2018

von Lisa Wolff

Die Stechmücke – das gefährlichste Tier der Welt? In der Tat, denn durch ihren Biss sterben jedes Jahr weit mehr Menschen, als durch die Bisse von Hai oder Giftschlange. Sie überträgt Krankheiten, die ohne die entsprechende medizinische Versorgung lebensbedrohlich werden können. So zum Beispiel Malaria.

Laut dem Malaria Report der WHO gab es 2016 etwa 216 Millionen Malariafälle weltweit. Vor einigen Jahren erkrankte auch unser Geschäftsführer Wolfgang Groß während eines Afrikaaufenthaltes an der gefährlichen Malaria tropica. Nur dank der hervorragenden medizinischen Versorgung in einer deutschen Spezialklinik und Gottes Hilfe kam er wieder auf die Beine:

„Ich selbst habe diese heimtückische Infektion am eigenen Leib erlebt und wäre beinahe ums Leben gekommen. Ich bin Gott und den behandelnden Ärzten von Herzen dankbar, dass ich noch lebe und meine Arbeit in den letzten 16 Jahren fortführen konnte.“

humedica-Geschäftsführer Wolfgang Groß mit Kindern in Äthiopien

Gründer und Geschäftsführer von humedica Wolfgang Groß erkrankte während eines Afrikaaufenthaltes 1997 selbst an Malaria. Foto: humedica

Malariafälle in den humedica-Projektländern

Auch unseren Einsatzkräften begegnet die Infektionskrankheit regelmäßig, vor allem bei Hilfsaktionen in Afrika, Südostasien und Lateinamerika.
 
„Mehr als 40 Prozent der während unseres Einsatzes in Togo untersuchten Patienten waren an Malaria erkrankt“, berichtet beispielsweise Dr. Gunter Müller. Bereits zum sechzehnten Mal leistete er für humedica Hilfe. Zuletzt in Togo, wo er gemeinsam mit einem neunköpfigen Team Ende 2017 einen Gefängniseinsatz durchführte.

Ähnliche Erfahrungen machte ein weiteres humedica-Einsatzteam Anfang 2018 in Benin: „Malaria ist ein großes Problem wegen fehlender Moskitonetze in den Schlafstätten“, bestätigt Dr. Tobias Schadeck, Teamleiter des Gefängniseinsatzes vor Ort.

Und auch in der von humedica und Hosanna Institut de Sahel betriebenen Mutter-Kind-Klinik im westafrikanischen Niger ist Malaria ein ernstzunehmendes Thema. „Zu Zeiten von erhöhtem Malaria-Auftreten werden zwei extra Krankenschwestern beschäftigt, um die vielen infizierten Patienten zu versorgen“, erzählt Sebastian Zausch, der vor wenigen Wochen unsere Projekte im Niger besuchte.

humedica-Klinikpersonal in Kollo, Niger

Während der Malaria-Saison verstärken zwei zusätzliche medizinische Pflegekräfte unser Klinikteam in Kollo. Foto: humedica

Malaria-Hilfe dank Ihrer Unterstützung in der Versorgungshilfe

Denn bei rechtzeitiger Behandlung lässt sich Malaria mit Medikamenten gut bekämpfen. Dank der Unterstützung Ihrer Geld- und Sachspenden konnte humedica in den letzten 18 Jahren Anti-Malaria-Medikamente im Wert von über 226.000 Euro in unsere Projekte weltweit verschicken. Beispielsweise ermöglichte die Spende von Malariamedikamenten von sigma-tau die konkrete medizinische Versorgung von akut erkrankten Patienten in Togo.

Ausgabe von Medikamenten von humedica-Mitarbeitern

Bei rechtzeitiger Diagnose lässt sich Malaria mit Medikamenten gut behandeln. Foto: humedica

Für den nachhaltigen Kampf gegen Malaria konzentriert sich humedica zusätzlich auf Präventionsmaßnahmen: Da die Malaria-übertragenden Mücken vor allem in der Abenddämmerung und während der Nacht aktiv sind, sorgen Moskitonetze für hervorragenden Schutz.
 
Der Augsburger Textilhersteller Albani Group spendete 40.400 Moskitonetze an humedica und leistete dadurch einen entscheidenden Beitrag bei der Hilfe für Menschen in Not. „Malaria ist in vielen Empfängerländer unserer Versorgungshilfe ein elementares Problem, das jährlich unzählige Menschenleben kostet“, erklärt Alastair Scott, der bei humedica für den Arbeitsbereich Versorgungshilfe zuständig ist. „Dank der Spende von Albani hatten wir die Möglichkeit, tausende potenziell Betroffene vor einer Infizierung zu schützen.“

Die Netze gingen in verschiedene Projekte in Malariagebieten in Afrika und Südostasien, wo humedica im Rahmen langfristiger Maßnahmen nachhaltige Hilfe für die Betroffenen leistet.

So beispielsweise auch in Sri Lanka, das 2016 von der WHO als malariafrei deklariert wurde. Diese positive Entwicklung hält auch aufgrund von weiter aktiv durchgeführten Präventionsmaßnahmen an. Im November 2017 etwa verteilte unsere Tochterorganisation humedica Lanka 170 Moskitonetze in Vavuniya an Familien in der Region.

Menschen mit Moskitonetzen auf dem Weg in ihr Dorf

Mit Moskitonetzen bepackt machen sich die Familien auf den Weg zurück in ihre Dörfer. Foto: humedica

„Ziel dieser Aktion ist nicht nur dem erneuten Ausbruch von Malaria vorzubeugen, sondern auch andere, durch Mücken übertragbare Krankheiten zu bekämpfen, wie Dengue Fieber, Chikungunya oder Japanische Enzephalitis“, verdeutlicht Dr. Prithiviraj Thamotharampillai von humedica Lanka.

Die Prävention und Bekämpfung von Malaria ist nur dank Ihrer Unterstützung möglich, für die wir uns herzlich bedanken!

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