Projektgeschichten:

Hilfe für den Jemen

humedica schickt zweite Hilfsgüterlieferung mit wichtigen Cholera-Medikamenten

von Lisa Wolff, 18.12.2018

Die aus dem Bürgerkrieg im Jemen resultierende humanitäre Krise hält nach wie vor an. Laut der UNO-Flüchtlingshilfe ist für die Mehrheit der Jemeniten die Versorgung mit Lebensmitteln gefährdet. 1,8 Millionen Kinder sind extrem mangelernährt. Mehr als eine Million Menschen im Jemen haben sich mit Cholera infiziert, der fehlende Zugang zu sauberem Wasser verstärkt diese Gefahr zusätzlich. Insgesamt 22,2 Millionen Menschen – und damit etwa 3/4 der jemenitischen Bevölkerung – sind auf humanitäre Unterstützung angewiesen.

Nach der ersten Hilfsgüterlieferung von 17,5 Tonnen mit wichtigen Medikamenten, Infusionsgeräten und -lösungen im Juli 2017, sendete humedica 2018 erneut einen Container in den Jemen. Neben medizinischen Geräten wurden 1,8 Tonnen Medikamente sowie 6,2 Tonnen Cholera-Kits, sogenannte DDKs (Interagency Diarrhoeal Disease Kits), an den lokalen Partner ADRA Jemen übergeben: Mit jedem dieser DDKs können 100 schwere und 400 moderate Cholera-Fälle behandelt werden sowie jeweils 100 Erwachsene und Kinder, die sich mit den Shigella-Dysenteriae-Bakterien infiziert haben.

Hilfsgüterlieferung von humedica und ADRA im Jemen

Insgesamt etwa 8 Tonnen Hilfsgüter mit wichtigen Medikamenten zur Behandlung von Cholera sowie medizinische Geräte schickten humedica und ADRA 2018 gemeinsam in den Jemen. Foto: ADRA

Die politische Situation und schwierige Sicherheitslage im Jemen erschwerte die Hilfsgüterlieferung, sodass nicht wie geplant per Flugzeug, sondern per Containerschiff und anschließendem Weitertransport über Land ausgeliefert wurde. In Hodeida angekommen, wurden die Medikamente, Cholera-Kits und medizinischen Geräte von unserem Partner ADRA Jemen auf sechs Krankenhäuser und Gesundheitsstationen in Hodeida, Al-Jawf und Hajjah aufgeteilt.

Mitarbeiter von humedica und ADRA

humedica-Mitarbeiterin Johanna Bischoff beim Treffen mit Ephraim Palmero von ADRA, um die weitere Zusammenarbeit im Jemen zu besprechen. Foto: ADRA

„Die Situation im Jemen ist nach wie vor sehr schlecht“, beschreibt die bei humedica verantwortliche Mitarbeiterin Johanna Bischoff die Situation im Land. „Wir sind sehr dankbar für die Zusammenarbeit mit ADRA und die Möglichkeit, dadurch den Menschen zumindest zu ein wenig Linderung zu verhelfen.“

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