humedica ist #nichtvergesser

Vergessene humanitäre Krisen und das Ringen um Aufmerksamkeit

von LKO, 10.03.2017

Millionen Menschen leben weltweit in humanitären Krisen, die trotz ihrer lebensbedrohlichen Situation für die Betroffenen in der öffentlichen Wahrnehmung nur selten Beachtung finden. Gemeinsam mit zehn weiteren Hilfsorganisationen und dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland setzt humedica ein Zeichen gegen das Vergessen: Die Kampagne #nichtvergesser fokussiert das Schicksal von Menschen und möchte auf diesem Weg die vergessenen Krisen wieder zurück in das Bewusstsein der medialen und politischen Öffentlichkeit holen.

Doch um was handelt es sich bei vergessenen Krisen eigentlich genau? Eine einfache Aufklärung dieser elementaren Frage liefert die Generaldirektion Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission (ECHO), die den Ausdruck wie folgt definiert:

„Eine vergessene Krise ist eine schwere, lang anhaltende humanitäre Krisensituation, bei der die betroffene Bevölkerung keine oder nur unzureichende internationale Hilfe erhält. Zudem ist kein politischer Wille zu erkennen, die Krise zu beenden. Es mangelt auch an medialem Interesse, die Krisen verlaufen außerhalb der öffentlichen Wahrnehmung.“

ECHO

Sei es also die anhaltende Hungerkrise in Simabwe, die instabile politische Lage in Somalia, die permanenten gewalttätigen Auseinandersetzungen in Kolumbien oder das von Naturkatastrophen und innenpolitischen Konflikten geschwächte Pakistan: Die humanitären Krisen in diesen und weiteren Ländern dauern seit Jahrzehnten an und obwohl ihre schrecklichen Folgen unzählige Menschenleben kosten, finden sie Größtenteils außerhalb des öffentlichen Diskurses statt. Sie sind vergessene Krisen.

Wie selten tatsächlich über diese Krisen und ihre Opfer berichtet wird, zeigt ein Vergleich mit vermeintlich weniger relevanten Themen. Während etwa das Realityformat Das Dschungelcamp in den vergangenen zwölf Monaten stolze 33.805 Mal in deutschen Online-Medien Erwähnung fand, schaffte es die humanitäre Krise in Pakistan nur rund eintausend Mal in die Berichterstattung im Netz, Myanmar gerade einmal 89 Mal.

Ein nachdenklich stimmendes Resultat gesellschaftlicher Interessen, auf das die Kampagne rund um die verschiedenen vergessenen Krisen jetzt reagiert. Im Zentrum der Initiative steht neben dem gezielten Aufruf an die Öffentlichkeit, sich aktiv mit den Situationen in den betroffenen Ländern auseinanderzusetzen, darüber zu sprechen, etwa auch über den Hashtag #nichtvergesser. Machen Sie mit und posten Sie in Ihren sozialen Netzwerken ein Bild von sich mit einem Knoten in der Hand und dem Hashtag #nichtvergesser. Wie oder womit Sie den Knoten machen, bleibt dabei ganz Ihnen und Ihrer Kreativität überlassen: Es ist das Symbol des vielzitierten Knotens im Taschentuch das zählt.

Noch konkretere Hilfe für die Betroffenen vergessener Katastrophen, können Sie durch eine Spende leisten. Als humedica-Förderer unterstützen Sie unsere nachhaltige Hilfe in Ländern wie Pakistan oder Simbabwe und bewirken einen spürbaren Unterschied von Menschen in Not.

Machen Sie mit und werden Sie #nichtvergesser!

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