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humedica eröffnet Gesundheitsstation für den Kara-Stamm

von HRA, LKO, 18.05.2017

Um die Gesundheitsversorgung des indigenen Volkes der Kara zu verbessern, verwirklicht humedica seit fünf Jahren ein Gesundheitsprojekt im südlichen Äthiopien. Die Lebenserwartung der Kara, die abgelegen am Ufer des Omo-Flusses von der Landwirtschaft leben, liegt bei lediglich 43 Jahren und damit weit unter dem äthiopischen Durchschnitt. Krankheiten wie Pilzinfektionen, Durchfallerkrankungen oder Lungenentzündungen fordern Opfer, die medizinisch leicht zu behandeln wären. Malaria, Infektionen und Vitaminmangel sind weitere Beschwerden der Patienten.

Seit mehreren Jahren nehmen ehrenamtliche Ärzteteams aus Deutschland die eintausend Kilometer lange Jeep-Strecke von Addis Abeba bei rund 40 Grad im Schatten in Kauf und behandeln Patienten des Kara-Stamms mit einfachsten Mitteln. Mit mobilen Kliniken sind sie in Dörfern unterwegs und bilden lokales medizinisches Personal weiter. Jetzt konnte ein weiterer Meilenstein der lebenswichtigen Hilfe erreicht werden.

Pionierarbeit unter extremen Bedingungen

Über die Jahre entstand eine Vision für ein Gesundheitszentrum, das die medizinische Versorgung der 4.000 Menschen auch abseits der Besuche durch die deutschen Ärzteteams sicherstellen soll. Im November 2015 erfolgte schließlich die Grundsteinlegung des Kara-Gesundheitszentrums. Heute steht die kleine Klinik und konnte nun im Rahmen einer feierlichen Zeremonie offiziell eröffnet werden.

Mit der neuen Gesundheitsstation stellt humedica die einzige medizinische Versorgung innerhalb von 50 Kilometern. Foto: humedica

Das Ziel des Hilfsprojekts, das humedica gemeinsam mit den lokalen Gesundheitsbehörden betreibt, ist, den Gesundheitszustand der Bevölkerung um 70 Prozent zu verbessern. Dafür warten auf die Patienten aus den umliegenden Dörfern drei Behandlungszimmer sowie eine Apotheke. Außerdem finden sich auf dem Gelände der Klinik ein kleines Personalwohnheim und Gästehaus, die die Unterbringung von medizinischem Personal in der abgelegenen Region ermöglichen.

Wie abgeschieden der Stamm der Kara tatsächlich lebt, zeigt auch die Entfernung zum nächsten Arzt: 50 Kilometer und damit mindestens zwei Tagesmärsche mussten Patienten in der Vergangenheit zurücklegen, um medizinisch behandelt werden zu können. Für Schwerkranke und Verletzte eine kaum zu bewältigende Herausforderung, die dank dem Gesundheitszentrum von humedica nun der Vergangenheit angehört.

In der Region ist es das erste langfristige Projekt einer Nichtregierungsorganisation im Bereich Gesundheit – es wird also echte Pionierarbeit geleistet, die noch nicht beendet ist. Denn obwohl die Gesundheitsstation erfolgreich eröffnet werden konnte, gibt es noch weitere Bauvorhaben, die für einen reibungslosen Ablauf der medizinischen Versorgung wichtig sind. Dazu zählen etwa der Bau einer Müllentsorgungsanlage und eines gekühlten Medikamentenlagers, sowie die Installierung einer Solaranlage und der Kauf eines Projektfahrzeugs. Bis 2018 sollen dann alle noch offenen Maßnahmen beendet sein und eine schrittweise Übergabe an lokale Kräfte erfolgen.

Einsatz ehrenamtlicher Ärzteteams geht weiter

Parallel zu den Leistungen rund um das Gesundheitszentrum, bleiben auch die regelmäßigen Einsätze der ehrenamtlichen Ärzteteams aus Deutschland ein wichtiger Bestandteil der Hilfe für den Kara-Stamm. Noch in diesem Jahr reisen im Mai und Oktober qualifizierte Mediziner für drei Wochen in die abgelegene Region, um neben ärztlichen Behandlungen auch die Schulung des lokalen medizinischen Personals der Gesundheitsstation zu übernehmen.

Trainings zu Themen wie Ernährung, Hygiene und allgemeinen Gesundheitsfragen sowie eine umfassende Impfkampagne sorgen für einen detaillierten Wissenstand, der von den lokalen Mitarbeitern anschließend an die Patienten weitergeben werden kann und so langfristig die Gesundheit der Kara stärkt.

Helfen mit einfachsten MItteln - die ehrenamtlichen Ärzte von humedica ermöglichen den Kara eine regelmäßige medizinische Versorgung. Foto: humedica

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