Großer Bedarf an Prothesen in Rumänien

von LKO

Mit zuletzt rund 70.000 Neuerkrankungen innerhalb eines Jahres, ist Brustkrebs die mit Abstand häufigste Krebsform bei Frauen in Deutschland. Nicht viel anders gestaltet sich die Situation 1.500 Kilometer weiter südöstlich in Rumänien, wo Brusttumore ebenfalls zu den meisten Krebserkrankungen von Frauen zählen.

Zum Glück für die Betroffenen, lässt sich Brustkrebs vergleichsweise gut behandeln und auch die Überlebenschancen sind im Gegensatz zu anderen Krebsarten deutlich besser. Doch während in Deutschland nach einer erfolgreichen Therapie ausgearbeitete Nachsorgemöglichkeiten inklusive einem breiten Angebot an Prothesen existieren, stehen rumänische Frauen, die durch den Krebs eine Brust verloren haben, häufig vor dem Nichts.

Ein niedriges Einkommen macht die Finanzierung einer passenden Prothese, die auch dort je nach Form und Qualität 70 bis 120 Euro kostet, für viele Betroffene schlicht unmöglich. Dabei steht für die Frauen nicht nur der kosmetische Effekt und die damit verbundene psychosoziale Entlastung, sondern auch das orthopädische Gleichgewicht ihres Körpers auf dem Spiel. Ohne eine passende Prothese drohen chronische Schulter-, Rücken- und Nackenschmerzen oder Haltungsschäden.

Die rumänische Stiftung Alpema, die bereits seit 1998 regelmäßig von humedica mit Hilfsgütern unterstützt wird und sich in lokalen Krankenhäusern engagiert, kann den Bedarf an Prothesen bestätigen. „Wir werden immer wieder von betroffenen Frauen bei der Beschaffung neuer Brustprothesen um Hilfe gebeten. Je nach Qualität benötigen die Frauen alle ein bis zwei Jahre eine neue Prothese, die sie sich in den meisten Fällen nicht leisten können. Aktuell haben wir allein in Arad, der Stadt in der wir arbeiten, über 80 Anfragen“, erklärt die Leiterin der Stiftung, Florica Albu.

Die Helfer von humedica tragen diesem Bedarf Rechnung und organisieren die Sammlung und Lieferung der benötigten Brustprothesen nach Rumänien. „Damit Frauen nach einer überstandenen Krebstherapie nicht vor der nächsten Herausforderung stehen, möchten wir ihnen die passenden Prothesen zur Verfügung stellen und ihnen damit ein Stück Sicherheit zurückgeben“, begründet Alastair Scott, der bei humedica für den Bereich Versorgungshilfe zuständig ist, das Engagement. „Ich bin sicher, dass es uns mit Unterstützung unserer Freunde und Förderer gelingt, die fehlenden Prothesen bzw. die nötigen Mittel dafür zu beschaffen.“

Wenn Sie die Hilfe für Rumänien mit einer konkreten Sachspende unterstützen möchten, wenden Sie sich bitte an

Rebecca Groß | David Zorn
Telefon: 08341 - 966 148 18
E-Mail: r.gross@humedica.org
            d.zorn@humedica.org

Im Namen aller Hilfeempfänger bedanken wir uns herzlich bei für jede Form Ihrer Hilfe.

Update Februar 2019: Herzlichen Dank für die bisher gespendeten Brustprothesen. Da nach wie vor Bedarf in unseren Hilfsprojekten existiert, freuen wir uns auch weiterhin über die Spende von Brustprothesen. Vielen Dank!
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