Projektgeschichten:

Philippinen: Projekte zum Abschluss gebracht

Hilfe für Taifun-Opfer umgesetzt

von BWO, 06.06.2016

Super-Taifun „Haiyan“, einer der stärksten Wirbelstürme auf den Philippinen, die seit Beginn verlässlicher Wetteraufzeichnungen beobachtet wurden, traf am 08. November 2013 auf die philippinischen Inseln Leyte und Samar und machte innerhalb weniger Stunden weite Landstriche dem Erdboden gleich.

humedica reagierte damals sofort. Bis heute konnte dank großzügiger Spenden wertvolle Hilfe umgesetzt werden, die den Menschen vor Ort das Leben nach dem mächtigen Wirbelsturm leichter macht. Gerade im medizinischen Bereich und im Häuserbau konnte humedica viele Hilfsmaßnahmen umsetzen, die wir Ihnen heute gerne vorstellen.

Abgeschlossene Projekte auf der Insel Leyte:

In Tacloban, der Hauptstadt der Provinz Leyte und dem Zentrum der Zerstörungen durch Taifun „Haiyan“, wurden zwei große Projekte durchgeführt.

Eines davon umfasst den Wiederaufbau irreparabler Häuser in den betroffenen Gebieten. Rund 20 Häuser wurden mit den Partnern All Hands Volunteers (AHV) sowie dem Philippine Relief and Development Service(kurz PHILRADS) gebaut. Diese konnten im Oktober 2015 an Familien, deren Häuser durch den Taifun zerstört wurden, übergeben werden.

PHILRADS hat außerdem sogenannte Shelter Repair Kits, sprich Baumaterialen zur Reparatur von Unterkünften, zur Verfügung gestellt. 123 Opfern des Taifuns Haiyan wurde dadurch die Möglichkeit des Wiederaufbaus ihrer Häuser gegeben. Um diese Familien noch umfassender zu unterstützen und ihnen den Weg zurück in den Alltag vor dem Taifun zu erleichtern, sind sie außerdem Teil des Patenschaftsprogramms von humedica.

Als erstes Einsatzteam vor Ort, konnten die Ärzte von humedica bereits 48 Stunden nach dem Landfall von Taifun Haiyan mit der medizinischen Versorgung von Verletzten beginnen. Ein paar Tage später konnte sogar die eine oder andere Operation im übernommenen Krankenhaus „Mother of Mercy“ durchgeführt werden, und dass obwohl die Klinik selbst großen Schaden genommen hat. Das in dieser Region äußerst wichtige Hospital konnte allerdings mit Hilfe von internationalen Spenden wieder aufgebaut und neu ausgestattet werden. Die Unterstützung der Klinik konnte mit insgesamt über 70 ehrenamtlichen humedica-Einsatzkräften realisiert werden und wurde Ende Juni 2014 erfolgreich beendet.

Grundsätzlich spielen private Gesundheitseinrichtungen auf den Philippinen eine besondere Rolle in der medizinischen Versorgung. Staatliche Krankenhäuser sind oft nicht in der Lage, die entsprechenden Behandlungen anzubieten. Private Krankenhäuser füllen diese Lücke. Das „Mother of Mercy“ Hospital ist darum gleichzusetzen mit einer gemeinnützigen Einrichtung. Die Einnahmen sollen lediglich die anfallenden Kosten decken, in den Kalkulationen ist kein Gewinn eingeplant. Als Provinzhauptstadt ist Tacloban ebenfalls Gesundheitshauptstadt in dieser Region.

Eine Barangay-Gesundheitsstation im Ort Dagami mit 30.000 Einwohnern auf der Insel Leyte wurde im Juli 2015 fertiggestellt. Ein Barangay ist die unterste Ebene in der Verwaltungsstruktur auf den Philippinen, die im Aufbau sehr einem Dorf oder einem Ortsteil ähnelt.

Mit dem Partner Eastern Vesayas Midwifes Support Services Inc. konnte humedica auch die dort ansässige Geburtsstation „Palo“ erneuern und im November 2015 an die lokalen Helfer überreichen.

Eine weitere Geburtsstation mit dem Namen „Julita“ wurde inklusive einer Ausstattung im Oktober 2015 fertiggestellt und erfolgreich übergeben.

Abgeschlossene Projekte auf der Insel Samar:

Im Mai 2015 konnte dank der Unterstützung vom humedica-Partner PHILRADS eine Gesundheitsstation im Ort Balangiga fertiggestellt werden. Balangiga liegt auf der Insel Samar im Osten der Philippinen. Dort erlebte Samar vor allem im Süden enorme Verwüstung durch Taifun Haiyan. Die Wucht des Tropensturms beschädigte selbst massive Steingebäude schwer.

In Hernani, einer kleinen Gemeinde in der ebenso stark betroffenen Provinz Eastern Samar, konnte gemeinsam mit PHILRADS, dem philippinischen Gesundheitsministerium und der Regierung von Hernani ein weiteres Gesundheitszentrum aufgebaut werden. Das Projekt konnte im März diesen Jahres erfolgreich zu Ende gebracht werden.

Um den Menschen im Notfall schnellen Schutz ermöglichen und bei zukünftigen Notfällen Hilfe anbieten zu können, verwirklichten humedica und Partnern PHILRADS sowie AHV den Aufbau eines neuen Evakuierungszentrums. Im Januar 2016 wurde dieses an die lokalen Behörden von Hernani übergeben. Das neue Zentrum ist für die ansässige Bevölkerung besonders wichtig, da Taifune auf den Philippinen keine Seltenheit sind. Gerade in den Monaten Juni bis November können sie jederzeit auftreten. Das von humedica gebaute Evakuierungszentrum ist das erste und einzige in dieser Region.

Das Gebäude ist ein sogenanntes "Multi-Purpose Evacuation Center", was bedeutet, dass es an ganz normalen Tagen täglich von der ansässigen Gemeinde für Workshops oder als Büro genutzt werden kann und im Fall einer Katastrophe als Evakuierungszentrum dient. Designt nach einem "disaster-resilient" Konzept, also nach ausfallsicheren Kriterien, hat es zudem eine Küche, in der sich die Menschen, die dort unterkommen, selbst verpflegen können.

Weiter Informationen rund um Taifun Haiyan und die humedica-Hilfe auf den Philippinen finden Sie hier

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