Hilfsmaßnahmen in Shangla und Kohistan

von BWO, 10.08.2016

Im Norden Pakistans führt humedica ein weiteres Projekt bis 2018 zur Gefahrenminderung und zum Wiederaufbau nach dem Erdbeben in 2015, sowie zur Überlebenshilfe nach den Überschwemmungen im Frühjahr 2016 durch. Denn die Notwendigkeit zu helfen, nimmt nicht ab.

In Pakistan hat humedica schon zahlreiche Hilfsprojekte umgesetzt. Mit der Partnerorganisation Pak Mission Society (PMS) waren es bisher drei, die mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes (AA) durchgeführt wurden. Davon betrafen im Jahr 2013 und 2014 Soforthilfemaßnahmen nach Überflutungen, während eines in 2014 Wiederaufbaumaßnahmen zum Inhalt hatte.

Diese Projekte mussten ausgeweitet werden, denn der Bedarf an Hilfe ist nach wie vor groß. Pakistan ist stark betroffen von häufig wiederkehrenden Naturkatastrophen, wie Erdbeben, Überflutungen und Dürren im Generellen. Auch Katastrophen, die von Menschen verursacht werden, wie Entwaldung und Wüstenbildung, führen zu großen Problemen. Das Land hat zunehmend mit den Folgen des Klimawandels zu kämpfen; außerdem führen bewaffnete Konflikte und Gewaltakte extremistischer Gruppen in einigen Gebieten zu Unsicherheit bis hin zu Vertreibung.

Im Besonderen spiegelt sich diese nationale Problemlage auf Distrikt-Ebene in Shangla im Norden Pakistans wider. Dieser Distrikt war innerhalb der Provinz Khyber Pakhtunkhwa am stärksten vom Erdbeben im Oktober 2015 betroffen. Das Gebiet ist sehr abgelegen und kann mangels Infrastruktur im Wesentlichen nur zu Fuß erreicht werden. Viele Dörfer waren aufgrund von Erdrutschen komplett von der Außenwelt abgeschnitten.

Nach den Berichten der Katastrophenschutzbehörde der Provinz entfielen 80 Prozent der 1.982 Verletzten und ebenfalls 80 Prozent der 279 Todesopfer auf diese Gegend. Unzählige Häuser wurden beschädigt. Eine zusätzliche Verschlimmerung der Lage war durch den bereits eingebrochenen Winter gegeben, der sich im weiteren Verlauf auch noch als besonders hart herausstellte, mit ungewöhnlich tiefen Temperaturen und starken Niederschlägen. Diese führten zu heftigen Überschwemmungen in den genannten Gebieten.

In den ganz oder teilweise zerstörten Häusern im Zielgebiet wurden auch viele der einfachen Toilettenanlagen zerstört oder der Zugang zu ihnen unterbrochen, was zur Zunahme von offener Defäkation führte. In der Folge haben übertragbare Krankheiten wie Magen-Darm-Infektionen und Krankheiten der Atemwege zugenommen.

PMS ist die einzige Organisation, die in diesen Subdistrikten Hilfe leistet. Die Nothilfe-Maßnahmen werden in mehreren Phasen durchgeführt. Von März bis Juni 2016 bestanden diese zunächst in der Ausgabe von Nahrungsmittelrationen, Haushaltsgegenständen und dringend benötigten anderen Hilfsgütern, wie Decken, sowie Gesundheits- und Hygienesets. Zudem wurden 500 winterfeste Zelte und Planen an bedürftige Familien in Shangla und Kohistan verteilt.

Das Ziel der Stärkung der Widerstandsfähigkeit von 30 Dorfgemeinschaften im Distrikt Shangla gegenüber zukünftigen Naturkatastrophen durch Bau von erdbebensicheren Häusern und Katastrophen-Management-Schulungen, sowie Wiederaufbau von Lebensgrundlagen durch Berufsausbildung und Beschäftigung lokaler Bauhandwerker, als auch die Einrichtung von Wassermühlen und kleinen Wasserkraftwerken soll bis 2018 erreicht werden. 2.500 Familien werden dann in der Lage sein, ihre Nahrung angemessen zuzubereiten.

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