Interview:

Drei Fragen an… Henriette Hauser

von LKO, 11.02.2016

Neben der schnellen Nothilfe nach Katastrophen, sind auch die langfristig geplanten Einsätze ein wichtiger Bestandteil von humedicas weltweiter Hilfe für Menschen in Not. Ob in Form von Unterstützung für weltweite Partnerkrankenhäuser, der Behandlung von Inhaftierten oder der medizinischen Hilfe in abgelegenen Regionen: Die regelmäßige und dauerhaft angelegte Unterstützung ermöglicht Hilfe dort, wo sich die Menschen aufgrund von Armut oder einer schwachen Struktur nicht selbst helfen können.

humedica-Pflegekraft Henriette Hauser unterstützte für zehn Wochen das lokale Personal des indischen Partnerkrankenhauses Duncan. Im kurzen Interview erklärt sie ihre Motivation für den langfristig geplanten Hilfseinsatz und zeigt auf, welchen Unterschied die Unterstützung für die Betroffenen vor Ort machen kann.

Henriette, warum hast Du dich bei dem ersten Einsatz mit humedica für die Unterstützung des Duncan Hospitals in Indien, also für die Arbeit in einem langfristigen Hilfsprogramm entschieden?

Ich denke, dass man durch einen längerfristigen Einsatz noch einmal einen ganz anderen Einblick und andere Erfahrungen vor Ort machen kann, das heißt man kann die Kultur anders erleben und begreifen. Auch sind in jeder Arbeit gute Beziehungen zu den dortigen Mitarbeitern wichtig, weil man dadurch viel voneinander lernen und profitieren kann. Wenn man die Zeit hat, solche Beziehungen aufzubauen, ist das ein entscheidender Vorteil.

Man lernt auch viele Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen, wenn man den anfänglichen Kulturschock überwunden hat. Dadurch kann man manches in der medizinischen Arbeit vor Ort besser verstehen.

Was waren die größten Unterschiede im Vergleich zu deutschen Krankenhäusern, woran fehlt es?

Grundsätzlich muss man mit viel weniger Material auskommen bzw. dieses viel sparsamer einsetzen, da die Patienten ja selbst für jede verwendete Spritze, Kanüle, Infusion und alles andere aufkommen müssen. Und dann ist der Behandlungsansatz manchmal ein anderer. So wird den Familien etwa klar gesagt, welche Möglichkeiten und Chancen ein Patient hat und ob eine Behandlung mit den vorhandenen Ressourcen und Gegebenheiten sinnvoll erscheint.

Natürlich gibt es auch viel weniger medizinische Geräte, als wir das von unserer Arbeit in Deutschland gewöhnt sind. Das fängt bei Fieberthermometern an und geht über Blutdruckmessgeräte bis hin zu Pulsoximetern.

Würdest Du noch einmal einen langfristig geplanten Hilfseinsatz absolvieren?

Wenn ich die Gelegenheit dazu habe, sehr gerne! Für mich war es auf jeden Fall sinnvoll in einen längerfristig angelegten Einsatz zu gehen. Gerade auch, um bei meinem ersten humanitären Hilfseinsatz einen umfangreichen Einblick in die medizinische Arbeit in einem Entwicklungsland zu erhalten.

Vielen Dank für diese Einblicke, Henriette!

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