Projektgeschichten:

Neues aus „Campo do Coelho“

Ein Ort zum Spielen, Lernen und Glücklich sein

von LKO, 20.05.2016

Seit mehr als 22 Jahren bietet die humedica-Kindertagesstätte in der Nähe von „Campo do Coelho“ bedürftigen Kindern bereits einen geschützten Raum zum Lernen und Spielen. Angesiedelt in Brasiliens Bundesstaat Rio de Janeiro, umsorgt das Kinderdorf jeden Tag rund 200 Jungen und Mädchen mit Mahlzeiten, zahnmedizinischer Versorgung sowie Hausaufgabenbetreuung, Sport, Spiel und der Vermittlung von Werten, die oftmals in ihrer von Gewalt geprägten Familiensituation nicht gelebt werden. Kinder aus besonders ärmlichen Verhältnissen werden durch Paten aus Deutschland zusätzlich unterstützt und dadurch sozial aufgefangen.

Die Highlights des vergangenen Jahres und was in den kommenden Monaten in „Campo do Coelho“ noch ansteht, zeigt unser aktueller Überblick.

Die Höhepunkte des Jahres 2015

Wie in jedem Jahr wurde auch 2015 wieder ein gemeinsames Projekt gestartet, um zur moralischen Erziehung der Kinder beizutragen. Mit dem Schwerpunkt „Tugenden und Werte“ lernten die Kinder die Bedeutung von Freundschaft, Liebe und Mut zu schätzen und diese in ihrem oft schwierigen sozialen Umfeld bestmöglich umzusetzen.

Gemeinsam mit der Partnerorganisation SECS konnten die humedica-Mitarbeiter in Brasilien außerdem eine Schachkurs und einen Ausflug nach Pão de Açúcar, den sogenannten „Zuckerhut“ in Rio de Janeiro, organisieren. Für die meisten Kinder sind diese Ausflüge die einzige Möglichkeit, einen anderen Ort als ihren Wohnort nahe der Stadt Nova Friburgo kennenzulernen und neue Erfahrungen zu sammeln.

Die auf der erst kürzlich ausgebauten Sportanlage organisierte Weihnachtsfeier, war für das gesamte Team ein weiteres Highlight des vergangenen Jahres. Im Rahmen der großen humedica-Weihnachtsaktion „Geschenk mit Herz“ erhielt jedes Kind der Tagesstätte ein buntes Päckchen mit Schulmaterial und Spielsachen. Und auch die bedürftigen Familien aus den umliegenden Wohnorten wurden mit einbezogen und erhielten Kleidung und kleine Weihnachtsgeschenke.

Die Projektarbeit geht weiter

Nach Abschluss des Projektes rund um die Themen Tugenden und Werte, steht in der Kindertagesstätte bereits das nächste Konzept in den Startlöchern, das gemeinsam erarbeitet werden will. Das neue Projekt mit dem Titel „Leben, um zu wachsen“ soll die Mädchen und Jungen ermutigen, über ihre Perspektiven und Träume nachzudenken.

Die Kinder sollen dabei ihre eigene mitunter schwierige Vergangenheit verarbeiten, sich Zukunftsziele setzen und zur Entwicklung einer eigenen Identität angeregt werden. Jeden Monat dürfen die Kinder einen thematischen Schwerpunkt wählen, den sie dann in einem spontanen und kreativen Prozess bearbeiten werden. Der erste Fokus liegt bereits fest und betrifft die Erarbeitung des eigenen Familienstammbaums.

Neu ist auch der spielerische Wettbewerb „Sonnenblumen-Familie“, bei dem sich die Eltern gemeinsam mit ihren Kindern um eine Pflanze kümmern müssen. Die schönste und am besten gepflegte Sonnenblume wird dann in einem extra organisierten Treffen ausgezeichnet.

Im Fokus: Förderung lernschwacher Kinder

Neben der zahnmedizinischen, psychologischen und sozialen Betreuung legen die Mitarbeiter der Tagesstätte auch in diesem Jahr einen besonderen Schwerpunkt auf eine angemessene schulische Förderung der Kinder. In einem speziell eingerichteten Tutorenprogramm der beiden Pädagoginnen Claudia und Solana, erhalten die Kinder eine Hausaufgabenbetreuung, die zu einer besseren Lernfähigkeit beiträgt und die Kinder zum Lernen ermutigt.

Weil einige der Kinder große Schwierigkeiten beim Lesen und in der Rechtschreibung haben, wurden nun zusätzliche Schreibkurse eingeführt. Um auch die Mädchen und Jungen mit einer stärkeren Lernschwäche gezielt fördern zu können, konnte außerdem ein Sprachtherapeut eingestellt werden. Seine Übungen helfen den Kindern besser im Schulunterricht zu folgen und damit ihre Zukunftsperspektiven zu verbessern.

Für die brasilianischen Mädchen und Jungen ist die Zeit in diesem 1994 gegründeten humedica-Projekt weit mehr als der gewöhnliche Besuch einer Tagesstätte. Für die meisten von ihnen ist die gezielte Förderung dort der einzige Weg und das oft zitierte Zünglein an der Waage, um den Kreislauf der Armut zu durchbrechen und sich eine weniger sorgenvolle Zukunft zu ermöglichen.

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