Neues Jahr, neue Ziele: Die Zukunftscharta

von Lina Koch, 09.01.2015

2015 ist ein wichtiges Jahr für die internationale Entwicklungszusammenarbeit, einem Arbeitsbereich der mit Projekten in Ländern wie Pakistan und Sri Lanka auch für die Arbeit von humedica zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Die auf Initiative der Vereinten Nationen im Jahr 2000 formulierten Millenniums-Entwicklungsziele finden in diesem Jahr ihr schwaches Ende und benötigen einen Nachfolger. Ein wichtiger Vorstoß in diese Richtung ist die Zukunftscharta „EINEWELT – unsere Verantwortung“.

Das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) veranlasste und im gesellschaftlichen Dialog erarbeitete Dokument formuliert acht neue globale Ziele, die laut dem zuständigen Minister Dr. Gerd Müller als „Referenz-Dokument, an dem wir uns alle messen lassen wollen“ verstanden werden dürfen und das vorausgegangene Konzept „Chancen schaffen – Zukunft entwickeln“ ersetzen.

Ganz unähnlich sind sich die Millenniums-Entwicklungsziele und die aktuelle Zukunftscharta dann auch nicht. Die vier zentralen Handlungsfelder von 2000 lassen sich auch im Dokument des BMZ finden: „Armutsbekämpfung“, „Umwelt- und Klimaschutz“, „Menschenrechte und gute Regierungsführung“, sowie „Frieden und Sicherheit“.

Doch die Zukunftscharta geht weiter und formuliert ferner die Handlungsfelder „Nachhaltiges Wirtschaftswachstum mit menschenwürdiger Beschäftigung“, „Respekt und Schutz kultureller und religiöser Vielfalt“, die „Nutzung von Innovationen, Technologien und Digitalisierung für den transformativen Wandel“, und schließlich die „Entwicklung einer neuen globalen Partnerschaft und Multi-Akteurspartnerschaften“. Zusammengefasst ergibt das acht ehrgeizige Ziele, die als Leitfaden für eine friedlichere, gerechtere und nachhaltige Welt gelten sollen.

Ein erster Schritt zur Umsetzung dieser Absichten war die offizielle Übergabe der Zukunftscharta an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. Im Rahmen des Zukunftsforums in Berlin überreichte Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller am Ende des vergangenen Jahres das Dokument mit dem schwerwiegenden Namen „EINEWELT – unsere Verantwortung“.

humedica-Geschäftsführer Wolfgang Groß wohnte der Übergabe als Gast bei und verspricht sich viel von dem neuen Dokument: „Wir leben in einer Welt, die in den letzten Jahren immer näher zusammengerückt ist und wir haben als wohlhabende Nation die Verpflichtung, den Menschen, die oftmals unter unvorstellbaren Bedingungen ihr Leben fristen, beizustehen. Dieser Verpflichtung stellt sich humedica bereits seit 35 Jahren unter dem Motto: ‚Nächstenliebe in Aktion‘“.

Nun liegt es an der Politik, der Wirtschaft und vor allem jedem einzelnen Mitglied unserer Gesellschaft, die Ziele der knapp 60 Seiten starken Charta umzusetzen und das Entwicklungsjahr 2015 zu einem erfolgreichen Jahr werden zu lassen. Oder um es mit den Worten von Minister Müller zu sagen:

„Stellen Sie sich jeden Tag die Frage, wie sich Ihr Handeln auf unsere Welt auswirkt. Wo kommen Ihre Lebensmittel, Kleidungsstücke, Technologien her und wie wurden sie hergestellt? Wie viele Plastiktüten kaufen Sie heute, die Sie morgen nicht mehr benötigen? Wie oft werfen Sie etwas weg, was aber eigentlich noch gut ist?“

Mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit wird sich auch humedica in diesem Jahr nach bestem Wissen und mit größter Mühe im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit engagieren, um in Armut lebenden Menschen nachhaltig zu helfen, ihre Lebensbedingungen zu verbessern und die Gleichheit zu stärken.

Bitte bleiben Sie, liebe Freunde und Förderer, im Jahr 2015 weiterhin an unserer Seite und ermöglichen Sie notleidenden Menschen mit Ihrer konkreten Spende nachhaltige Hilfe. Vielen Dank!

Indexfoto: GIZ/Ralf Rühmeier und Frederic Schweizer

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