Senait und der Brustkrebs

Einzelfallhilfe aktuell

von LKO, 16.01.2015

Schnelle, nachhaltige und umfassende Hilfe für möglichst viele Menschen in Not. Mit diesem Ziel vor Augen leisten die haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräfte von humedica seit Jahren weltweite Not- und Katastrophenhilfe. Obwohl dieses Engagement auf die Unterstützung einer großen Anzahl von Menschen abzielt, begegnen die humedica-Einsatzkräfte im Rahmen ihrer Arbeit immer wieder Schicksalen, wo großflächige Hilfsmaßnahmen nicht greifen und die Situation eine individuelle Zuwendung erfordert. Menschen, die sich aufgrund mangelnder Ressourcen oder äußerer Umstände nicht selbst helfen können. In diesen Fällen tritt die humedica-Einzelfallhilfe in Aktion.

Mehrmals im Jahr realisiert humedica diese besondere Art der Hilfe. Maßnahmen, die mitunter über Leben und Tod entscheiden und immer wieder auch das Leben ganzer Gruppen verbessern. Im Rahmen unseres Einzelfallhilfe-Fragebogens, möchten wir Ihnen die Menschen und ihre Situation hinter den aktuellen humedica-Einzelfallhilfen vorstellen.

Heute lernen Sie die fünffache Mutter Senait aus dem ostafrikanischen Eritrea und ihre Geschichte kennen.

Name und Alter:

Senait, 50 Jahre

Projektland:

Eritrea

Wie ist die humanitäre Situation im Projektland?

Auch nach dem Ende des jahrzehntelangen Kriegs mit seinem Nachbarland Äthiopien, leidet ein großer Teil der eritreischen Bevölkerung unter extremer Armut. Immer wiederkehrende Dürreperioden führen zu einer vielfachen Nahrungsmittelknappheit. Das Gesundheits- und Bildungswesen ist nur mangelhaft ausgebaut. Nach Informationen des Auswärtigen Amts existieren gerade einmal 40 Fachärzte für über 6 Millionen Männer, Frauen und Kinder.

Politische Repression und fehlende bürgerliche Freiheit verstärken die Not der Menschen zusätzlich und führen seit langem zu einer Massenflucht in die angrenzenden Nachbarstaaten Äthiopien und Sudan. Hunderttausende haben ihre Heimat bereits verlassen und sind nun auf die Hilfe internationaler, humanitärer Organisationen angewiesen. Insgesamt sind fünf Prozent der Gesamtbevölkerung auf der Flucht.

Unter welchen Umständen lebte Senait zu Beginn der Einzelfallhilfe?

Genau wie viele ihrer Landsleute, litt auch die fünffache Mutter Senait unter den schwierigen Lebensbedingungen in ihrer Heimat Eritrea. Als sie gemeinsam mit ihrer Familie beschloss, aus dem Land zu fliehen, hatten Ärzte bereits den Krebs in ihrer Brust entdeckt. Jedoch fehlte ihr für die kostspielige Behandlung das Geld.

Über den Sudan gelang es der Familie, Äthiopien zu erreichen, wo Senait über einen Pastor Kontakt zu humedica bekam und aufgrund ihrer desolaten Situation ins Programm für Einzelfallhilfen aufgenommen wurde.

Wie hilft humedica Senait?

Weil der Krebs in ihrer Brust bereits weit fortgeschritten war und Ärzte ihre verbleibende Lebenserwartung auf ein Jahr bezifferten, benötigte Senait umgehend eine gezielte Strahlentherapie. Diese Form der Behandlung ist nur in einem einzigen Krankenhaus Äthiopiens möglich und bringt eine zehnmonatige Wartezeit mit sich. Zeit, die die gesundheitliche Verfassung von Senait nicht mehr zuließ. humedica handelte schnell und brachte Senait nach Kenia, wo die nötige Therapie erfolgreich durchgeführt werden konnte.

Als ihre Kräfte es zuließen, kehrte Senait in ihre Heimat Eritrea zurück und erhält dank Unterstützung der deutschen Krebsallianz dort nun alle Medikamente, die für die nachfolgende Chemotherapie nötig sind.

Wie lebt Senait heute?

Gemeinsam mit ihrer Familie konnte Senait nach Eritrea zurückkehren, um dort die Krebsbehandlung zu beenden. Noch gilt sie nicht als komplett geheilt, doch alles spricht für ein positiven Ausgang und einen Sieg über die Krankheit. Und so wird Senait ihre fünf Kinder weiterhin durch ihr Leben begleiten können und sich hoffentlich nie wieder mit der Krankheit Krebs befassen müssen.

Liebe Freunde und Förderer, das Schicksal von Senait bestätigt den Bedarf an individueller Hilfe, die immer auch Auswirkungen auf Gemeinschaften und Familien hat. Bitte unterstützen Sie diese besondere Form der Hilfe mit einer gezielten Spende und sorgen Sie gemeinsam mit uns für weitere Erfolge im Rahmen der humedica-Einzelfallhilfe. Vielen Dank!

      humedica e. V.
      Stichwort "Einzelfallhilfe"
      IBAN DE35 7345 0000 0000 0047 47
      BIC BYLADEM1KFB
      Sparkasse Kaufbeuren

      oder: www.humedica.org/spende

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