Alenas Geschichte

Einzelfallhilfe aktuell

von LKO, 09.07.2015

Schnelle, nachhaltige und umfassende Hilfe für möglichst viele Menschen in Not. Mit diesem Ziel vor Augen leisten die haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräfte von humedica seit Jahren weltweite Not- und Katastrophenhilfe. Obwohl dieses Engagement auf die Unterstützung einer großen Anzahl von Menschen abzielt, begegnen die humedica-Einsatzkräfte im Rahmen ihrer Arbeit immer wieder Schicksalen, wo großflächige Hilfsmaßnahmen nicht greifen und die Situation eine individuelle Zuwendung erfordert. Menschen, die sich aufgrund mangelnder Ressourcen oder äußerer Umstände nicht selbst helfen können. In diesen Fällen tritt die humedica-Einzelfallhilfe in Aktion.

Mehrmals im Jahr realisiert humedica diese besondere Art der Hilfe. Maßnahmen, die mitunter über Leben und Tod entscheiden und immer wieder auch das Leben ganzer Gruppen verbessern. Im Rahmen unseres Einzelfallhilfe-Fragebogens, möchten wir Ihnen die Menschen und ihre Situation hinter den aktuellen humedica-Einzelfallhilfen vorstellen.

Heute lernen Sie Alena aus Kenia und ihre Geschichte kennen.

Name und Alter:

Alena, neun Jahre

Projektland:

Kenia

Wie ist die humanitäre Situation im Projektland?

Obwohl Kenia im Vergleich zu den anderen Ostafrikanischen Ländern über eine gut entwickelte Volkswirtschaft verfügt, lebt beinahe die Hälfte seiner Einwohner in Armut. Extreme Wetterbedingungen und eine schlechte Infrastruktur machen der großen, von der Landwirtschaft abhängigen Mehrheit zu schaffen und stellen sie immer wieder vor die Herausforderung sich selbst und ihre Familien zu ernähren. Trauriger Höhepunkt dieser Problematik war die schwere Hungerkrise am Horn von Afrika im Jahr 2011, von der Millionen Menschen in Kenia betroffen waren.

Die medizinische Versorgung in Kenia ist besonders in den ländlichen Gebieten unzureichend. Krankheiten wie Malaria, Hepatitis und HIV/Aids sind weit verbreitet - circa sechs Prozent der gesamten erwachsenen Bevölkerung sind nach Angaben von UNAIDS HIV-positiv. Für die Betroffenen, die sich wegen fehlender Mittel weder eine Behandlung, noch die Anfahrtswege zum nächsten Arzt leisten können, ein existenzielles Problem.

Unter welchen Umständen lebte Alena zu Beginn der Einzelfallhilfe?

Die heute neunjährige Alena hatte einen denkbar schlechten Start ins Leben: Von ihrer leiblichen Mutter auf einer Müllhalde zurückgelassen, überlebte sie nur knapp. In letzter Minute wurde sie gefunden und in das nächste Krankenhaus gebracht, wo sie vier Wochen später von ihren jetzigen Eltern adoptiert wurde.

Als Alena im vergangenen Jahr plötzlich nicht mehr richtig Luft holen konnte und Probleme mit dem Sprechen bekam, diagnostizierten Ärzte eine sogenannte Larynxpapillomatose. Eine Kehlkopferkrankung, die schwere Schluck- und Atembeschwerden verursacht und im Endstadium eine operative Öffnung der Luftröhre erfordert, um den Erkrankten vor dem Ersticken zu bewahren. Obwohl die Krankheit nicht heilbar ist, können die auftretenden Symptome behandelt und den Betroffenen damit die Schmerzen genommen werden. Doch in einer ersten Operation in Nairobi verlor Alena ihre Stimme, für weitere dringend benötigte Eingriffe fehlte ihren Eltern das Geld.

Als sich Alenas Vater Peter, der die humedica-Partnerorganisation Baby Life Rescue Center leitet, mit einem dringenden Hilfsgesuch an humedica wandte, wurde Alena in das Programm für Einzelfallhilfen aufgenommen.

Wie hilft humedica Alena?

Um ihren besorgniserregenden Gesundheitszustand zu verbessern, war Alena auf einen laserchirurgischen Eingriff angewiesen. Weil die medizinischen Voraussetzungen für die Operation in Kenia nicht gegeben waren, organisierte humedica gemeinsam mit der indischen Außenstelle einen Eingriff im südindischen Bangalore und übernahm alle anfallenden Kosten für Alena und ihren Vater.

Alena konnte nach der Operation wieder schmerzfrei atmen und neue Kräfte sammeln. Doch weil ihre Erkrankung unheilbar ist, wird Alena weitere medizinische Behandlungen benötigen, um ein Leben ohne größere Beeinträchtigungen führen zu können. humedica wird Alena deshalb weiterhin unterstützend begleiten.

Wie lebt Alena heute?

Nach der erfolgreichen Behandlung in Indien, kehrte Alena gemeinsam mit ihren Vater in ihre Heimat Kenia zurück, wo sie mit ihren Eltern und drei Geschwistern in der Hafenstadt Mombasa lebt. Dass die Hilfe für Alena zur richtigen Zeit am richtigen Ort war, bezeugen die Worte ihres Vaters Peter: „Wir sind so dankbar, dass uns humedica in dieser schwierigen und herausfordernden Zeit zur Seite gestanden ist und Alenas Behandlung möglich gemacht hat. Wir alle wissen diese Hilfe sehr zu schätzen.“

Um das Leben von Kindern wie Alena wieder lebenswert zu machen und ihnen neue Hoffnung für die Zukunft zu schenken, ermöglicht humedica immer wieder spezielle medizinische Unterstützung im Rahmen des Einzelfallhilfeprogramms. Bitte werden auch Sie Teil dieser Arbeit und bewirken Sie durch eine Spende zielgerichtete Hilfsmaßnahmen für unschuldige Menschen in Not. Vielen herzlichen Dank!

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