Das Wasser bis zum Hals

Die Geschichte hinter dem Bild

von LKO, 18.03.2015

Es gibt Momente im Leben, deren Anblick in unserer Erinnerung bleibt. Bilder, die uns mal auf erfreuliche, mal auf bedrückende Weise beeinflussen und uns zum Nachdenken anregen.

Wenn Menschen mit humedica in einen Hilfseinsatz gehen, sehen sie sich immer wieder mit Szenarien im Kontext einer Katastrophe oder schwerer Armut konfrontiert. Nach ihrer Rückkehr in die Heimat bleibt oft ein Bild, das die Erfahrung besonders gut zu beschreiben vermag oder eine erlebte Geschichte verdeutlicht.

Eines dieser Bilder möchten wir Ihnen heute zeigen. Seine dazugehörige Geschichte stammt aus Albanien, wo schwere Überschwemmungen das Leben tausender Menschen von jetzt auf gleich veränderten.

Ungewöhnlich starke Regenfälle führten im Februar dieses Jahres zu einer gewaltigen Flutkatastrophe auf der Balkanhalbinsel. Die Wassermassen zerstörten das Hab und Gut tausender Menschen und zwangen sie zur Flucht aus ihren Häusern. humedica reagierte schnell und organisierte umgehend die Verteilung dringend benötigter Hilfsgüter an betroffene Familien.

Ein Engagement, bei dem der zuständige humedica-Koordinator Kenneth Dakat immer wieder Menschen begegnete, die alles verloren hatten und nicht in der Lage waren, sich selbst zu helfen. Der Mann auf unserem Bild ist einer dieser Menschen.

Innerhalb weniger Stunden stand ihm das Wasser buchstäblich bis zum Hals. Es gelang ihm zwar, sich selbst zu retten, doch weil sein Haus, wie viele andere Häuser in der betroffenen Region Vlora, keinen zweiten Stock besitzt, kam für sein Eigentum jede Hilfe zu spät. „Es ist eine Katastrophe. Unser Hab und Gut ist komplett zerstört worden und das ganze Haus muss renoviert werden. Wir müssen wieder ganz von vorne anfangen.“, erklärte er Kenneth Dakat seine Situation.

Das Bild verrät uns wie hoch das Wasser im Wohnzimmer gestanden ist und was die Folgen der Überschwemmung nun für den Alltag seiner Familie bedeuten. Möbel, Kleidung, Matratzen und Inventar: Alles muss nach und nach ersetzt oder repariert werden. Sicher keine leichte Aufgabe in einem Land, das nach wie vor zu den ärmsten Staaten Europas gehört und dessen monatlicher Durchschnittslohn auf karge 370 Euro beziffert wird.

Um den Neustart nach der Katastrophe zu erleichtern, unterstützte humedica den Mann auf unserem Bild mit neuen Matratzen und wichtigen Möbelstücken für sich und seine Angehörigen. Die Hilfsgüter verbesserten die Lebensumstände der Familie maßgeblich und schafften eine Grundlage, auf die sie nun aufbauen können.

Insgesamt erreichten die Hilfsgüterverteilungen von humedica 160 unschuldig in Not geratene Familien. Die Unterstützung erfolgte dabei immer bedarfsgerecht. Menschen, die wie auf unserem Foto ihre Habseligkeiten verloren hatten, erhielten neue Möbelstücke oder Haushaltsgeräte. Von der Landwirtschaft abhängige Familien bekamen wiederum Viehfutter, um die Versorgung ihrer Tiere und folglich auch ihre eigene Lebensmittelversorgung zu sichern.

Obwohl die Flutkatastrophe in Albanien nicht zu den größten Katastrophen unserer Zeit zählt, leiden tausende Menschen weiterhin an ihren Folgen und es wird mitunter Jahre brauchen, bis sich die Betroffenen von den Auswirkungen der Wassermassen erholt haben. Die Hilfe von humedica erleichtert ihren Weg zurück in die Normalität und schenkt ihnen neue Hoffnung in dunklen Tagen.

Eine Hilfe, die nur dank Ihrer konkreten Unterstützung möglich wurde, liebe Freunde und Förderer. Dafür möchten wir uns im Namen der betroffenen Menschen in Albanien herzlich bei Ihnen bedanken!

Ihr Browser ist veraltet!

Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um diese Website korrekt darzustellen.

Den Browser jetzt aktualisieren×