Hilfe in einem der blutigsten Bürgerkriege unserer Zeit

humedica verteilt Hilfsgüter unter schwierigsten Bedingungen

von Steffen Richter, 01.04.2014

Nackte Gewalt kennzeichnet den Konflikt zwischen verschiedenen religiösen und ethnischen Gruppierungen in der Zentralafrikanischen Republik. Die traurige Konsequenz ist eine humanitäre Katastrophe, die sich seit mehr als einem Jahr weitgehend unbeachtet von der Weltöffentlichkeit vollzieht. Nach einem Erkundungseinsatz vor wenigen Wochen, konnte humedica gestern in der Hauptstadt Bangui dringend benötigte Hilfsgüter an Flüchtlingsfamilien weitergeben.

Auch ohne blutigen Bürgerkrieg wäre die Situation für weite Teile der Bevölkerung in der Zentralafrikanischen Republik kritisch. Der seit zwölf Monaten andauernde und sich verschärfende Konflikt verschärft die Lage dramatisch.

„Den Flüchtlingen in den Hauptstadtcamps fehlt es an elementaren Dingen“, übermittelte humedica-Koordinatorin Margret Müller vor wenigen Tagen. „Die meisten schlafen auf dem nackten Boden, ohne Decke oder Matratze. Und es wird permanent enger im Lager, weil das Morden und die wilden Schießereien nicht aufhören, im Gegenteil.“

Neben der schwierigen Sicherheitssituation für Flüchtlinge und Helfer spielen Versorgungsfragen, hygienische und gesundheitliche Aspekte eine zunehmend größere Rolle. Eine nicht unwesentliche Entlastung für die kommenden Wochen bedeutet die nun abgeschlossene Hilfsgüterverteilung von humedica an rund 500 Flüchtlingsfamilien in einem Camp in Bimbo, unweit der Hauptstadt Bangui.

„Es war wichtig, dass wir den Menschen in dieser schwierigen Situation mit einfachen Dingen helfen: Mosquitonetze, eine Plastikplane, die als Matte, Zelt oder Zeltergänzung nutzbar ist, Decken, Kochutensilien oder auch Plastikboxen, in der man Kleidung und andere wichtige Dinge vor der Regenzeit schützen kann“, erklärte Margret Müller, die gemeinsam mit ihrem Kollegen Kenneth Dakat die Verteilungen organisiert und überwacht.

Angesichts der sich von Tag zu Tag verschärfenden Situation für tausende Flüchtlinge prüft humedica eine weitere Intensivierung der Hilfsmaßnahmen. „Die unberechenbare Sicherheitssituation macht seriöse Planungen schwierig, aber uns ist der Ernst der Lage für die Menschen bewusst und wir sind gefordert zu helfen. Deshalb habe ich aus unseren Rücklagen zunächst 100.000 Euro für Soforthilfemaßnahmen bereitgestellt“, bestätigte humedica-Geschäftsführer Wolfgang Groß.

humedica bittet die Bevölkerung in Deutschland dringend um konkrete Spenden für die Hilfe im Herzen Afrikas:

      humedica e. V.
      Stichwort "Zentralafrikanische Republik"
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Weitere, ständig aktualisierte Informationen finden Sie hier und auf facebook.com/humedica. Vielen herzlichen Dank für jede Form der Unterstützung.

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