Mit Hilfe von außen

von Andrea Rudin/LKO, 25.07.2014

Was ist, wenn dir eine Katastrophe alles nimmt? Was ist, wenn du auch Monate nach der Katastrophe noch immer bei null bist? Wie anfangen? Wie weitermachen? Die Menschen auf der philippinischen Insel Leyte stehen vor diesen Fragen.

Nachdem Supertaifun „Haiyan“ die Insel im vergangenen November großflächig zerstörte, wohnen zahlreiche Menschen noch immer in provisorischen Unterkünften. Ihr Hab und Gut ist verschwunden oder kaputt, die Hilfe von außen noch immer existenziell.

Um den Menschen neben einer medizinischen Behandlung auch eine Versorgungsgrundlage zu gewährleisten, realisiert humedica immer wieder Hilfsgüterverteilungen in den betroffenen Gebieten. Koordinatorin Andrea Rudin berichtet:

„Eine Stunde südlich der Stadt Tacloban liegt Jaro, einer der vom Sturm am stärksten betroffenen Bezirke. Taifun „Haiyan“ hat mit Windstärken von bis zu 315 km/h einen Großteil der Häuser in und um Tacloban zerstört. Viele Menschen haben alles verloren: ihr Dach, Haushaltsgegenstände, Kleider, im schlimmsten Fall auch Familienangehörige und Freunde.

Der Stadtbezirk Jaro mit seinen 46 Stadtteilen, hier Barangays genannt, wurde dank seiner Lage im Landesinneren zwar von den Wassermassen verschont, doch hat der Sturm auch hier eine Schneise der Zerstörung hinterlassen und die Lebensgrundlage der meisten Einwohner zerstört.

Ihre Felder liegen brach und ihre Haupteinkommensquelle, die Kokospalme, braucht bis zu zehn Jahren, um wieder Früchte zu tragen und somit Ertrag zu generieren. Nun sind die Menschen hier auf Nahrungsmittelverteilungen und Hilfsgüter angewiesen.

humedica hat in den vergangenen Monaten verschiedene Barangays in Jaro medizinisch versorgt. Durch Erste Hilfe und Wundversorgung konnte auch im Katastrophenzustand eine grundlegende medizinische Behandlung ermöglicht werden.

Doch neun Monate nach dem Taifun zeigt sich, dass in den meisten Haushalten das Thema Hygiene ein besonderes Problem darstellt. Die Einhaltung von alltäglichen Hygienemaßnahmen ist nicht nur sehr viel schwieriger, wenn man in Zelten oder Übergangsunterkünften eng beieinander lebt und es an allen Ecken hinein regnet, durch das weggefallene Einkommen sind auch keine finanziellen Mittel für die grundlegendsten Dinge vorhanden.

Dank der großzügigen Unterstützung und Finanzierung von Bild hilft e. V. konnte humedica diese Probleme bekämpfen. Mit der Verteilung von Hygienepaketen wurde der Grundbedarf der Menschen für einige Wochen gedeckt und damit die Entstehung einfachster Krankheiten eingedämmt.

Rund 7.478 Pakete wurden gemeinsam mit den lokalen Hilfskräften des Jaro Rescue Teams in 40 Barangays verteilt. Jeder Haushalt enthielt eine große Plastiktüte voller Seife, Zahnpasta, Waschmittel und Damenbinden.

Doch das 24-köpfige Rescue Team hat nicht nur bei unserer Verteilung Großes geleistet. Sowohl während als auch nach dem Sturm „Haiyan“ hat dieses Team durch Evakuierungsmaßnahmen zahlreiche Menschenleben gerettet. Für uns humedica-Koordinatoren war es eine tolle Erfahrung, die Verteilung mit solch motivierten und effizienten Helfern durchzuführen.

Von den Einwohnern selbst hörten wir immer wieder ein scheues „Salamat“, Dankeschön, dass ihr uns helft. Dies berührt, weil die Leute auch Monate nach dem Wirbelsturm noch unglaublich dankbar für unsere Unterstützung sind. Im Namen der Menschen von Jaro deshalb ein großes Salamat an Bild hilft e.V. und alle, die den Menschen auf den Philippinen mit ihrer Spende beistehen.“

Liebe Freunde und Förderer, bitte bleiben Sie auch neun Monate nach Taifun „Hayian“ an unserer Seite und unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer konkreten Spende. Vielen Dank!

      humedica e. V.
      Stichwort "Taifun Philippinen"
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

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