Von Hungersnot und hoffnungsvoller Hilfe

von Lina Koch, 19.07.2014

Wer Nordkorea näher kennenlernen möchte, der steht vor einem Problem: Seit Jahrzehnten wird der ostasiatische Staat konsequent kommunistisch geführt und erlaubt dem externen Beobachter nur vage Einblicke in die realen Lebensumstände der Bevölkerung. Zu groß ist die politische und wirtschaftliche Isolation.

Doch trotz der wenigen Informationen, die aus dem Land an die Weltöffentlichkeit dringen, bleibt ein Fakt unbestritten: Die Menschen in Nordkorea leiden kollektiv unter Armut.

Das vorhandene Gesundheitssystem ist prekär, es klafft eine große Lücke zwischen vorhandenen und benötigten Bedarfen, die Mehrheit der knapp 25 Millionen Einwohner ist nicht ausrreichend ernährt. Ein Zustand, der durch die strikte Reglementierung externer Hilfe weiter verschlechtert wird.

Besonders Kinder leiden unter der schlechten Versorgungssituation in Nordkorea. Foto: humedica/Wolfgang Groß

Seit dem Jahr 1998 bemüht sich humedica in langen und intensiven Verhandlungen immer wieder um die Erlaubnis helfen zu dürfen. Mit Erfolg: In den vergangenen Jahren konnten mehrfach Container voll dringend benötigter Hilfsgüter auf den Weg gebracht und an Menschen verteilt werden. Die Hilfe beinhaltete bedarfsorientierte Güter wie Lebensmittel und Medikamente, aber auch medizinische Instrumente und Baumaterialien.

Und auch aktuell ist wieder Unterstützung für die nordkoreanische Bevölkerung auf dem Weg: 440.000 Portionen Kartoffelsuppe, sowie Krankenhausbedarf, Matratzen und Lebensmittelkonserven befinden sich in einem Container in Richtung Sepo, einer kleinen Stadt im Süden des Landes, wo sie im örtlichen Krankenhaus zum Einsatz kommen werden. Wenige Wochen zuvor erreichten bereits 20 Tonnen Mais die Bewohner Sepos.

Dass die Hilfsgüter damit am richtigen Ort sind, steht außer Frage. Nach Angaben des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen sind 32 Prozent der nordkoreanischen Bevölkerung unterernährt, was wiederum erschütternde Konsequenzen für das Gesundheitssystem nach sich zieht.

Von vornherein mangelernährte Personen müssen im Krankheits- und Verletzungsfall Krankenhäuser aufsuchen, in denen es an allem fehlt. Amnestie International berichtet von Operationen ohne Narkose und dem Fehlen von Verbandsmaterial und Medikamenten.

Die aktuellen Hilfsgüterlieferungen von humedica greifen genau an diesen Punkten und verbessern die Lebensumstände der Menschen entscheidend. Denn auch wenn es nicht in der Macht unserer Möglichkeiten liegt, alle Missstände in Nordkorea zu beenden, müssen wir die sich bietenden Chancen nutzen, um humanitäre Nothilfe in das von Armut geplagte Land zu bringen.

Bitte werden Sie Teil dieses Engagements und leisten Sie mit einer konkreten Spende Ihren persönlichen Beitrag für Menschen in Not. Vielen Dank!

      humedica e. V.
      Stichwort „Versorgungshilfe“
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

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