Bergvölker am Rande des Abgrunds

von Jasmin Eigemann, 17.07.2014

Vor knapp vier Jahren setzte das bis dahin 50 Jahre lang herrschende Militär in Myanmar überraschend einen zivilen Präsidenten ein. Trotz dieser Öffnung gehört der Vielvölkerstaat immer noch zu den ärmsten Ländern der Welt. Unter den schlechten Bildungsmöglichkeiten und einem mangelhaften Gesundheitssystem leiden insbesondere Angehörige der Minderheiten. humedica sorgt für ihre Versorgung.

Junge erhält eine benötige Behandlung. Foto: humedica

Myanmar oder auch Burma ist ein Vielvölkerstaat in dem circa 31 Prozent der Bevölkerung verschiedenen Minoritäten angehören. Seit der Unabhängigkeit des Landes 1948 gibt es Autonomiebestrebungen dieser Gruppen und es kommt immer wieder zu Kämpfen mit dem Militär. Die Regierung verfolgt Angehörige dieser Minderheiten gezielt. Zurzeit sind 1,5 Millionen Menschen in ihrem eigenen Land auf der Flucht.

Besonders betroffen sind Menschen in den östlichen, an der Grenze zu Thailand liegenden Provinzen Karen, Kachin, Karenni und Shan, benannt nach den in ihnen vorherrschenden Völkern.

Die ohnehin sehr hohe Kindersterblichkeitsrate steigt für Mitglieder verfolgter Minderheiten weiter an. Jedes fünfte Kind stirbt ehe es sein fünftes Lebensjahr erreicht hat. Jede zwölfte Frau überlebt eine Schwangerschaft nicht.

Oft sind es leicht behandelbare Krankheiten, denen die Menschen erliegen. Ärzte und Krankenhäuser sind selten. Kaum ein Kind ist geimpft.

Hier unterstützt humedica die Arbeit seiner langjährigen Partnerorganisation Partners Relief and Development, die schon seit 20 Jahren in diesem Gebiet tätig sind. Durch ihr patient care program erhalten Betroffene eine kostenlose ärztliche Behandlung. Mit dem Bau mobiler Kliniken und der Ausbildungen medizinischer Fachkräfte in den Dörfern, soll die medizinische Grundversorgung gesichert werden.

Langfristiges Ziel von humedica ist die Koordination der medizinischen Maßnahmen soweit zu verbessern, dass Hilfe überall da, wo sie gebraucht wird in Zukunft auch ankommt. Eine große Herausforderung in der abgelegenen bergigen Region!

Um auch weiterhin bedrohten Menschen und Flüchtlingen die so dringend benötigte Unterstützung zukommen zu lassen, sind wir auf Ihre Spende angewiesen. Vielen Dank!

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