Bildung im Mittelpunkt

von Jasmin Eigemann, 27.09.2014

Nach den vor 25 Jahren beschlossenen UN-Konventionen für Kinder, hat jedes Kind Rechte. Ein Recht auf Überleben, ein Recht auf persönliche Entwicklung, ein Recht auf Schutz vor Ausbeutung und Gewalt, sowie ein Recht auf Beteiligung. Leider wachsen heute noch viele Kinder rechtelos und ohne das Wissen über ihre Anrechte auf.

Anlässlich des deutschen Weltkindertages vergangene Woche, wollen wir Einblick in zwei ausgewählte Projekte von humedica in Mittel- und Südamerika gewähren. Diese sollen nachhaltig die Rechte von Kindern durch Bildung stärken und ihnen eine Zukunft schenken.

Haiti: Die Zukunft der Kinder bleibt auf der Strecke

Die Bevölkerung des Karibikstaats leidet immer noch unter den Auswirkungen des verheerenden Erdbebens von 2010. Wirtschaft, Bildungssektor und der Gesundheitsbereich befinden sich noch im Wiederaufbau. Das ohnehin ärmste Land der westlichen Hemisphäre mit nur 600 US-Dollar pro Kopf-Einkommen im Jahr, erholt sich nur sehr langsam.

Insbesondere die Kinder bleiben aufgrund fehlender oder schlechter Ausbildung und schwieriger Zukunftsaussichten auf der Strecke. Fast die Hälfte der Haitianer kann weder lesen noch schreiben, zwei Drittel der Menschen im erwerbsfähigen Alter sind arbeitslos.

In Zusammenarbeit mit der lokalen Hilfsorganisation FEH (Fondation pour les Enfants d’Haiti) baut humedica aktuell eine erdbebensichere Schule, die bis zu 300 Kindern Platz bieten soll. Der Bau, sowie die spätere Einrichtung der Schule werden mit Hilfsgütern aus Deutschland unterstützt. Standort ist die mit über 1,5 Millionen Registrierten und 2,8 Millionen geschätzten Einwohnern deutlich größte Stadt Haitis, Port-au-Prince.

Das Besondere an der Schule wird die Zusammensetzung der Schüler sein, denn das einstöckige Gebäude werden insbesondere Buben und Mädchen aus dem von FEH betriebenen Waisenhaus Tapio, sowie aus einem Heim für schwerbehinderte Kinder besuchen. Aus diesem Grund ist das Schulgebäude auch barrierefrei konstruiert. Die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft sollen hier ein Zuhause und einen Ort zur offenen Entfaltung finden.

Brasilien: Bildung ist der beste Schutz vor Armut und Verwahrlosung

Auch die Kinder im brasilianischen Nova Friburgo wachsen in einer deprimierenden Umgebung auf, die von Alkoholismus, Arbeitslosigkeit und Armut geprägt ist. Viele Eltern leben mit ihren Kindern unter einfachsten Bedingungen abgelegen im Hinterland und sind mit der Erziehung oftmals überfordert.

Bildung ist der beste Schutz vor Armut und Verwahrlosung. Um eine umfassende und nachhaltige Hilfe zu gewährleisten, gründete humedica eine Kindertagesstätte, die mit der Zeit immer weiter ausgebaut wurde.

Hier werden Heranwachsende vom Kindergarten- bis ins junge Erwachsenenalter vor bzw. nach der Schule betreut, bekommen ausgewogene Mahlzeiten in einer angegliederten Mensa, können nachmittags an verschiedenen AGs teilnehmen und Sport treiben. Zusätzlich erhalten sie und ihre Eltern kostenlose zahnmedizinische Versorgung.

Nach dem Schulabschluss bemühen sich die Mitarbeiter zusammen mit ihren Schützlingen darum, geeignete Ausbildungsplätze zu finden und so mit ihnen eine Zukunft aufzubauen.

Mit diesem ganzheitlichen, auf die Bedürfnisse von Kindern angepassten Ansatz, wollen wir den Kindern eine glückliche Kindheit und einen guten Start ins Erwachsenenleben schenken.

Alle Kinder haben es verdient, eine glückliche Kindheit, ohne Existenzängste, zu erleben. Unterstützen Sie bitte auch weiterhin unsere Bemühungen, die Grundsituation und Rechte von Kindern und damit jedes Menschen zu stärken. Vielen Dank!

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