Gründung des Wissenschaftlichen Beirats der UN in Berlin

Die Vereinten Nationen und humedica Hand in Hand

von Martina Zelt, 04.04.2014

Mit der Gründung des „Wissenschaftlichen Beirates“ der Vereinten Nationen (UN) wurde im Frühjahr dieses Jahres ein – tatsächlicher sowie symbolischer – Meilenstein gesetzt. humedica-Geschäftsführer Wolfgang Groß nahm als einer von rund 500 geladenen Gästen an der feierlichen Gründung in Berlin teil.

„Wissen ist Macht“, das erkannte bereits der Künstler Francis Bacon. Ohne Wissen keine nachhaltige Veränderung, ohne Wissen keine Entscheidungsgrundlage um Visionen durchzusetzen.

Die Kraft der Wissenschaft in den Kernbereichen der Vereinten Nationen – laut eigener Charta die Sicherung des Weltfriedens, Einhaltung des Völkerrechts, Schutz der Menschenrechte und Förderung internationaler Zusammenarbeit – hat sich mit der Gründung des Beirates ehrgeizige Ziele gesetzt.

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hält fest: „Wir brauchen Wissenschaft, um unsere Umwelt zu verstehen, um sie zu schützen und schonend zu nutzen. Und wir müssen die großen Fragen anpacken: Hunger und Nahrungsmittelsicherheit, wachsende Ungleichheit, Katastrophenvorsorge, Urbanisierung, Hygiene und nachhaltige Energie für alle.“

Wissen als internationale und objektive Entscheidungsgrundlage für sinnvolle Lösungen globaler Probleme, diese Art von Wissenschaft wird gefordert. Dafür wurden als Mitglieder des Beirates laut UNESCO-Generaldirektorin Irina Bokova „einige der hervorragendsten wissenschaftlichen Köpfe unseres Planeten“ einberufen.

Dass dieses wichtige Gremium erstmals in Deutschland tagte, erfüllt auch humedica-Geschäftsführer Wolfgang Groß mit Freude: „Berlin als Ort dieser ersten Sitzung, drückt Anerkennung aber auch Ansporn für Deutschland im Bezug auf die Vernetzung von Wissenschaft, Nachhaltigkeit und Verantwortung aus.“ Diese Verantwortung umzusetzen sei über den gegründeten Beirat hinaus eine Kernidee und –aufgabe unserer Zeit, eine Aufgabe, die alle angeht.

„Doch Wissen reicht nicht aus. Wir brauchen neue Wege des Denkens und zugleich des Handelns“, hält Ban Ki-moon fest. Nicht der Elfenbeinturm der erhobenen Wissenschaften, nein, die großen Fragen menschlicher Not und deren Linderung sollen Ziel und Ansporn des Beirates sein. Wissen, das verantwortungsvolles Handeln fördert und hervorbringt.

Nicht zufällig zitiert Irina Bokova, den deutschen Schriftsteller, Staatsmann und leidenschaftlichen naturwissenschaftlichen Forscher J.W. von Goethe: „Wissen ist nicht genug, wir müssen es anwenden. Wollen ist nicht genug, wir müssen es tun!“

Eine Momentaufnahme: Die UN und humedica im Katastrophenfall

Im Katastrophenfall – und genau hier liegt eine wichtige Schnittmenge der Vereinten Nationen und humedica – zählt vor allem dies: Schnelligkeit und gezielter Einsatz aller Energien und Ressourcen.

Meist vergehen nach einer Katastrophe nur wenige Stunden bis sich das erste Team mit den roten Westen auf den Weg macht. Nach Taifun „Haiyan“ auf den Philippinen, saß das erste humedica-Team rund 20 Stunden später mit bedarfsgerechten Hilfsgütern ausgestattet im Flugzeug Richtung Südostasien.

Als erstes medizinisches Team weltweit traf es in der Katastrophenregion ein. Das ist Schnelligkeit, die über Leben und Tod entscheidet.

Nach und nach trafen auch viele andere Hilfsorganisationen ein, alle mit bestimmten Kernkompetenzen, alle mit dem Wunsch zu helfen. Doch wer hilft wo, wie und wem? Alles ist zerstört, weder Strom, Wasser oder gar Internet ist verfügbar – wie wird da Hilfe koordiniert und sinnvoll eingesetzt?

Die Vielzahl an kompetenten Hilfsorganisationen wird durch die UN koordiniert. Nur so kann gezielt angepackt werden, niemand vergessen werden und die Menschen sinnvoll versorgt werden. Die UN trifft Entscheidungen, teilt Aufgaben und vorhandene Strukturen zu.

Auf diese Weise wurde das „Mother of Mercy“-Hospital in Tacloban auf die Agenda von humedica geschrieben. Bis heute werden dort Opfer des Taifuns versorgt. Ein Segen, den die Familien noch immer nicht fassen können.

Doch ohne die UN würde der dringende Wunsch nach Hilfe von so vielen womöglich in chaotischem Gewimmel enden. Eine überstaatliche, neutrale, vertrauenswürdige und allgemein anerkannte Organisation, wie sie UN die darstellt, ist in diesem Fall unersetzbar und ein Garant für sinnvolle Katastrophenhilfe.

Nur durch solide Wissensgrundlagen, Erfahrung und Überblick, kann im Notfall auf diese Weise koordiniert werden. So hält Frank-Walter Steinmeier in seiner Begrüßungsrede am 31. Januar fest: „In den Krisenherden dieser Welt sind die Vereinten Nationen ein ganz konkreter Hoffnungsanker in der Not. Dort leuchtet ihre hellblaue Fahne als Sinnbild der internationalen Solidarität.“

humedica freut sich, dass auch die eigene Fahne als Sinnbild der Hoffnung in vielen Projekten weltweit – oft in Koordination mit den Vereinten Nationen – wehen kann. Die Zusammenarbeit macht vielerorts effektive Hilfe, eben „Nächstenliebe in Aktion“ über alle Nationalgrenzen hinweg möglich.

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      humedica e. V
      Stichwort „Da wo es am nötigsten ist“
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
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