Leben mit HIV

Hilfe für Betroffene in Äthiopien

von Steven Hofmann/Martina Zelt, 12.07.2014

„HIV positiv.“ Eine Diagnose, die das ganze Leben verändert. Schlagartig. Die Ausbreitung der Krankheit erfolgt hingegen oft schleichend, überträgt sich unter anderem von Müttern auf ihre Kinder. Das Leben der gesamten Familie ist massiv betroffen und gefährdet. Aufklärung, Vorkehrung und die richtige Behandlung rettet Leben. Vielen Dank für Ihre Spenden-Unterstützung, die unsere Hilfe wie in Äthiopien erst möglich macht!

HIV ist eine der Krankheiten, die tiefes Leid für Millionen von Menschen bedeutet und so setzt sich die Hilfsorganisation humedica in Äthiopien für gezielte Aufklärung und Behandlungen ein. humedica-Mitarbeiter Steven Hofmann berichtet heute von den unermüdlichen Versuchen, medizinische Hoffnung und HIV-Aufklärung zu äthiopischen Familien zu bringen:

„Anders als in Deutschland, wo die Infektionsrate gering ist, ist HIV in Äthiopien bedauerlicher Weise ein sehr präsentes und bedrohliches Thema. In der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba ist jeder elfte Einwohner von der tödlichen Krankheit betroffen.*

HIV-Test für Familien im Armenviertel der Hauptstadt Addis Abeba

Im Rahmen der humedica-Familienpatenschaften möchten wir Menschen mit dieser schweren Krankheit zur Seite stehen und ihr vorbeugen helfen. So werden verschiedene Aufklärungsveranstaltungen, sowohl für Eltern als auch für Jugendliche, durchgeführt und unterstützt. Zu wichtig ist das Thema, zu brisant und lebensnotwendig die Information über Vorkehr und Umgang mit HIV/AIDS.

In unserem Projekt in Kazanchis, einem Armenviertel der Hauptstadt Addis Abeba, wurde jüngst ein gemeinschaftlicher HIV-Test angeboten. Der Zuspruch unter den Familien war groß.

Der Tag begann mit einer kurzen Information über den Ablauf und den Nutzen des HIV-Tests sowie der Erfassung der persönlichen Daten der Teilnehmer. Anschließend wurden Bluttests von allen Freiwilligen genommen.

Nach wenigen Minuten ließen sich auf den Teststreifen feine Linien erkennen. Eine rote Linie bedeutete einen negativen Test auf HIV. Welche Erleichterung!

Zwei rote Linien bedeuteten jedoch leider, dass das getestete Blut den Virus in sich trägt. In diesem Fall wurde zur Sicherheit ein zweiter Test durchgeführt.

Alle Teilnehmer hatten anschließend ein Einzelgespräch mit einem geschulten Mitarbeiter, bei dem sie das Ergebnis des Tests erfuhren. Dies sollte besonders denjenigen helfen, die an diesem Tag das erste Mal mit ihrer Krankheit konfrontiert wurden.

Die ungeahnte Diagnose für eine junge Mutter – Ein Schock

Insgesamt gab es sechs positive Tests, somit ist es leider gewiss, dass rund 8 Prozent der Teilnehmer die tödliche Krankheit in sich tragen. Dabei wurde auch eine bisher unbekannte Infektion aufgedeckt. Für die Mutter eines vierjährigen Mädchens war dies ein Schock.

Sie weinte sehr und konnte nur mit Mühe ein wenig getröstet werden. Sie wurde von unseren Mitarbeitern und dem medizinischen Fachpersonal beraten und ermutigt. Nun wird sie entsprechende Medikamente und weiterführende Beratung und Begleitung erhalten.

Unter den 47 Teilnehmern war leider nur ein Mann, ein sehr ernüchterndes Ergebnis. Wir hoffen, den Männern die Angebote für einen HIV-Test und auch die Aufklärungsprojekte noch leichter zugänglich machen zu können. Derzeit wird überlegt, einen weiteren Test anzubieten, zu dem ausschließlich Männer eingeladen werden.“

Um die wertvolle Projekt-Arbeit im Rahmen der Familienpatenschaften in Äthiopien weiterhin zu ermöglichen, sind wir auf Spendengelder angewiesen und möchten Sie zu einem Beitrag ermutigen und freundlich darum bitten. Auch kleine Beträge machen unseren Teams vor Ort eine große Hilfswirkung möglich.

       humedica e. V.
      Stichwort "Familienpatenschaften"
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Durch die Übernahme einer Familienpatenschaft können Sie mit nur 10 Euro pro Monat und Familienmitglied äthiopische Familien nachhaltig unterstützen, medizinische Versorgung sichern und ihre Patenfamilie auf dem Weg in eine bessere Zukunft begleiten. Mehr zu dieser besonderen und persönlichen Form der Hilfe, erfahren Sie hier. Vielen Dank!

* http://www.nepplus.org

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