Zum Internationalen Weltflüchtlingstag

von Lina Koch, 20.06.2013

Was humedica-Einsatzkräfte bereits seit langem beschreiben, wird nun von einem neuen UN-Bericht bestätigt: Die Zahl der weltweiten Flüchtlinge war und ist alarmierend. 45,2 Millionen Menschen waren laut des UNHCR 2012 auf der Flucht – ein Stand, so hoch wie seit beinahe zwei Jahrzehnten nicht mehr. Eine Entspannung der Lage ist nicht in Sicht.

Eine knappe Mehrheit von 55 Prozent musste aufgrund gewalttätiger Auseinandersetzungen ihre Heimat verlassen. Die Konfliktgebiete in Somalia, Afghanistan und Syrien trieben diesbezüglich besonders viele Menschen in die Flucht.

Die restlichen 45 Prozent stammten mehrheitlich aus afrikanischen Krisenländern wie dem Sudan oder der Demokratischen Republik Kongo. Im Ganzen betrachtet, verweilten 87 Prozent der Flüchtlinge in Entwicklungsländern, was den Charakter dieser Sachlage zusätzlich verschlechtert.

Nach weiteren Angaben des UNHCR handelte es sich bei einem Drittel der 45 Millionen geflohenen Personen um Auslandsflüchtlinge. 28,8 Millionen Menschen waren sogenannte Binnenvertriebene, die sich noch immer in ihrem Heimatland aufhalten.

930.000 Personen beantragten im Laufe des Jahres 2012 Asyl. Auch der wachsende Anteil der minderjährigen Flüchtlinge ist von tragischem Ausmaß. Mit 46 Prozent war es 2012 knapp die Hälfte.

Hinsichtlich des nicht absehbaren Endes des aktuellen Syrienkonflikts, rechnen die Vereinten Nationen in diesem Jahr mit keiner Verbesserung der Situation. Bis Ende 2013 wird ein Anstieg der syrischen Auslandsflüchtlinge von 1,6 auf 3,45 Millionen erwartet.

Die Zahl der Inlandsvertriebenen ist mit 4,25 Millionen Personen bereits jetzt Besorgnis erregend hoch. Eine zusätzliche Problematik sieht der UNHCR bei Kindern, die immer häufiger komplett alleine vor der Gewalt in ihrer Heimat fliehen müssen.

humedica leistet aktuell Nothilfe für syrische Kriegsflüchtlinge im Libanon und teilt die Sorge der Vereinten Nationen. Die Zahl der in einfachen Lagern Schutz suchenden Menschen steigt täglich und die vor Ort agierenden, medizinischen Einsatzteams sehen sich mit unzähligen Hilfsbedürftigen konfrontiert.

Dr. Ingeborg Olzowy arbeitete mit humedica im Bekaa-Tal im Osten des Libanons. In einem Brief in die deutsche Heimat schildert sie die Umstände in den syrischen Flüchtlingslagern. Umstände, die vor dem Hintergrund des UN-Berichts wohl noch lange Zeit unverändert bleiben werden. Umstände, die geprägt sind von Angst, Armut und Krankheit.

Liebe Freunde und Förderer, die Lage der durch den gewaltsamen Konflikt aus ihrer Heimat vertriebenen Menschen ist prekär. Bitte unterstützen Sie unsere Hilfe im Libanon auch weiterhin mit einer konkreten Spende. Vielen Dank!

      humedica e. V.
      Stichwort „Syrische Flüchtlinge“
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
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