Vier Jahre sind vergangen seit der Eröffnung der humedica-Klinik

Mehr als 70.000 Menschen fanden Linderung

von Nadine Mair/RBU, 15.03.2013

Westafrika betreffende Neuigkeiten handeln aktuell meist von der militärischen Intervention in Mali. Ein Land mit 14,5 Millionen Einwohnern, von denen nach Angaben der Vereinten Nationen momentan mehr als vier Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen sind und sich knapp 168.000 auf der Flucht befinden.

2.500 Kinder, Frauen und Männer sind in das Nachbarland Niger geflohen. Ein Staat, der mit einem jährlichen Pro-Kopf-Einkommen von weniger als 200 Euro zu den ärmsten Ländern der Welt gehört. Und obwohl die Kindersterblichkeit seit dem Jahr 1990 von über 30 Prozent auf 11 bis 15 Prozent (2011) reduziert werden konnte, ist die Lage vor allem für Kinder und Mütter weiterhin sehr ernst. Einer der Gründe, warum sich humedica dauerhaft in dem westafrikanischen Land engagiert.

Vor vier Jahren, im Februar 2009, wurde nach langjährigen Plan- und Bauarbeiten das Krankenhaus „Complexe de Santé Hosanna" im nigrischen Kollo eingeweiht und bedeutete für viele Kranke und Notleidende die letzte Rettung in größter Not. Ausschlaggebend für dieses bis heute andauernde Engagement war eine schwere Hungersnot in Folge monatelang andauernder Trockenheiten im Jahr 2005.

Das Hauptaugenmerk der Klinik, knapp 35 Kilometer südlich der Hauptstadt Niamey stationiert, liegt auf der medizinischen Mutter-Kind-Versorgung und der Geburtenhilfe. Aus dem humanitären Einsatz zur Nothilfe entwickelte sich eine zunächst rein ambulante Klinik, die allerdings bereits ein Jahr nach der Eröffnung durch einen Bettentrakt mit 13 Betten zu einem stationären Krankenhaus erweitert werden konnte.

Im gleichen Jahr konnte von der Klinik aus auch eine breit angelegte Impfkampagne gestartet werden, in deren Verlauf 43.000 Menschen mit lebenswichtigen Impfungen gegen Meningitis versorgt werden konnten. Darüber hinaus wurden alle bis dahin vorgenommenen Behandlungen durch die Ausgabe therapeutischer Nahrungsmittel für akut Unterernährte ergänzt.

Ein besonderes Anliegen war humedica dabei von Anfang an die Ausbildung und Schulung der lokalen Mitarbeiter, so dass die Klinik mittlerweile fast ausschließlich von einheimischem Personal betrieben werden kann. Durch effiziente Zusammenarbeit der Beschäftigten und dem Engagement des lokalen Partners HIS konnten in den vier Jahren seit Eröffnung um die 75.000 Patienten behandelt werden.

Es ist erstaunlich, wie aus den kleinen Anfängen ein Werk entstanden ist, das in den vergangenen Jahren so vielen kranken Menschen helfen konnte”, zieht auch der Verantwortliche aus der humedica-Zentrale, Klaus Haas, Bilanz. „Es ist eine schöne Aufgabe, mit den Verantwortlichen vor Ort daran zu arbeiten, dass dieses kleine Pflänzchen noch mehr gedeiht und Früchte trägt. Wir hoffen, dafür auch weiterhin die Unterstützung großzügiger Spender zu erhalten."

Das hohe medizinische Niveau, die herausragenden Standards der Ausstattung, etwa mit ansonsten schwer verfügbaren Ultraschallgeräten, und die Möglichkeit, komplizierte Labortests durchführen zu können, ließen die Klinik stetig zu einem Referenzkrankenhaus für den Distrikt anwachsen und zur Anlaufstelle ärztlicher Versorgung für viele der Einwohner der unmittelbaren Region werden.

Seien auch Sie Teil dieser Hilfe, die in den vergangenen vier Jahren auf- und ausgebaut wurde. Auch wenn der Niger nicht in der Weltöffentlichkeit steht, brauchen die Familien dennoch sowohl in ihrem Alltag als auch in außergewöhnlichen Lebenslagen unsere Unterstützung. Vielen Dank für Ihre Spenden, mit denen wir gemeinsam mit unserem Partner auch in den kommenden Jahren diese so wertvolle Arbeit im Niger durchführen und weitere Früchte zum Blühen bringen können.

      humedica e. V.
      Stichwort „Klinik Niger
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

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