Kooperative Partnerschaft – ein wichtiger Teil humanitärer Hilfe

Ein Bericht von Koordinatorin Steffi Gentner

von Steffi Gentner, 27.07.2013

Wer, wenn nicht ein Teilnehmer selbst, weiß, was bei einem Hilfseinsatz am Ort am wichtigsten ist? Die junge Doktorandin Steffi Gentner aus Konstanz ist gerade erst aus ihrem Einsatz als Koordinatorin im Libanon zurückgekehrt und hat uns von ihren Erfahrungen zu dieser Thematik erzählt:

„1.811.867 syrische Flüchtlinge haben bis Juli 2013 Zuflucht in den Nachbarländern gefunden. Daten wie diese können dem regelmäßig aktualisierten „Inter-agency Information Sharing Portal“ des UN-Flüchtlingshilfswerks entnommen werden - eine Internet Plattform, die Informationen enthält, die durch Kooperation zwischen allen Regierungen der Flüchtlingsaufnahmeländer und weiteren 126 Partnern in der Region, kontinuierlich gewonnen werden. humedica ist einer dieser Partner für Nothilfe.

625.940 syrische Flüchtlinge haben bis Juli 2013 Zuflucht im Libanon gefunden. Angesichts der Einwohnerzahl Libanons von 4,2 Millionen, wird die einheimische Bevölkerung durch den nicht enden wollenden Flüchtlingsstrom, vor Herausforderungen gestellt, die sie kaum alleine bewältigen kann.

In Kooperation mit dem lokalen Partner Heart for Lebanon und der amerikanischen Organisation Medical Teams International, leistet humedica weiterhin dringend benötigte, basismedizinische Versorgung durch mobile Kliniken.

Registrierte und nicht registrierte Flüchtlinge erfahren dadurch personelle und materielle Hilfe in der Umgebung der Stadt Zahle im Bekaa-Tal. Das Einzugsgebiet der mobilen Kliniken umfasst inzwischen 32 der insgesamt 220, in dieser Region existenten, Zeltlager. Die Siedlungen liegen meist auf Feldern libanesischer Landwirte, die diese den Syrern vermieten. Offizielle Flüchtlingslager gibt es im Libanon nicht.

In Zusammenarbeit mit UNHCR, International Medical Corps - dem Implementierungspartner des UNHCRs für den Gesundheitsbereich dieser Region - und dem libanesischen Gesundheitsministerium, konnte eines unserer Teams im Juni ein sogenanntes Assessment, eine Beurteilung der Bedürfnisse vor Ort, durchführen.

Neben Informationen zur Sicherstellung der Gesundheitsversorgung, wurde eine Gesamtanwohnerzahl von circa 16.000 syrischen Flüchtlingen in den Lagern ermittelt. In diesen Camps leistet, abgesehen von humedica, keine andere Organisation medizinische Hilfe in Form mobiler Kliniken.

Diese Zahlen wecken in dem einen oder anderen eine starke Verantwortung zum Handeln. Nicht ohne Grund kann humedica auf eine lange Tradition zurückblicken, die die Entsendung von vorwiegend ehrenamtlich tätigen Medizinern und Koordinatoren umfasst.

Empathie allein reicht jedoch nicht aus, um effiziente humanitäre Hilfe leisten zu können. Eine weitere, unverzichtbare Komponente ist die kooperative Partnerschaft, die jederzeit und zwischen allen beteiligten Akteuren funktionieren muss.

Aus diesem Grund nimmt humedica im Libanon regelmäßig an verschiedenen Interagency- und Health Working Group Coordination Meetings teil, um beispielsweise die Duplizierung humanitärer Hilfe zu vermeiden, Versorgungslücken in der Projektregion zu identifizieren und ein Netzwerk gleichgesinnter Mitstreiter aufzubauen und zu pflegen.“

Lesen Sie im zweiten Teil des Berichts, welche Bedeutung die kooperative Partnerschaft für Steffi Gentners Arbeit im Libanon hatte und wie ihre Bemühungen für eine besondere Familie Früchte trugen. Bitte unterstützen Sie weiterhin unsere Hilfsmaßnahmen für syrische Flüchtlinge im Libanon mit einer konkreten Spende. Vielen Dank!

      humedica e. V.
      Stichwort „Syrische Flüchtlinge“
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Auch mit einer kleinen sms können Sie Großes bewirken: Stichwort DOC an die 8 11 90 senden und von den abgebuchten 5 Euro fließen 4,83 Euro unmittelbar in die humedica-Projektarbeit.

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