humedica-Schlagzeilen

Januar 2013

von Ruth Bücker, 23.01.2013

+++ Doppelter Dank für feiernde Franken +++ Syrien: „Ich hoffe, wiederkommen zu können“ +++ „Was zieh ich bloß an?!“ +++

Doppelter Dank für feiernde Franken

Wieder einmal war es soweit: Einladungen erreichten telefonisch, per eMail oder persönlich die Freunde des fränkischen Ehepaars Karin und Rudi Beßler. Man freue sich auf das Zusammensein in der altbewährten Runde. Auf das gemeinsame Lachen und Tanzen und auf vielversprechende Gewinne bei der eigens organisierten Tombola.

Warum wir Ihnen, liebe Freunde, dies mitteilen? Weil es sich um eine Feier für den guten Zweck handelte und wir Ihnen diese Aktion gerne als Anregung mit auf den Weg geben möchten, wie unterhaltsam Spenden und Helfen sein kann.

Für mich ist das ja wirklich jedes Jahr ein Wunder, dass unsere eingeladenen Freunde so hilfsbereit und spendabel sind”, resümiert Karin Beßler nach der Feier. Eine Feier, deren Vorbereitungen zunächst Sorgen bereiteten. Aber auch eine Feier, bei der durch Zusammenhalt und die Gemeinschaft alle Schwierigkeiten beseitigt werden konnten und neben dem Spaß die Wohltätigkeit siegte.

Von der Hilfsbereitschaft unserer Freunde und Bekannten bin ich immer wieder überwältigt. Die am Vormittag nicht mehr funktionierenden Heizpilze wurden repariert, eine neue Sicherung wurde eingebaut und schon war es wieder überall warm”, erinnert sich die Bambergerin. “Auch bei Auf- und Abbau waren immer fleißige Helfer dabei. Großes Lob geht natürlich an unseren DJ, der jedes Jahr unentgeltlich für gute Stimmung sorgt und viele Stunden investiert. Ohne ihn wäre die Feier nicht auszudenken.

Neben der Musik sorgte auch erneut eine breit angelegte Tombola für Begeisterung. Die Preise sammelten Karin und Rudi Beßler im Vorfeld bei ihren Bekannten, als Hauptpreis konnten sie gar ein iPad ergattern. Und die Krönung des Abends? Die Bitte an ihre Freunde und Bekannte, für eine gute Sache zu spenden. Wie bereits in den Vorjahren ging der Erlös an humedica.

Das Schöne ist wirklich, dass es unseren Gästen jedes Jahr so gut gefällt. Sie bedanken sich sogar bei uns, denn etwas Gutes tun zu können ist doch das Wichtigste”, freut sich Karin Beßler. Und humedica und die Menschen, denen die stolze Spende von 3.670 Euro zu Gute kommt, freuen sich mit. Und schließen sich den Partygästen bei dem Dank an das Feier-Ehepaar aus Bamberg an.

Syrien: „Ich hoffe, wiederkommen zu können“

Klaus Ruhrmann aus Rheda-Wiedenbrück war sofort zur Stelle, als Ende vergangenen Jahres das Erkundungsteam für einen Einsatz in Syrien zusammengestellt wurde. Gemeinsam mit humedica-Mitarbeiter Patrick Khamadi und dem ebenfalls sehr erfahrenen und engagierten Bonner Arzt, Dr. Markus Hohlweck, machte er sich auf den Weg in das Kriegsgebiet.

Bereits in seinen neun Einsätzen vor Syrien traf der gelernte Wundpfleger auf unterschiedlichste Lebenssituationen und Zerstörungen. Behandelte die verschiedensten Beschwerden seiner Patienten. Nahm Anteil an ihren Schicksalen und ihren Beschwerden. Doch keiner seiner Einsätze prägte ihn auf die gleiche Weise und in dem Maße, wie die Mission in Syriens Norden.

Immer noch mit meinen Gedanken bei den von Krieg und Zerstörung traumatisierten Menschen in Syrien, habe ich einen Weg gesucht, um den Kindern helfen zu können, die kein festes Schuhwerk besitzen und nur mit Badeschlappen oder gar barfuß auf kalten, nassen Böden umherlaufen“, erzählt Klaus Ruhrmann Mitte Januar 2013. „Also habe ich mich auf den Weg gemacht und bei Schuhgeschäften in meiner Heimatstadt Rheda - Wiedenbrück nachgefragt, ob und wieweit sie bereit wären, Kinderschuhe für Syrien zu spenden.

Für seine Nachfragen wurde Klaus Ruhrmann belohnt: „Ich war überrascht und begeistert zugleich, dass ich sowohl von Frau Stratmann (Ranzenfee & Koffertroll GmbH) als auch von Frau Monkenbusch (Schuhaus Monkenbusch) eine Zusage erhielt!

70 Paar Kinderschuhe kamen durch die Spende der engagierten und spontanen Geschäftsleitungen der beiden Schuhgeschäfte zusammen. Winterfestes Schuhwerk in verschiedenen Größen, die noch Ende des Monats nach Syrien transportiert werden sollen und 70 Mädchen und Jungen warme Füße bescheren. Und die Gewissheit, dass sie nicht vergessen werden.

Ich danke den Spendern für das Vertrauen in das humedica-Team und bin Garant dafür, dass die großzügige Spende aus Wiedenbrück bei den bedürftigen Kindern ankommt“, versichert Klaus Ruhrmann dankend. Dem sei nichts hinzuzufügen und ein herzlicher Dank folgt auch aus der humedica-Zentrale in Kaufbeuren.

„Was zieh ich bloß an?!“

Wahrscheinlich ist es eine Situation, die zwar wenigen Männern, dafür aber umso mehr Frauen bekannt vorkommen mag: die Türen des Kleiderschranks sind geöffnet, mehr oder weniger sortiert sind die Pullover und T-Shirts aufeinandergestapelt, Jacketts und Blusen auf Bügeln aufgereiht. Und trotz des Blicks in dieses Übermaß an Kleidungsstücken schleicht sich der Gedanke in den Kopf: „Ich hab nichts anzuziehen!

Während dieses „Problem“ von Luxus und Wohlstand hervorgebracht wird und tatsächlich kein wirkliches Problem darstellt, ist Kleidung in vielen Ländern unserer Erde eine Mangelware. Ein Gut, dass vor sengender Sonneneinstrahlung ebenso schützen könnte wie vor einem unerbittlich kalten Winter.

Ein Gut aber, an dem es fehlt, während in den Wohlstandsstaaten Kleidungsstücke nur für eine einzige Saison kreiert und verkauft werden, um dann von den Herstellern aufgrund eines vermeintlich nicht mehr zeitgemäßen Designs ausgesondert und vernichtet zu werden.

Ihre hochwertigen Kleidungsstücke einzustampfen, widerspricht allerdings der Ethik und dem Credo von SmartWool, die vom Socken bis zur Kopfbedeckung alles aus feiner und nachhaltig erwirtschafteter Merinowolle herstellen. In Folge brachte Nicole Beege von der Agentur Reiner Kopf aus München, die für den Vertrieb der Waren in Deutschland zuständig ist, Anfang des Jahres 2013 mehrere Kartons mit SmartWool Merinobekleidung in die humedica-Zentrale nach Kaufbeuren.

Hunderte Paar Socken und Oberbekleidung für Erwachsene beinhaltete die Spende. Kleidungsstücke, die alle nur zu Anschauungszwecken bei Großhändlern gedient hatten und weder getragen noch minderwertig waren. Sondern vielmehr Kleidungsstücke, die in struktureller Armut lebenden Menschen Wärme spenden können und die Lösung für ein Problem darstellen, das für viele Menschen alles andere als ein Luxusproblem bedeutet. Vielen Dank an dieser Stelle für die großzügige Spende!

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