Ein wahrhaftiges Hope Home

von Daria Napieraj, 17.12.2013

Für einen Einsatz mit humedica durchbricht die 26-jährige Studentin Daria Napieraj aus Duisburg immer wieder ihren Studentenalltag, um als Medienkoordinatorin in verschiedenen Krisengebieten dieser Erde zu arbeiten. Aktuell besuchte Sie mit humedica-Mitarbeiterin Maren Walter das Familienpatenschaftsprogramm auf Haiti. In ihrem Blog berichtet sie über Ihre Erlebnisse mit Land und Leuten und die Arbeit von humedica auf dem karibischen Inselstaat.

Tag 6 und 7 auf Haiti

Seit dem Erdbeben 2010 arbeitet humedica mit der haitianischen Organisation Fondation pour les Enfants d’Haïti in vielen verschiedenen Bereichen zusammen. Der Verein ist bereits seit 1981 auf Haiti aktiv und betreibt vorrangig Waisenhäuser und Schulen, doch auch das humedica-Partnerkrankenhaus Hôpital Espoir steht unter seiner Leitung.

An diesem Wochenende besuchen wir das Waisenhaus Village Espoir. Es beherbergt über 70 Kinder, die in familienähnlichen Gruppen zusammen leben. In jeder dieser Gruppen gibt es eine Hausmutter, die sich die ganze Woche um die Bedürfnisse der Kinder kümmert, mit ihnen isst und spielt, und auch bei ihnen übernachtet.

Die meisten Waisen sind sehr aufgeschlossen. Sie toben um uns herum, begutachten unsere humedica-Ausweise, wollen unsere Hand halten und begleiten uns auf unserem Rundgang durch ihr Zuhause.

Zum Village Espoir gehört außerdem ein Heim für schwerbehinderte Kinder, das unter dem Namen Hope Home bekannt ist. Momentan leben dort 28 Kinder und junge Erwachsene. Einige der typischen Krankheitsbilder der Heimbewohner sind komplexe Behinderungen, wie zerebrale Kinderlähmung oder Hirnfehlbildungen.

Wie im angegliederten Waisenhaus, kümmern sich auch hier Hausmütter um die Kinder und versuchen ihnen ein familienähnliches Leben zu ermöglichen. Volontäre aus aller Welt unterstützen das Hope Home zusätzlich.

Während die jüngeren Kinder des Waisenhauses und des Heims in den wenigen freien Räumen des Komplexes unterrichtet werden können, müssen die Älteren eine bis zu zweistündige Fahrt durch Port-au-Prince auf sich nehmen, um in die Schule zu kommen.

In Kooperation mit den Partnerorganisationen FEH und Bild hilft e. V., baut humedica deshalb eine neue Schule auf dem Gelände des Village Espoir. In dem neuen Gebäude können neben den Bewohnern des Waisenhauses und des Heims, auch die Kinder aus der Nachbarschaft unterrichtet werden.

Auf diese Weise können alle Kinder des Village Espoir ohne einen mühsam langen Weg gemeinsam zur Schule gehen. Zusätzlich wird das Bildungsangebot des Stadtteils erweitert, wodurch auch die Kinder der umliegenden Gemeinden von dem Neubau profitieren können. Eine tolle Sache!

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