Erfolgreiche letzte Verteilung spezieller Suppe

von Thomas Adelsberger/RBU, 06.04.2013

Große, robuste, weiße Plastikeimer sind in diesen Wochen in Melkadida aus dem Straßenbild nicht mehr wegzudenken. Was ist passiert? Im größten der mittlerweile sechs Flüchtlingslager an der äthiopischen Grenze zu Somalia wurde Suppe verteilt. Kartoffelsuppe der Gefro-Reformversand Frommlet KG für mehr als 40.000 Flüchtlinge, die in großen Gruppen zu der Verteilstelle kamen um ihren Anteil zu bekommen.

Bereits im vergangenen Jahr 2012 hat der Container mit insgesamt zehn Tonnen Kartoffelsuppe nach einer langen Reise das humedica-Team in Melkadida erreicht, das hier eine Gesundheitsstation für die Flüchtlinge betreibt.

Dankbar haben die humedica-Mitarbeiter die Aufgabe über- und die Herausforderung angenommen, Bedürftige zu registrieren und die Suppe gerecht unter den Flüchtlingen zu verteilen. Kinderreiche Familien, ältere Personen und Menschen mit Behinderungen standen im Fokus der Ausgaben.

Im Februar dieses Jahres hat schließlich der letzte Eimer den Container verlassen und sein Inhalt in Form von 18 Kilogramm Suppenpulver seinen Weg zu den Flüchtlingen gefunden. Wir sind sehr froh darüber, dass wir mit Hilfe anderer Organisationen am Ort wie Save the Children, RaDO (Rehabilitation and Development Organization), ARRA (Administration of Refugee and Returnee Affairs), GOAL und UNHCR, dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, die Bedürftigen ausfindig und die Suppe zielsicher verteilen konnten.

Nach zunächst skeptischen – viele der Somalis kannten die Essensform „Suppe“ nicht – Probeverköstigung, war der Andrang aufgrund der geschmacklich Überzeugung riesig. Die Bilder der Verteilungen werden die humedica-Koordinatoren Kornelia Uhlig und Thomas Adelsberger nicht so schnell vergessen.

Die Flüchtlinge waren im Vorfeld dazu aufgefordert worden, Behältnisse für ihre Ration mitzubringen. Manche der Begünstigten konnten aber weder Tüten noch andere Transportmöglichkeiten auftreiben. Doch eine Lösung fand sich auch hier schnell: So wurde der Schleier des Kleides oder das Kopftuch einfach umfunktioniert und schon konnte das Suppenpulver abgefüllt werden – manchmal denken wir Europäer wohl zu kompliziert.

Ein Nebeneffekt der Verteilungen bestand darüber hinaus darin, dass die nun inhaltslosen Eimer sehr gut weiterverwendet werden können. Sie sind groß, stabil und vielseitig einsetzbar. So sieht man die Gefäße jetzt als „Einkaufswägen“ auf dem Flüchtlingsmarkt, als Dusch- oder Toiletteneimer in den Sanitäreinrichtungen, als Futtereimer für die Esel und an vielen anderen Einsatzorten, die den Erfindungsreichtum der Flüchtlinge aufzeigen.

Für diese Spende in Form von Suppenpulver und den mehrzweckmäßigen Eimern möchte humedica der Gefro-Reformversand Frommlet KG ein herzliches Dankeschön aussprechen.

Suppenverteilung anders: Wer kein Transportgefäß auftreiben konnte, nutzte das Vorhandene - und so eben auch Kopftuch oder Kleiderstoff. Foto: humedica/Thomas Adelsberger

Auch Sie können mit Ihrer Spende zu der vielfältigen Unterstützung am Horn von Afrika beitragen. Über unser Online-Formular können Sie einen Geldbetrag Ihres Beliebens für die Flüchtlingshilfe in Äthiopien überweisen oder die untenstehenden Kontodaten verwenden. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

      humedica e. V.
      Stichwort „Hungerhilfe Afrika
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

humedica ist auch weiterhin im medizinischen Bereich tätig und ermöglicht den Flüchtlingen eine ärztliche Versorgung. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland, das anhaltend finanzielle Mittel zur Verfügung stellt.

Ihr Browser ist veraltet!

Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um diese Website korrekt darzustellen.

Den Browser jetzt aktualisieren×