humedica verteilt weitere Solarlampen an Flüchtlinge in Melkadida

von Antje Weber, 25.04.2013

Den Menschen in Melkadida fehlt es an vielen Dingen des alltäglichen Lebens. Sie sind gezeichnet von Bürgerkrieg, Dürre und der Flucht über die somalische Grenze nach Äthiopien. Eines jedoch haben sie im Überfluss: Sonne.

Was auf der einen Seite ursächlich für die karge Landschaft ist, birgt auf der anderen Seite Vorteile. „Die Bedingungen für Solarenergie sind perfekt, deswegen haben wir bereits mehrfach Solarlampen verteilt“, erläutert Kornelia Uhlig, Koordinatorin am Ort, die Situation. Rund 400 weitere Familien können nun trotz fehlender Stromversorgung ihre Häuser beleuchten.

Sonne gehört zu den wenigen Dingen, welche die Flüchtlinge in Äthiopien im Überfluss haben. Und das muss genutzt werden! Foto: humedica

Das Prinzip ist simpel. Eine kleine Solarzelle wird über ein Kabel mit einer Lampe verbunden. Nach wenig Ladezeit unter der sengenden Sonne Melkadidas reicht die wetterfeste Lampe für die Beleuchtung eines kleinen Hauses aus. Auch Mobiltelefone oder Radios können so geladen werden.

Die Einfachheit überzeugt – auf vielen Dächern in Melkadida kann man die Solarzellen bereits sehen. So überrascht es nicht, dass die Menschen bei der Verteilung erneut in Scharen herbeiströmen.

Die Temperaturen in Melkadida klettern regelmäßig bis auf 45 Grad Celsius. Auch nachts gibt es nur wenig Abkühlung. Regen gibt es höchstens im Frühjahr und Herbst zur kleinen und großen Regenzeit. Doch auch darauf ist kein Verlass. Mehrfach wurde die Region am Horn von Afrika in der Vergangenheit von Dürren heimgesucht. Ganze Ernten wurden dabei zerstört oder blieben aus. Da wundert es nicht, dass das humedica-Team nach alternativen Lösungen sucht und Solarenergie nutzt.

Wir haben zwei somalische Frauen gebeten, die Funktionsweise der Lampen nochmals zu erläutern. So gehen wir sicher, dass die Lampen auch genutzt werden“, macht Kornelia Uhlig deutlich. Die positive Resonanz führt zu weiteren Überlegungen. Im Gespräch sind bereits Straßenlampen mit Solarenergie, damit die rund 40.000 Menschen auch nach der Dämmerung sicher über die Straße kommen.

Dass diese Verteilungen möglich waren, ist zum großen Teil der Unterstützung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland zu verdanken. Und auch Ihre Spenden, liebe Freunde und Förderer, tragen dazu bei, das Leben der Flüchtlinge im Süden Äthiopiens zu verbessern. Bitte unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende auch weiterhin bei der Arbeit am Horn von Afrika. Vielen Dank.

      humedica e. V.
      Stichwort „Hungerhilfe Afrika
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Auch mit einer kleinen sms können Sie Großes bewirken: Stichwort DOC an die 8 11 90 senden und von den abgebuchten 5 Euro gehen 4,83 Euro unmittelbar in die humedica-Projekte.

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