Frauengruppe strickt weiter für den guten Zweck

von Lina Koch, 26.04.2013

Seit nun schon über 30 Jahren treffen sich 25 Damen aus Krumbach und Umgebung jeden zweiten Mittwoch im Pfarrhaus St. Michael, zum gemeinsamen Stricken und Häkeln für einen guten Zweck. Von je 14 bis 16 Uhr erschafft die fröhliche Runde farbenfrohe Decken, Kinderkleidung und Babyschühchen, die dann unter anderem über humedica an bedürftige Kinder und Familien gespendet werden.

In der vergangenen Winterstrickrunde von Oktober 2012 bis April 2013 konnten auf diesem Wege rund 80 Decken, 23 Pullover, 15 Paar Socken und 21 Paar Schuhe für karikative Projekte angefertigt werden.

Vor über drei Jahrzehnten gründete die Krumbacher Unternehmergattin Elisabeth Ganz die „Frauengruppe Leprastricken St. Michael“ zugunsten einer Lepra-Krankenstation in Tansania. Bis heute verfolgen die Strickerinnen weiter ihr Anliegen, bedürftige Menschen in ihrer Not zu unterstützen.

„Durch unseren Helfer Herr Komm haben wir von der Hilfsorganisation humedica erfahren und freuen uns, auf diesem Wege mit unseren Decken etwas Gutes tun zu können“ erklärt die Strickgruppenleiterin Frau Marianne Zauner. Bereits Anfang des Jahres wurden 40 einzigartige Decken der fleißigen Damen im Zuge der humedica-Aktion „Decken für Syrien“ an mittellose Flüchtlinge des syrischen Bürgerkriegs gespendet und schenkten dringend benötigte Wärme und Nächstenliebe.

Selbstredend freuen sich die Teilnehmerinnen bei ihrer zweiwöchigen Zusammenkunft neben dem Stricken und Häkeln auch immer auf einen gemütlichen Plausch und auf das Austauschen von Neuigkeiten. „Es ist schön, wenn wir alle beisammen sind. Besonders unsere großen Treffen am Anfang und Ende unserer Winterstrickrunde, an denen wir gemeinsam mit dem Strickkreis Maria Hilf eine Kaffee- und Kuchenrunde veranstalten, machen uns sehr viel Spaß“, findet die „Leprastrickerin“ Lina Dörner.

Dass die Frauengruppe mit ihren eigenhändig gestalteten Spenden etwas nicht Selbstverständliches leistet, zeigt sich unter anderem an der vielen Zeit und Mühe, die die Damen in jedes ihrer liebevoll ausgearbeiteten Unikate stecken. Eine von Ihnen angefertigte Decke besteht laut den Teilnehmerinnen aus 48 individuell gestalteten Wollflecken. Jeder dieser Wollflecken bedeutet im Durchschnitt eine Stunde Strickarbeit, woraus für eine einzige Decke rund 48 Arbeitsstunden resultieren.

Das langjährige Gruppenmitglied Frau Huber rechnete sogar noch weiter und kommt auf ein Ergebnis von sage und schreibe 125.000 Strickmaschen für eine von ihr handgefertigte Decke.

Wer eine solche Menge an Maschen für einen wohltätigen Zweck anfertigt, kann mit gutem Gewissen in die Sommerpause gehen. Am 23. Oktober 2013 starten die „Leprastrickerinnen“ erneut mit ihrer zweiwöchigen Winterrunde und werden mit ihren selbstgemachten Kunstwerken sicherlich wieder viele hilfsbedürftige Menschen in Not erfreuen.

Wenn auch Sie den unbezahlbaren Wert der Arbeit der „Frauengruppe Leprastricken St. Michael“ schätzen und Sie gerne mit einer Spende in Form von Wolle oder eines Geldbetrages unterstützen möchten, wenden Sie sich bitten direkt an den humedica-Pressesprecher Herrn Steffen Richter über s.richter@humedica.org oder unter 08341 - 966 148 45. Helfen Sie auch weiterhin, Herzenswärme und Zuversicht zu schenken. Vielen Dank!

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