„Ich hoffe, wiederkommen zu können“

von Klaus Ruhrmann/RBU, 07.12.2012

Der Fachkrankenpfleger Klaus Ruhrmann verbrachte gemeinsam mit Patrick Khamadi und Markus Hohlweck zehn Tage im Norden Syriens, um die Bedürfnisse der schätzungsweise 25.000 syrischen Inlandsflüchtlinge im Raum Marea festzustellen. Gezwungenermaßen musste das Erkundungsteam nach Deutschland zurückkehren. Die Gedanken drehen sich aber dennoch weiterhin um die betroffenen Syrer.

„In Marea, etwa 20 Kilometer nördlich von Aleppo, wurden wir von einer gastfreundlichen Familie herzlich und begeistert aufgenommen. Wir bekamen einen Schlafraum zur Verfügung gestellt und die Kinder haben uns mit Tee versorgt.

Mit unserem Begleiter und Übersetzer haben wir ein Flüchtlingslager nahe der türkischen Grenze in Bab-Salam und Betroffene in den Orten Marea und A´zaz besucht, wo die Familien in Schulen und anderen Gebäuden oder gar auf freiem Feld untergebracht waren.

Die traumatisierten Menschen leben dort auf kalten Steinböden, ohne eine Möglichkeit, den Raum oder das Zelt zu wärmen. Die syrischen Inlandsflüchtlinge, insbesondere die Kinder, brauchen dringend medizinische Versorgung, warme Kleidung, Mützen und Schuhe, sowie Wolldecken oder auch Schlafsäcke.

Die Menschen leiden extrem: neben den Kriegsauseinandersetzungen auch unter dem frühen Wintereinbruch. Kinder und Erwachsene zeigen erste Symptome von starken Erkältungskrankheiten, Bronchitis und Durchfall. Die Menschen haben ihre Fröhlichkeit verloren, sind verängstigt und traurig.

Die Anwesenheit unseres humedica-Teams gab den Menschen Hoffnung. Hoffnung auf Hilfe und darauf, nicht vergessen zu werden. Im Krankenhaus Suran konnten wir einen Tag eine medizinische Einheit durchführen und mit Medikamenten, die wir aus der Türkei mitgebracht hatten, Kranke und Verletzte versorgen.

Nächtliche Detonationen haben aber auch uns beunruhigt und wir mussten die Sicherheitslage täglich neu bewerten, um nicht selber in eine unberechenbare Gefahrensituation zu kommen. Luftangriffe über Marea an einem der letzten unserer Einsatztage haben uns schließlich dazu gezwungen, Syrien einen Tag früher als geplant zu verlassen.

In Gedanken bin ich noch in Syrien. Immer auch in der Hoffnung, dass wir, falls sich die Lage beruhigt, wieder zurückkommen und den Menschen helfen können. So Gott will. Und ich bin froh und dankbar, dass ich die Menschen in meinem Einsatz in Syrien erleben durfte.“

Auch wenn die weiteren Hilfsmaßnahmen unmittelbar in Syrien noch eruiert werden müssen, helfen wir im Nachbarland Libanon weiterhin mit ehrenamtlichen Medizinern und Medikamenten den syrischen Flüchtlingen. Bitte unterstützen Sie uns und somit die syrischen Flüchtlinge mit Ihrer Spende auch weiterhin.

      humedica e. V.
      Stichwort „Syrische Flüchtlinge
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Auch mit dem Senden einer sms können Sie die humedica-Projektarbeit unterstützen: Stcihwort DOC an die 8 11 90 und von den abgebuchten 5 Euro fließen 4,83 Euro in die Hilfsmaßnahmen für notleidende Menschen.

Ihr Browser ist veraltet!

Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um diese Website korrekt darzustellen.

Den Browser jetzt aktualisieren×