Nach Zyklon Nilam greift die Hilfe von humedica

von Raphael Marcus, Ruth Bücker, 19.12.2012

Als Ende Oktober dieses Jahres der Zyklon Nilam nur knapp an der Nordküste Sri Lankas vorbeizog, regnete es im nördlichen Distrikt Jaffna mehrere Tage ohne Unterbrechung. Das tragische Resultat: zerstörte Häuser, überflutete Felder und mehrere Tage Einkommensverlust, meist bei den Fischern der Küstenregion.

humedica beratschlagte sich daraufhin zunächst mit der Tochterorganisation humedica International Lanka. Die Situationsbeschreibung zeigte ein erschreckendes Bild, die Schäden waren laut der zuverlässigen Aussagen der lokalen Mitarbeiter verheerend.

In Zusammenarbeit mit dem lokalen Krisenstab Sri Lankas wurden mehr als 2.000 Familien ausfindig gemacht, die von dem Wirbelsturm schwer getroffen worden waren. Darüber hinaus hatte der Zyklon allein in dem Einzugsgebiet des humedica-Ablegers zahlreiche Häuser gravierend zerstört und reparaturbedürftig hinterlassen. Für 318 Gebäude war es humedica möglich, die benötigten Materialien zur Durchführung von Reparaturarbeiten zur Verfügung zu stellen.

Dank der Hilfe des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland konnten so genannte Non Food Items (unterschiedliche Hilfsgüter außer Nahrungsmittel) auf den Weg gebracht werden. Für die Reparaturen wurden Wellbleche und Holzmaterialien angeschafft.

Die Hilfe war für acht verschiedene Distrikte auf der Jaffna Peninsula vorgesehen. Die Begünstigten wurden informiert und das Team von humedica Lanka verteilte, unterstützt von dem humedica-Mitarbeiter Raphael Marcus, an 2.300 Familien die jeweils benötigten Hilfsgüter und Materialien.

Verglichen mit den weltweiten humedica-Aktivitäten mag die Hilfe vielleicht wie eine kleine Geste erscheinen. Aber das ist weit gefehlt, wie Raphael Marcus aus seinem Einsatz berichtete: „Die Dankbarkeit und die ohnehin schon schwere und ärmliche Situation der Betroffenen sind Zeichen dafür, dass ständig und andauernd Menschen Hilfe benötigen und sie sehr schätzen - die sie aber leider in der Regel nicht erhalten.

Den Menschen ist es egal, wo humedica überall und in welcher Form Hilfe leistet - für sie ist die deutsche humanitäre Hilfe einzig für sie ins entfernte Jaffna gebracht worden, um sie beim Aufbau ihrer Häuser und ihrer Lebensgrundlage zu unterstützen. Denn es muss nicht immer eine riesige Katastrophe sein, die Leid und Trauer bringt.

Darüber und über die ersten Verteilungen wird Ihnen unser Kollege Raphael Marcus in weiteren Berichten erzählen, die Sie in den kommenden Tagen hier auf unserer Homepage finden werden. Denn nur weil es eine Katastrophe nicht in die Weltöffentlichkeit geschafft hat, bedeutet nicht, dass sie keine Geschichten zu erzählen hat.

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