Menschen leiden unter den Extremen

von Ruth Bücker, 11.01.2012

Hungersnöte, die aufgrund Dürre entstehen und kurze Zeit später starke Niederschläge, die Überschwemmungen zur Folge haben. Extreme, die Leid und Not über die betroffenen Menschen bringen und widersprüchlicher nicht sein könnten. Denn sehnt man nicht gerade in den trockensten Zeiten den Regen herbei?

Schwerste Niederschläge fluteten große Flächen Pakistans - mehrere Male innerhalb kürzester Zeit. Foto: PAK Mission Society

Auf der Hand liegt, dass während einer Dürre Wasser ein Mangelgut ist. Ohne Wasser vertrocknen die Felder der Landwirte. Ihr Vieh verdurstet. Die Beschaffung von Trinkwasser wird zu einem Kampf gegen die Zeit. Der folgende Regen hat zwar zunächst eine Linderung der Probleme zur Folge, bringt aber in vielen Fällen schlagartig die nächsten Schwierigkeiten.

Die Aufeinanderfolge der Extreme Dürre und Überschwemmung widerfuhr im vergangenen Jahr auch den Menschen in der südpakistanischen Provinz Sindh. Während weite Teile bis in den Juli hinein unter Wasserarmut und Dürre litten, führten schwerste Monsunregenfälle im August abermals zu verheerenden Überschwemmungen dieser Gebiete.

Innerhalb von drei Tagen prasselte die dreifache Menge an Regen auf die Erde nieder, die ansonsten innerhalb eines Jahres gemessen wurde. Der durch die monatelang andauernde Hitze ausgetrocknete Boden konnte nur geringe Teile des Niederschlags aufnehmen. Der Großteil der Wassermassen dagegen flutete Felder und Unterkünfte von Millionen Menschen.

Die bereits nach der Jahrhundertflut im Jahr 2010 angelaufenen Hilfsmaßnahmen konnten dank der seit diesem Zeitpunkt aufgebauten Zusammenarbeit mit dem lokalen Partner PAK Mission Society (PMS) schnellstens ausgeweitet und den neuen Umständen angepasst werden.

Kurz vor Weihnachten berichteten die Mitarbeiter der lokalen Hilfsorganisation, dass sie dank der Unterstützung von humedica bis Ende November 1.000 betroffenen Familien Hilfe zukommen lassen konnten.

In Form von Hilfspaketen erhielten die Opfer der Überschwemmungen Reis, Öl, Salz, Zucker, Milchpulver und Tee. Darüber hinaus wurden sie mit Hygieneartikeln und Moskitonetzen für die gesamte Familie versorgt und mit Wasseraufbereitungstabletten und Wasserkanistern ausgestattet.

Seit dem Sommer 2010 ist humedica mit nachhaltigen Maßnahmen am Wiederaufbau in Pakistan beteiligt, um die Menschen nach der Katastrophenhilfe auch langfristig zu unterstützen. Dass Sie, liebe Freunde und Förderer, dies bis hierher möglich gemacht haben, danken wir Ihnen herzlich.

Diese Unterkünfte schützen die Menschen weder vor der brennenden Hitze, noch vor den Niederschlägen. Foto: PAK Mission Society

Bitte unterstützen Sie uns auch weiterhin mit einer gezielten Spende bei den laufenden Wiederaufbauprojekten in Pakistan und dabei, bei einem möglichen weiteren Notfall unsere Hilfe schnell umsetzen zu können. Vielen Dank.

      humedica e. V.
      Stichwort „Fluthilfe Pakistan
      Konto 47 47
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