20 Tonnen Reis für nordkoreanisches Krankenhaus

von Ruth Bücker, 23.03.2012

Selbst in so genannten guten Zeiten hat die Bevölkerung der Demokratischen Volksrepublik Nordkorea im Alltag mit gewaltigen Herausforderungen zu kämpfen, denn im Grunde fehlt es in einem der letzten kommunistisch regierten Ländern unserer Erde an zahlreichen Gütern des täglichen Bedarfs.

Überschwemmungen und Taifune setzten diesen Getreidefeldern zu und zerstörten die Ernte. Foto: alertnet.org/Tim Large

Strukturelle Armut bedroht die Menschen, insbesondere in den ländlichen Gebieten des Landes. Es herrscht Rohstoffmangel und der Zugang zu Elektrizität und fließendem Wasser ist in manchen Landesteilen schlecht oder nur rudimentär vorhanden.

Hinzu kommen Naturgewalten wie Taifune im Sommer, begleitet von alles wegschwemmenden Regenfällen, und extreme Kälte im Winter. Und schließlich sind noch die seit Jahren herrschende Knappheit an und die mangelhafte Versorgung mit Nahrungsmitteln auf die Liste zu setzen, die das Leben der Menschen erschweren und teilweise sogar bedrohen.

Jedes dritte Kind ist laut Angaben des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen in einem derart alarmierenden Ausmaß dauerhaft von Hunger, Mangel- oder Unterernährung betroffen, dass es für sein Alter eine deutlich zu geringe Körpergröße aufweist. Ebenfalls mangel- oder gar unterernährt sei ein Viertel aller stillenden Frauen - die Folgen für den Säugling sind vorstellbar.

Um insbesondere den durch Krankheit geschwächten Menschen Hilfe in Form von Nahrungsmitteln zukommen zu lassen, wurde gemeinsam mit einem lokalen humedica-Partner am 23. März zum wiederholten Male eine Hilfsgüterlieferung, dieses Mal mit 20 Tonnen Reis, in die DVR Korea versandt.

Empfänger des nährstoffreichen Grundnahrungsmittels ist das Krankenhaus in Haeju (Hwanghae-namdo Provinz), in dem erkrankte Kinder, Frauen und Männer während ihrer stationären Behandlung medizinisch versorgt werden und durch die humedica-Lieferung wieder zu neuen Kräften kommen können.

Haeju ist eine Stadt mit 222.396 Einwohnern. Sie liegt an der Westküste des Landes, 140 Kilometer südlich der Hauptstadt Pjöngjang. Siebeneinhalb Kilometer vor der Stadt liegt der Berg Suyang, der in erster Linie wegen der dortigen Wasserfälle bekannt ist. Das Wasser von Suyang fließt über 128 Meter hohe und zwölf Meter breite Klippen in die Tiefe in einen malerischen kleinen See.

Die Demokratische Volksrepublik Nordkorea. Quelle: reliefweb.int/UNCS, Europa Technologies

Am Berg selbst ist eine alte Befestigungsanlage aus der Zeit der Goryeo-Dynastie zu besichtigen. In Haeju befindet sich ein altes steinernes Kühlhaus (ebenfalls aus der Zeit der Goryeo-Dynastie) und eine fünfstöckige Pagode. Haeju ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt; es haben sich dort vorallem Betriebe der Zement- und der chemischen Industrie angesiedelt (Informationen aus Wikipedia).

Hilfslieferungen im Wert von über einer Million Euro entsendete humedica seit 1998 in die DVR Korea, die neben Nahrungsmitteln, Saatgut oder spezieller Zusatznahrung auch Medikamente, Hygieneartikel, medizinisches Equipment und Güter des täglichen Bedarfs enthielten.

Bitte unterstützen Sie uns mit Ihrem ganz persönlichen Beitrag dabei, den Menschen in diesem Land auch zukünftig helfen zu können.

      humedica e. V.
      Stichwort „Hungerhilfe Nordkorea
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Noch einfacher, aber ebenso sicher können Sie uns auch mit einer sms unterstützen: Stichwort DOC an die 8 11 90 senden und von den abgebuchten 5 Euro leisten Sie mit 4,83 Euro einen wertvollen Beitrag bei der Hilfe für Menschen in Not. Vielen Dank.

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