Aktuelle Überflutung im Niger macht Tausende obdachlos

Entspannung der dramatischen Lage noch nicht absehbar

von Damaris Walter, 05.09.2012

Rasche humanitäre Hilfe durch engagierte Einsatzkräfte und gut strukturierte Zusammenarbeit im Katastrophengebiet sind wichtigste Vorraussetzungen für eine rasche Verbesserung der Lage in weiten Teilen Nigers, wo nach schweren Regenfällen tausende Menschen obdachlos geworden sind.

Überflutete Straßen (hier: Kollo) machen den Menschen im Niger den Alltag zum Hürdenlauf. Foto: humedica

Was den Menschen anfänglich Hoffnung machte - Regen, der eine gute Ernte zu verheißen schien - entwickelte sich zu einer unschönen Katastrophe großen Ausmaßes. Die Region Dosso, im äußersten Südwesten des Landes, ist besonders schwer von der Überflutung betroffen.

Zudem wurden auch die nördlich daran angrenzende, vom Fluss Niger durchzogene Region Tillabéry und die Hauptstadt Niamey mit ihrem Umland schwer geschädigt. Insgesamt sind über 400.000 Menschen betroffen, rund 16.000 Menschen haben ihr Zuhause verloren und stehen vor dem Nichts. Auch können die Kinder in den betroffenen Gebieten aufgrund der Überflutung nicht zur Schule gehen. Bisher fanden 52 Menschen durch die Flutkatastrophe den Tod.

humedica unterstützt zusammen mit der Partnerorganisation Hosanna Institut du Sahel 275 Familien, deren Häuser durch die Flut zerstört wurden. Die Reis-Ernte ist durch die fatalen Wassermassen gänzlich verloren. In Sarando, im Distrikt Tillabéry, nördlich von Niamey, sind 175 Familien schwer betroffen.

Das Dorf wurde komplett überschwemmt, mehr als 2000 Menschen mussten evakuiert werden. Weitere 100 Familien im Einzugsbereich der Stadt Kollo - humedicas Projektstandplatz, südlich der Hauptstadt Niamey, haben ihr gesamtes Hab und Gut sowie ihr Zuhause verloren.

Jede Familie erhält Hirse, Moskitonetze, Decken, Plastikplanen und Seife, um für die erste Zeit mit dem Nötigsten versorgt zu sein und das Schlimmste überstehen zu können. Zusammen mit seinem Partner Hosanna Institut du Sahel betreut humedica das Krankenhaus „Complexe de Santé Hosanna“ in der Stadt Kollo. Alle geplanten Hilfsmaßnahmen erfolgen in Abstimmung mit den regionalen und örtlichen Behörden.

Weitere Regenfälle sind zu erwarten, sodass eine Entspannung der Lage leider noch nicht absehbar ist. Darum bitten wir Sie, auch weiterhin unser Projekt mit gezielten Spenden zu unterstützen. Die Flutopfer im Niger sind auf Ihre Spenden angewiesen und verdanken Ihnen jede Hilfe.

      humedica e. V.
      Stichwort „Klinik Niger
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Auch mit einer kleinen sms für Menschen in Not Großes erreichen: Stichwort DOC an die 8 11 90 senden und von den abgebuchten 5 Euro gehen 4,83 Euro in die humedica-Projektarbeit. Vielen Dank!

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