Ärzte helfen syrischen Flüchtlingen mit mobilen Kliniken

Ausweitung der Hilfsmaßnahmen

von Steffen Richter, 06.09.2012

170.000 Menschen sind auf der Flucht aus ihrer umkämpften Heimat Syrien. Ziel der verzweifelten Menschen sind die Nachbarländer Türkei, Jordanien und Libanon. Im Bekaa-Tal wird ein humedica-Team am Wochenende seine medizinische Hilfe starten und damit die bisherigen Aktivitäten für syrische Flüchtlinge ausweiten. Auch in Syrien direkt plant humedica derzeit mit Hochdruck einen Einsatz.

Kaum ein Beobachter ist derzeit in der Lage, eine seriöse Beurteilung der Situation in Syrien abzugeben. Sicher ist allerdings seit Monaten, dass es sich um einen ernst zu nehmenden Konflikt handelt und insbesondere tausende Flüchtlinge auf konkrete Hilfe angewiesen sind.

„Momentan sind wir über lokale Partner in der Lage, rund 300 Menschen im syrisch-libanesischen Grenzgebiet mit Essen, Hygieneartikeln und Decken zu versorgen“, sagte Patrick Khamadi, Projektverantwortlicher in der Kaufbeurer Hauptzentrale von humedica.

„Bereits am morgigen Freitag werden zwei Einsatzkräfte nach Beirut und weiter ins Beeka-Tal reisen, wo sie Flüchtlinge in ihren provisorischen Behausungen aufsuchen und medizinische Hilfe leisten.“

Das Team setzt sich zusammen aus dem Allgemeinmediziner Dr. Martin Ulbricht (Zell bei Göppingen), der Medizinstudentin Alexa Bareis (München) und der am Montag nachreisenden Krankenschwester Cindy Chielens (Moorslede/Belgien); auch Koordinatorin Daria Napieraj (Berlin) wird erst kommende Woche im Einsatzgebiet erwartet.

„Die Situation in den behelfsmäßig errichteten Zeltunterkünften der syrischen Flüchtlinge ist unseren Informationen folgend zwar stabil und sicher, die Menschen, vor allem die Kinder, benötigen aber eine gezielte Betreuung“, führte Khamadi weiter aus.

Weiterhin plant humedica auch Hilfsmaßnahmen in Syrien direkt. „Vieles ist abhängig von der weiteren Entwicklung, unabhängig davon kommen wir in unseren Planungen voran“, erklärte Wolfgang Groß, Geschäftsführer von humedica, der selbst erst vor drei Wochen im Libanon war, um sich persönlich einen Überblick zu verschaffen.

humedica bittet die Bevölkerung in Deutschland um konkrete Spenden für die wichtige Hilfe zugunsten syrischer Flüchtlinge im Libanon und alle weiteren geplanten Projekte:

      humedica e. V.
      Stichwort "Syrische Flüchtlinge"
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Auch mit einer kleinen sms für Menschen in Not Großes erreichen: Stichwort DOC an die 8 11 90 senden und von den abgebuchten 5 Euro gehen 4,83 Euro in die humedica-Projektarbeit. Vielen Dank!

humedica ist sehr dankbar für die wertvolle Unterstützung dieses Einsatzes durch Apotheker helfen e. V. - Hilfswerk der Bayerischen Apotheker und Operation Blessing.

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