Rettung für Bernard: Spezieller Hilferuf an Sie

von Ruth Bücker, 16.03.2012

Schwere Verbrennungen sind nicht nur extrem schmerzhaft, sie können darüber hinaus lebensbedrohlich sein. Je nach Ausmaß und betroffener Körperoberfläche tritt unter Umständen ein Kreislaufschock bei dem Brandopfer ein, der zu Organversagen führen kann.

Darüber hinaus sind insbesondere in ärmeren Ländern, in denen dem medizinischen und hygienischen Standard beispielsweise einer deutschen Klinik nicht entsprochen werden kann, die offenen Brandwunden eine Gefahrenquelle für schwerwiegende Entzündungen und unter Umständen einer Sepsis.

Unter der Maske aus Kunsthaut hat Bernard schlimmste Verbrennungen erlitten. Seine Ehefrau kümmert sich um ihn. Woanders hingehen könnte sie auch nicht. Foto: humedica/Katja Völkl

Bernard Assangou erlitt bei der schweren Explosionsserie in Brazzaville Verbrennungen am Oberkörper, an seinem rechten Arm und im Gesicht. Die Verletzungen von denen hier die Rede ist, gehen über oberflächliche Verbrennungen weit hinaus und Bilder des Verletzten sind erschreckend und zutiefst erschütternd.

Medienkoordinatorin Katja Völkl sprach neun Tage nach dem schrecklichen Ereignis mit Bernards Frau, die zunächst um ihren Mann bangte und nur langsam wieder neuen Mut und Hoffnung schöpfen kann. Mut und Hoffnung, die wir ihr dank Ihrer Hilfe, liebe Förderer, zurückgeben können.

Es begann um 8:15 Uhr in der Früh. Mein Mann wollte gerade zur Kirche gehen, als sich die erste Explosion ereignete“, berichtet Bernards Ehefrau. „Im gleichen Moment, als Bernard die Explosion hörte und sah, stürzte unser Haus ein. Er eilte zurück, um nach uns zu sehen und entdeckte den Trümmerberg. Unseren Kindern und mir war nichts geschehen.

Kurz darauf geschah die zweite Explosion, bei der mein Mann seine schweren Verletzungen erlitt. Sein Gesicht brannte, sein ganzes Gesicht und sein Arm standen in Flammen. Ich rannte in das Feuer, um ihn herauszuholen und brachte ihn ins Krankenhaus.“

Die Explosionsserie zerstörte ihr Haus und begrub all ihr Hab und Gut unter den Trümmern. „Mein Mann hat nur noch eine kurze Hose“, erzählt die Frau. „Sonst haben wir nichts mehr.“ Ihre Söhne musste Bernards Frau zur Schwester schicken, damit diese sich um die beiden Jungs kümmert. Sie selbst schläft im Krankenhaus bei ihrem Mann.

Die Operation seines Armes war nur eine von zahlreichen Eingriffen, die noch folgen müssen für seine Genesung. Foto: humedica/Katja Völkl

Zum einen, da sie bei dem schwer verletzten Bernard sein und sich um ihn kümmern möchte, ihn versorgen, mit ihm sprechen und ihm Nahrung einflößen möchte. Zum anderen, weil sie keine Alternative hat. All ihre Kraft konzentriert sich auf den Mann, der mit einer Maske aus Kunsthaut im Gesicht vor ihr im Krankenbett liegt.

Die verbrannte Haut musste zunächst entfernt werden, bevor wir eine Kunsthaut auf das Gesicht legen konnten“, erklärt humedica-Arzt Norman Hecker die Behandlung und Wirkung der Maske. „Aus einem Stück dieser Kunsthaut fertigten wir Bernard eine Gesichtsmaske an, Mund- und Augenpartie schnitten wir aus und passten die Maske dem Gesicht an.“ Die Verbrennungen am Arm erforderten einen chirurgischen Eingriff und nun tägliche Nachbehandlungen.

Momentan sind die Vitalfunktionen von Bernard stabil, er ist phasenweise ansprechbar und erhält bereits zusätzlich zu der Infusionsbehandlung erste Nahrung auf dem natürlichen Weg.

Es muss aber stets damit gerechnet werden, dass sich seine Situation wieder verschlechtert. Infektionen sind ständige bedrohliche Begleiter auf Bernards Weg der langsamen Genesung und ohne die nötigen labortechnischen Untersuchungen können die Entzündungserreger nicht benannt und behandelt werden.

Die Experten des humedica-Teams diagnostizierten darüber hinaus die Notwendigkeit einer Hauttransplantation für die betroffenen Körperstellen, insbesondere im Gesicht.

Bei schweren Verbrennungen kann es bereits ab betroffenen 10 Prozent der gesamten Körperoberfläche zu lebensbedrohlichen Komplikationen kommen. Bei Bernard Assangou, der schlicht zur falschen Zeit am falschen Ort war und unverschuldet verletzt wurde, betreffen die Wunden 16 Prozent seiner Körperoberfläche.

Liebe Freunde: dies ist ein seltener Weg des Hilfeaufrufs an Sie, da es sich hierbei nicht um die Hilfe für möglichst viele Menschen handelt, sondern um die spezielle Hilfe für einen einzigen Menschen - in diesem Fall für Bernard.

Wir möchten Sie herzlich bitten, dass Sie mit einer gezielten Spende den humedica-Arbeitszweig der Einzelfallhilfe unterstützen. Es ist das Leben eines Mannes, das wir gemeinsam retten können. Eine Familie, der wir Hoffnung schenken können.

Bitte helfen Sie uns.

      humedica e. V.
      Stichwort „Einzelfallhile
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

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