„Am wichtigsten ist, dass wir leben.“

von Antje Weber, 17.04.2012

Beim Anblick der Schwerverletzten stockt einem der Atem. Bernard, 52 Jahre, hat bei der Explosion des Munitionslagers in Brazzaville Verbrennungen dritten Grades im Gesicht, am Oberkörper und am rechten Arm davon getragen. Auch vier Wochen nach der Katastrophe muss er unerträgliche Schmerzen haben. Und doch lacht er. „Am wichtigsten ist, dass wir leben.“, sagt er gegenüber Koordinatorin Antje Weber bei einem Krankenbesuch.

Erneut ist der erfahrene Katastrophenmediziner Prof. Dr. Dr. Bernd Domres aufgebrochen, um Menschen in Not zu helfen. Auf dem Bild arbeitete er in Chile. Foto: humedica

Ähnlich geht es Yvette. Die 48-jährige Mutter hat schwerste Verbrennungen an beiden Beinen erlitten. Direkt nach der Explosion führte der erfahrene Katastrophenmediziner Prof. Dr. Dr. Bernd Domres auch bei ihr Hauttransplantationen durch. Diese schnelle Hilfe war lebensrettend. Bis zur gänzlichen Heilung ist es jedoch noch ein weiter Weg. Täglich müssen die Wunden gesäubert und die Verbände gewechselt werden.

Im Krankenhaus fehlt es jedoch an den meisten Dingen, die dafür notwendig sind. Es gibt weder ausreichend Schmerzmittel noch spezielles Verbandsmaterial. Gerade einmal zwei leichte Schmerztabletten erhalten die Verletzten pro Tag - in etwa die Dosis, die wir in Deutschland schon bei Kopfschmerzen zu uns nehmen.

Darüber hinaus drohen durch die schlechten hygienischen Verhältnisse und die Unterbringung in Mehrbettzimmern Infektionen. humedica hat sich deshalb entschieden, zwei weitere Teams für je zwei Wochen zu entsenden, um die Behandlung der Schwerverletzten sicherzustellen.

Mitsamt dem benötigten Material machte sich am vergangenen Freitag Professor Bernd Domres erneut auf den Weg nach Brazzaville. „Bernard und Yvette haben sich riesig über das Wiedersehen gefreut“, sagt der Mediziner nach seinem Patientenbesuch am Samstag. Wenige Tage darauf traf auch Matthias Haun in Brazzaville ein. Gemeinsam werden die beiden Ärzte nun Hauttransplantationen und die weitere Versorgung der Wunden durchführen.

Damit auch über die Präsenz von humedica-Teams hinaus eine angemessene Versorgung gewährleistet werden kann, schulen die beiden Ärzte das lokale Personal sowohl im Hinblick auf Verbandswechsel bei Brandwunden, als auch für die Durchführung von Hauttransplantationen. So kann auch in Zukunft vielen Opfern geholfen werden!

Auch in den Auffanglagern geht die Hilfe von humedica weiter - dank Ihrer Unterstützung. Foto: humedica/Ursula Miller

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      Stichwort „Katastrophe Kongo
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