Mehr Gewicht, mehr Gesundheit

von Katja Weber/SHU, 24.01.2012

Etwa vier Monate ist es her, seit humedica das erste Mal im Tei Wa Yesu Health and Family Care Center Mais, Bohnen und Öl verteilt hat. In dem kleinen Ort Gai hat sich nicht viel verändert seither - im Leben der Patienten sehr wohl.

Die 120 Frauen, Männer und Kinder sind alle HIV-positiv. Es ist sehr wichtig, dass sie sich ausreichend ernähren, denn die Krankheit schwächt sie und die lebensnotwendigen Medikamente schlagen zusätzlich auf den Magen. Wie in vielen Gebieten Kenias war auch hier im Osten des Landes der Regen seit Jahren ausgeblieben, die Ernte mal wieder ausgefallen.

Der Gesundheitszustand der HIV-infizierten Menschen in Gai hat sich deutlich verbessert, seit humedica vor vier Monaten mit der Verteilung von Mais, Bohnen und Öl begann. Foto: humedica/Katja Weber

Die landesüblichen Lebensmittel, die humedica alle zwei Wochen angeliefert hat, haben Großes bewirkt: 90 Prozent der Patienten haben seit Oktober zugenommen, über 90 Prozent waren dank der stärkenden Nahrung in der Lage, regelmäßig ihre Medikamente zu nehmen. Ihr Gesundheitszustand hat sich verbessert.

Eine der Patientinnen, die wir wieder treffen, ist Florence. Ihre Dankbarkeit macht demütig. Sie hat uns ein Geschenk mitgebracht: Kleine Eier von den paar Hühnern, die ihr und anderen Familien geblieben sind. Gut sieht sie aus und bestätigt uns mit einem großen Lächeln, dass sie sich stärker fühlt.

Die ganze sechsköpfige Familie hatte dank der humedica-Spende in den vergangenen Monaten ausreichend zu essen, und wo Nachbarn waren, die weniger hatten, hat sie selbstverständlich etwas für sie abgezweigt. Sie weiß aber auch von anderen Haushalten, deren Familien so groß sind, dass sie Mühe hatten, alle zu versorgen - auch wenn sich 30 Kilogramm Mais, 30 Kilogramm Bohnen und 2,5 Liter Öl alle zwei Wochen nach einer großen Menge anhört.

Florence hat in der Regenzeit Bohnen angepflanzt. Aber bevor sie richtig ernten konnte, hörte der Regen auf, und die Sonne brannte wieder vom Himmel. Der Großteil der Pflanzen ist vertrocknet, bevor sie Frucht tragen konnten. Sie beklagt sich nicht, aber man sieht ihr die Sorge um die Zukunft an. Denn die magere Ernte von 60 Kilogramm Bohnen wird bald aufgebraucht sein.

Paul, der Administrator des Gesundheitszentrums, spricht aus, was wohl alle denken: „Wir danken humedica von Herzen für die vielen Säcke Mais und Bohnen, und für die Kanister mit Öl, die hier über vier Monate angeliefert wurden. Unsere Krankenakten zeigen uns schwarz auf weiß, dass sich das Leben der Patienten verbessert hat. Wenn die Menschen in Deutschland uns nochmals über den nächsten schweren Monat bis zur hoffentlich im März kommenden Regenzeit unterstützen könnten, wäre das eine großartige Hilfe.“

Ein Besuch in der nebenan gelegenen Grundschule bestätigt, dass auch die Waisenkinder von den Lieferungen profitiert haben. Sie sind fröhlich, hüpfen und rennen über den staubigen Schulhof. Das Essen hat ihren kleinen Körpern gut getan.

Liebe Freunde und Förderer, bitte unterstützen Sie die humedica-Hilfsmaßnahmen mit einer gezielten Spende und tragen dazu bei, dass wir die Not der Menschen am Horn von Afrika lindern können. Vielen Dank!

      humedica e. V.
      Stichwort „Hungerhilfe Afrika“
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Sicher, schnell und einfach ist auch die Möglichkeit der Unterstützung durch das Senden einer sms: Textmitteilung mit Stichwort DOC an die 8 11 90. Von den damit gespendeten 5,- Euro fließen 4,83 Euro direkt in die humedica-Katastrophenhilfe.

humedica-Koordinatorin Katja Weber trifft Grundschulkinder auf dem Heimweg. Auch sie fühlen sich dank der Versorgung mit Nahrungsmitteln wieder besser. Foto: humedica

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