Hilfe für Aids-Waisen und ihre Pflegefamilien

von Katja Weber, 16.03.2012

Voi liegt im Osten Kenias, auf der Strecke zwischen Nairobi und Mombasa. Und damit im Nirgendwo zwischen der geschäftigen Hauptstadt und der entspannten Küstenstadt, zwischen Wirtschaft und Tourismus.

Die Fürsorge gegenüber Familienmitgliedern und das Zusammengehörigkeitsgefühl werden in Kenia groß geschrieben. Foto: humedica/Katja Weber

Hier ist, wie in den meisten Gebieten Kenias, die HIV/Aids-Rate in den vergangenen Jahren zwar deutlich zurückgegangen. Aber die Auswirkungen sind dennoch überall spürbar: Viel zu viele Kinder sind Waisen, weil Vater und Mutter an Aids gestorben sind.

Die Kenyan Evangelical Lutheran Church (KELC) kümmert sich in einem Projekt in Voi um 50 Waisenkinder. Sie alle leben anstatt in einem Waisenhaus mit ihren Verwandten. Im Kreis der sieben bis zehn Stiefgeschwister sollen die Vollwaisen in einer familiären Umgebung aufwachsen.

Die Familien leben ein ohnehin karges Leben, und trotzdem sind sie selbstverständlich dazu bereit, ein weiteres Kind in ihrer Mitte aufzunehmen. Um ihnen zu helfen, hat humedica gemeinsam mit KELC ein dreimonatiges Lebensmittel-Projekt gestartet, von Januar bis März 2012.

Die Familien erhalten je nach eigenem Einkommen und Kinderzahl entsprechende Mengen an lokalen Lebensmitteln wie Bohnen, Mais, Öl und Salz. Außerdem wurden sie mit der Sachspende des deutschen Unternehmens Gefro-Reformversand Frommlet KG unterstützt: Trockenmilch und Suppenpulver. Die Familien leben in der Kleinstadt Voi und in vier umliegenden Gemeinden.

Die Menschen hier sind Kleinbauern. Unsere Erde ist fruchtbar - aber es gab lange keinen Regen. Die Erddämme sind alle ausgetrocknet. Wir kaufen nun jeden Tropfen, den wir für den täglichen Bedarf benötigen, von einem Wasser-Truck. Wie sollen wir da Wasser zum Gießen haben?“, fragt der Dorfälteste, Martin Manjewa Mwakindo.

Er berichtet, dass das Wasser für sein Dorf Marere 50 Kilometer weit angefahren wird, aus einer Quelle des Kilimandscharo. Für einen 20 Liter fassenden Kanister bezahlen die Einheimischen 25 Kenianische Schilling, das entspricht rund 25 Eurocent.

humedica-Mitarbeiter Joshua Ogola im Gespräch mit dem Dorfältesten Martin Manjewa Mwakindo. Foto: humedica/Katja Weber

Ganz schön viel an einem Ort, wo die meisten nur ab und zu einen Job als Tagelöhner bekommen, was im besten Fall 200 Schilling einbringt.

In Marere sind es zehn Familien, die Lebensmittelpakete erhalten. Der Dorfälteste spricht für alle, die an diesem Tag mit Lebensmitteln versorgt werden: „Wir sind so dankbar für die Unterstützung von humedica. Wir nehmen sie aus Gottes Hand.

Geregelte Mahlzeiten sind für uns, liebe Freunde von humedica, glücklicherweise der Normalfall. Mit Ihrer Spende können Sie dazu beitragen, dass in die angespannte Nahrungsmittelsituation am Horn von Afrika ein wenig Entspannung einkehrt. Vielen Dank.

      humedica e. V.
      Stichwort „Hungerhilfe Afrika
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Auch mit einer sms können Sie helfen: ganz einfach das Stichwort DOC an die 8 11 90 senden. Von den abgebuchten 5 Euro gehen 4,83 Euro unmittelbar an humedica.

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