humedica-Schlagzeilen

Oktober 2012

von Carolin Appelt, Ruth Bücker, Maren Walter, 22.10.2012

+++ Laufrunden zu versteigern +++ Eine Küche für den Niger +++ Vom Tipizelt in die weite Welt +++ Gemeinsam den Fluten getrotzt +++ Wasser-Gemeinschaft in Äthiopien

Laufrunden zu versteigern

Jedes Jahr im Sommer veranstaltet die Private Wirtschaftsschule Frenzel aus Kaufbeuren zum Schuljahresende einen Sporttag, der vor den wohlverdienten Ferien nochmals alle Schülerinnen und Schüler zusammenbringt. In diesem Jahr gab es ob des herrlichen Wetters einen Dauerlauf der besonderen Art, im Freien.

Drei, zwei, eins... Los geht´s! Für den guten Zweck erliefen die Schülerinnen und Schüler der Wirtschaftsschule Frenzel 1.000 Euro. Foto: privat

Von dem Wunsch angetrieben, Gutes zu tun, hatten sich die Mädchen und Jungen im Vorfeld um Sponsoren aus der Familie oder dem Bekanntenkreis bemüht. Diese Unterstützer kauften sich in das Rennen ein, indem sie den Sportlern pro gelaufener Runde einen gewissen Betrag zusagten.

Anstatt das Geld für die bevorstehende Freizeit, Schwimmbadbesuche oder den eigenen Urlaub zu sparen, waren sich die Schülerinnen und Schüler aber einig darüber, das Geld an humedica spenden zu wollen: „Das Geld soll an Kinder gehen, die keine Eltern haben, oder allgemeiner an Menschen, die in katastrophalen Verhältnissen leben müssen.

Zwischen zehn und 15 Runden liefen die meisten der engagierten jungen Kaufbeurer. Die Spitzenläufer erreichten mit großem Einsatz sogar mehr als 20 Runden. Was auf diesem Weg schließlich gespendet werden konnte, sind unglaubliche 1.000 Euro. 1.000 Euro, die für zahlreiche unverschuldet in Not geratene Menschen ein ganzes Leben bedeuten.

Das gesamte humedica-Team möchte sich für diese respektable Leistung von Herzen bedanken! Und falls auch Sie diesem Beispiel folgen möchten, können Sie nähere Informationen untenstehender Broschüre entnehmen oder Herrn Joachim Panhans kontaktieren: Telefon 08341 - 966 148 46; per eMailj.panhans@humedica.org

Eine Küche für den Niger

„Mein Name ist Carolin Appelt. Ich bin Kinderkrankenschwester und arbeite seit Kurzem in der humedica-Klinik in Kollo. Das Krankenhaus ist vorrangig für Kinder und Frauen, die neben ihrer eigentlichen Erkrankung oft unterernährt sind und die Klinik sehr geschwächt erreichen.

Eine Küche scheint auf den ersten Blick nicht das Notwendigste zu sein. Auf den zweiten Blick jedoch schon. Foto: humedica/Tanja Osterried

Die Patienten mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen, ist daher von großer Bedeutung und humedica stellt für die kleinen Patienten und ihre Mütter zwei Mahlzeiten pro Tag bereit. Dafür wird allerdings eine Küche benötigt, für die bisher leider die finanziellen Mittel fehlten.

Um trotzdem direkt mit der Patientenversorgung zu beginnen, wurde eine provisorische Küche in einer Art Blechhütte eingerichtet, in der ein Kühlschrank, ein Gasherd und ein Regal für Küchenutensilien Platz fanden.

Eine Kobra direkt neben der Küche war an meinem ersten Arbeitstag ein ziemlicher Schreck und es ist nicht nur beängstigend, sondern sehr gefährlich für die Patienten und Mitarbeiter. Ein großes Anliegen - und Notwendigkeit - ist daher der Ausbau dieser Küche.

Wollen Sie uns dabei helfen, dass in Zukunft Lebensmittel sicher gelagert und zubereitet werden können? Dann unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende, in der humedica-Klinik im Niger für ein geeignetes Küchengebäude mit fließend Wasser, Strom, Schränken und weiteren nötigen Küchenutensilien zu sorgen. Ihre Spende an humedica überweisen Sie bitte mit dem Stichwort “Klinik Niger” auf das Konto 47 47 der Sparkasse Kaufbeuren (BLZ 734 500 00). Jeder Euro zählt!”

Vom Tipizelt in die weite Welt

Das Wetter hat uns leider einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber dennoch hat sich unser Engagement gelohnt.“ Mit diesen Worten übergaben Vera Heidler und ihr Lebensgefährte Heinrich Miller Anfang Oktober einen Beutel mit Münzen und Geldscheinen an humedica.

Ein Tipizelt in Kammlach, von dem aus Vera Heidler und ihr Lebensgefährte Heinrich Miller Gutes leisteten. Foto: privat

Eine Spende, die auf besonderem Weg mit einer beeindruckenden Aktion zusammengekommen ist: Das Paar aus Kammlach bei Mindelheim hatte bereits Wochen vor dem eigentlichen Ereignis in Zeitungen inseriert und bei Unternehmen angefragt, ob sie alte Gegenstände für einen Flohmarkt zur Verfügung stellen würden.

In einem Tipizelt und ihrem Garten verkauften Vera und Heinrich schließlich über den Zeitraum eines gesamten Wochenendes die Dinge, die sie zuvor mühselig an ihren Feierabenden und freien Tagen abgeholt und zum Zwischenlagern in ihre Garage gebracht hatten.

Der Erlös dieses Flohmarktes, der 520 Euro und dreizehn Cent beträgt, ging ohne eine Projekt- oder Ländergebundenheit an humedica: „Uns ist es wichtig, dass die Spende dort eingesetzt wird, wo es am nötigsten ist“, so die zwei Flohmarktbetreiber. Und da sind sie sich bei humedica sicher.

Für diese großartige Unterstützung bedanken wir uns sehr herzlich bei den beiden Engagierten aus Kammlach. Eine tolle Idee mit noch besserem Ergebnis und der Möglichkeit der Nachahmung auch von Ihnen.

Gemeinsam den Fluten getrotzt

Toni Grosshauser ist der zuständige Mitarbeiter für die Projekte in Pakistan, die humedica seit den vernichtenden Überschwemmungen im Jahr 2010 betreibt. Die Lebensumstände der pakistanischen Bevölkerung haben sich seitdem - zumindest partiell - zwar verbessert. Rückschläge treten dennoch immer wieder auf, wie Toni Grosshauser bei seiner kürzlich stattgefundenen Reise erneut feststellen musste:

Ein erschreckendes, gleichzeitig aber auch ermutigendes Bild: zerstörten vor Jahren die Fluten noch alle Hütten, so trotzten die von humedica wiederaufgebauten Häuser dieses Mal den Wassermassen. Foto: humedica

Die letzten Monsun-Regenfälle haben abermals akute Überschwemmungen verursacht und ausgedehnte Zerstörungen zur Folge gehabt“, berichtet Projektleiter Grosshauser. „Laut der „National Disaster Management Agency“ (NDMA) sollen insgesamt 4,5 Millionen Menschen
betroffen und 275.000 Häuser zerstört sein.

Die Menschen campierten wie bereits vor zwei Jahren am Straßenrand, hätten ihre Behausungen verloren und nur wenige Habseligkeiten überhaupt retten können, berichtet der gebürtige Norddeutsche weiter.

Zwischen all diesem Unglück erreichte ihn aber auch eine sehr positive und ermutigende Nachricht: alle Häuser, die humedica mit seinem Partner in einem der besonders stark betroffenen Gebiete wiederaufgebaut hatte, haben den Überschwemmungen standgehalten.

Und das sei nicht der einzige Lichtblick während seiner Reise gewesen, wie Toni Grosshauser erzählt: „Wir besuchten außerdem vier Dörfer in einer Region, wo bei meinem letzten Besuch die Frauen noch weite Wege zum Wasserholen zurücklegen mussten. Jetzt allerdings stehen dort Handpumpen, die Grundwasser in unmittelbarer Dorfnähe verfügbar machen. Insgesamt sind 37 Wasserschöpfstellen geschaffen oder wiederhergestellt worden - und das alles mit humedica-Restgeldern von dem Häuserbau.“

Vielen Dank für all Ihre Unterstützung während der vergangenen Jahre, liebe Freunde und Förderer. Durch Ihre Hilfe konnten wir zumindest einem Teil der pakistanischen Bevölkerung nicht nur während der akuten Katastrophenphase beistehen. Vielmehr konnten wir durch die Wiederaufbauprojekte Nachhaltigkeit in die Familien bringen, die ihnen jetzt zu Gute kommt.

Wasser-Gemeinschaft in Äthiopien

Der Zugang zu Wasser stellt für viele Menschen in Äthiopien nicht erst seit der Dürrekatastrophe im vergangenen Jahr ein großes Problem dar. Vor allem die ländliche Bevölkerung leidet unter den Folgen, die unter anderem zu gesundheitlichen Schäden und Ernährungsunsicherheit führen.

Lange Wege zu entfernten Wasserstellen gehören für 1.300 Menschen bereits der Vergangenehit an. Mit Ihrer Hilfe können wir noch mehr erreichen. Foto: humedica/Maren Walter

Dies betrifft auch die Familien des humedica-Patenschaftsprogramms. In dessen Rahmen wurde im September im Kurkura Kebele im ländlichen Debre Zeyt, das sich etwa anderthalb Stunden Autofahrt entfernt von der Hauptstadt Äthiopiens befindet, eine Wasserstelle für die Gemeinde erricht.

Ziel des Programms ist, neben der konkreten Hilfe für einzelne Familien auch die umliegende Bevölkerung zu unterstützen. Nicht nur 20 Familien aus unserem Patenschaftsprojekt, sondern 380 weitere Familien aus der Umgebung freuen sich nun über die neue Wasserstelle.

Mehr als 1.300 Menschen können nun dank der Hilfe von humedica mit dem lebensnotwendigen Gut versorgt werden. Sie unterstützen noch keine Familie? Dann werden Sie hier zum Paten und Begleiter einer äthiopischen Familie.

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