Deutsch-chinesische Zusammenarbeit im Bereich Katastrophenmedizin - drei humedica-Ärzte beteiligt - Prof. Dr. Domres übernimmt Vorsitz der Gesellschaft

von Lothar Rühl/SRI, 13.01.2012

humedica-Vorstandsmitglied Georg Müller (Solms bei Wetzlar) war Teil einer achtköpfigen Delegation, die vor wenigen Tagen von Konsultationen in der chinesischen Millionenstadt Wuhan am Jangtsekiang in der Provinz Hubei (Zentralchina) zurückgekehrt ist.

Der medizinische Direktor von humedica und Allgemein- sowie Rettungsmediziner Georg Müller war Teil einer achtköpfigen deutschen Delegation in China. Foto: privat

Die deutschen Ärzte gründeten mit ihren dortigen Kollegen die Deutsch-Chinesische Gesellschaft für Katastrophen- und Rettungsmedizin, deren Vorsitzender der Tübinger Katastrophenmediziner Prof. Dr. Dr. Bernd Domres wurde. Prof. Domres unterstützt seit vielen Jahren unsere medizinische Katastrophenhilfe als Mitglied der humedica-Ärzteteams.

Gleiches gilt für Dr. Philipp Fischer (Bonn), der in der jüngeren Vergangenheit verschiedene Einsätze in der roten humedica-Weste absolvierte und nun Teil der deutschen Delegation in China war.

Deutlich stärker und älter ist die Verbindung unseres Vorstandsmitglieds Georg Müller zu humedica. Der 60jährige Mittelhesse hatte nicht nur die Idee zu den mittlerweile weltweit geschätzten medizinischen Teams, er nahm insbesondere in der Anfangszeit auch regelmäßig an Einsätzen teil.

Für humedica eröffnen sich durch eine mögliche Kooperation mit der neu gegründeten Deutsch-Chinesischen Gesellschaft für Katastrophen- und Rettungsmedizin neue Möglichkeiten der Hilfe in China bei etwaigen Nothilfeeinsätzen. Bei den Gesprächen wurde auch eine Großübung für Katastrophenmedizin im kommenden Jahr in der Türkei erörtert. Dabei werden türkische, chinesische und deutsche Ärzte ihre Zusammenarbeit bei der Rettung nach Naturkatastrophen üben.

Die feierliche Vertragsunterzeichnung zur Gründung der Gesellschaft fand im einstigen Gästehaus des chinesischen Führers Mao Tsetung statt, in dem er während seiner Herrschaft zahlreiche Staatsmänner empfangen hat.

Die Delegation hatte sich zuvor im Tongji Hospital in Wuhan mit chinesischen Kollegen getroffen. Mit 4000 Betten ist das Haus eine der größten Kliniken weltweit. Nach Angaben von Georg Müller verfügt die Klinik allein über 600 Betten in der Unfallchirurgie.

Das Krankenhaus geht auf den deutschen Marinearzt Erich Paulun (1862 - 1909) zurück, der in Shanghai zunächst eine Klinik baute und später die „Deutsche Medizinschule für Chinesen in Shanghai“, die heute als Tongji-Universität arbeitet.

Die drei humedica-Einsatzkräfte Dr. Georg Müller (2. v. r.), Prof. Dr. Dr. Bernd Domres (7. v. r.) und Dr. Philipp Fischer (8. v. r.) während des Abschlussfotos mit ihren chinesischen Kollegen und anderen deutschen Delegationsteilnehmern. Foto: privat

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