humedica entsendet Ärzteteam in die Republik Kongo

von Steffen Richter/RBU, 07.03.2012

Die Explosion eines Munitionsdepots in der kongolesischen Hauptstadt Brazzaville am Sonntagmorgen hat dramatischere Konsequenzen als bislang angenommen. Präsident Denis Sassou Nguesso beklagte in einer Ansprache an die Bevölkerung den Tod von bisher 146 Menschen. Etwa 1500 Menschen seien verletzt worden. Diplomaten in Brazzaville befürchten sogar mehr als 200 Tote, darüber hinaus gefährden die noch immer lodernden Brandherde ein weiteres Munitionslager.

Nach offiziellen Angaben sei ein Kurzschluss Auslöser der gewaltigen Explosion gewesen. Die kaum vorstellbaren Dimensionen dieses Unglücks aber stellen die lokalen Helfer vor große Herausforderungen im medizinischen und logistischen Bereich. Entsprechend bat die Regierung durch Präsident Denis Sassou Nguesso um konkrete Hilfe.

Rettungskräfte sind noch immer auf der Suche nach Verschütteten, Verletzten und Toten unter den Trümmern rund um die Unglücksstelle. Vertreter von Krankenhäusern in Brazzaville riefen die Menschen zu Blutspenden auf.

Nach der Anfrage von Regierungsseite haben wir in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Katastrophenmedizin sofort ein hochqualifiziertes Ärzteteam zusammengestellt“, erklärte humedica-Geschäftsführer Wolfgang Groß bereits am Dienstagnachmittag.

Die Einsatzkräfte werden bereits in wenigen Stunden in Richtung Kongo aufbrechen. Wir sind sehr dankbar, dass das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland unsere Hilfe erneut gezielt unterstützt und wir mit der internationalen Organisation Mercy Ships einen kompetenten Partner haben.

Neben dem erfahrenen Katastrophenmediziner und Chirurgen Prof. Dr. Dr. Bernd Domres (Tübingen) bilden die Anästhesistin Dr. Annette Frick (Balingen) sowie Chirurg Dr. Philipp Fischer (Bonn) und Krankenpfleger Sebastian Möschen (Sonthofen) das Team. Geleitet wird der Einsatz der Gruppe der humedica-Helfer von Koordinatorin Katja Völk (Wetzlar) . Sie sind ausgestattet mit speziellen Medikamenten und medizinischem Bedarf zur Erstversorgung von bis zu 3000 Patienten.

Bitte unterstützen Sie die humedica-Hilfe für die Opfer der schweren Explosionen im Kongo mit einer gezielten Spende.

      humedica e. V.
      Stichwort "Katastrophe Kongo"
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Auch mit einer kleinen sms Großes bewirken: Stichwort DOC an die 8 11 90 senden und von den abgebuchten 5 Euro fließen 4,83 Euro unmittelbar in die humedica-Katastrophenhilfe.

Die Detonationen der Explosionen zerstörten das Haus dieses Mannes in Brazzaville. Foto: alertnet.org/Jonny Hogg

Ihr Browser ist veraltet!

Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um diese Website korrekt darzustellen.

Den Browser jetzt aktualisieren×