Besuch im Kinderdorf Brasilien: "Eine Reise, die mein Leben verändert hat"

von Rebecca Groß/SRI, 20.04.2012

"Im Jahr 2010 habe ich zum ersten Mal Brasilien besucht. Ich begleitete meinen Vater damals auf einer Reise, die mein Leben verändert hat." Zwei Jahre nach ihrem ersten Besuch kehrte Rebecca Groß nach Nova Friburgo zurück und machte erneut bewegende Erfahrungen.

Rebecca Groß war bereits zum zweiten Mal im Projekt in Brasilien. Foto: humedica

Nie hätte ich geglaubt, dass ich mich in einem fremden Land so wohl fühlen könnte. Auch wenn die Zeit kurz war, habe ich mich damals in das Projekt und in die Menschen dort buchstäblich verliebt. Die Wärme und Offenheit, mit der ich dort aufgenommen wurde, ist für mich schwer in Worte zu fassen.

Nun, nach zwei Jahren, in denen ich die mittlere Reife erworben habe und älter geworden bin, war es wieder soweit: Ich reiste in den Osterferien zum zweiten Mal nach Nova Friburgo und besuchte die Menschen in der Kindertagesstätte von humedica. Um mir diesen Wunsch erfüllen zu können, habe ich auch dieses Mal wieder hart gearbeitet und den Lohn über einen längeren Zeitraum gespart, damit ich das Flugticket finanzieren konnte.

Klar, ich hätte das Geld manchmal gerne für etwas anderes ausgegeben; aber ich muss ehrlich sagen, zwei Wochen in Brasilien waren so viel besser als alles, was ich mir ansonsten vorstellen kann.

Auch dieses Mal begleitete ich wieder meinen Vater und die brasilianische Ordensschwester Beatriz Semiano von den Dillinger Franziskanerinnen, die beide dem Vorstand von humedica Brasilien angehören und zu einem Monitoringbesuch sowie zur Jahreshauptversammlung des Vereins nach Campo do Coelho nahe Nova Friburgo reisten.

Bis zu 250 Kinder werden im humedica-Kinderdorf täglich betreut. Foto: humedica

Unsere Reise begann am 31. März in München. Von dort aus ging es nach Madrid und dann weiter nach Rio de Janeiro. Ich muss zwar zugeben, dass ich es ganz spannend finde, mit einem Flugzeug zu fliegen; schlafen ist in diesem Transportmittel aber für mich ein Ding der Unmöglichkeit, da insbesondere bei IBERIA die Bestuhlung in der Kabine sehr eng ist.

Nach der Ankunft am Zielflughafen erwarteten uns noch zwei Stunden Autofahrt nach Nova Friburgo. Ich war froh und sehr dankbar, als ich endlich in einem Bett lag und die Augen schließen konnte.

Am nächsten Tag fuhren wir dann ins Projekt, das an der Straße zwischen Nova Friburgo und Teresópolis in der Nähe des Ortes Campo do Coelho, das bedeutet Hasenfeld, liegt. Gewohnt habe ich während des Aufenthaltes in Brasilien bei Magali Turler und ihrer Familie. Magali ist die Leiterin des Projekts. Ihre Tochter Gabriela gehört zu den drei besten Freunden, die ich in Brasilien gefunden habe. Sie möchte im nächsten Jahr, nach ihrem Schulabschluss, die Betreuung der Familienpatenschaften übernehmen.

Ich habe das Projekt und die Kinder dieses Jahr noch besser kennen gelernt. Ich konnte mit Ihnen spielen, tanzen und essen, durfte ein Teil des Alltags sein. Und dafür bin ich sehr dankbar.

Die Lebensumstände der Kinder in unserem Projekt sind natürlich nicht so schön, wie die Bilder auf den Postkarten von Brasilien. Die meisten leben in zerrütteten Familienverhältnissen und mit bis zu sechs Personen in einer kleinen Hütte, haben einen weiten Weg ins Projekt und zur Schule. Dazu kommt seit dem vergangenen Jahr die ständige Angst vor weiteren Erdrutschen, sobald es zu regnen beginnt. Diese Angst wird bei jedem Gewitter immer wieder spürbar.

Rebecca mit ihrer besten brasilianischen Freundin Gabriela. Foto: humedica

Schon bei meinem ersten Besuch im humedica-Projekt hatte ich mir vorgenommen, nach dem Fachabitur ein Freiwilliges Soziales Jahr in Brasilien zu absolvieren. Die bei meinem aktuellen Besuch gemachten, guten Erfahrungen, haben mich in meinen Entschluss noch bestärkt, so daß ich nun schon sehnsüchtig auf den Tag im nächsten Jahr warte, von dem an ich ein Jahr lang ehrenamtlich für humedica in Brasilien tätig sein kann.

Vielleicht denken Sie, liebe Spenderin, lieber Spender, jetzt: "Was habe ich damit zu tun?"

Das möchte ich Ihnen gerne sagen. Sie sind es, die den Kindern ein besseres Leben ermöglichen können. Ihre Spenden sind ausschlaggebend dafür, dass es in Nova Friburgo einen Ort gibt, an dem Kinder die Freude, Zuwendung, Unterstützung und Liebe erfahren, die sie für eine gesunde Entwicklung brauchen.

Ich möchte Sie daher im Namen aller Kinder des "Hasenfeldes" an dieser Stelle ganz herzlich darum bitten, dass Sie humedica mit einer zweckgebundenen Spende für dieses Projekt unterstützen, das mir persönlich so sehr am Herzen liegt. Und ich kann Ihnen aus eigener Erfahrung versichern, dass jeder Euro in diesem Projekt gut investiert ist! Vielen herzlichen Dank!

Danke auch für Ihre Zeit und Aufmerksamkeit.

Ihre
Rebecca Groß

Unterstützen können Sie dieses Projekt mit einer Online-Überweisung oder durch das Senden einer sms: Stichwort DOC an die 8 11 90 senden und von den abgebuchten 5 Euro tragen Sie mit 4,83 Euro unmittelbar zur Arbeit von humedica bei.

Hilfe ist weiterhin auch auf konventionellem Wege mithilfe einer Überweisung möglich.

humedica e.V.
Stichwort "Brasilien"
Konto 47 47
BLZ 734 500 00
Sparkasse Kaufbeuren

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