Hilfe für Menschen, deren Armut keine Aufmerksamkeit findet

von Ruth Bücker, 26.05.2011

Geschieht irgendwo auf der Welt eine Katastrophe, sind humedica-Einsatzteams stets als eine der ersten Helfer in dem Notstandsgebiet. Durch schnelles Handeln können Leben gerettet werden. Der Ursprung des weltweiten Engagements von humedica und bis heute neben der medizinischen Katastrophenhilfe ein extrem wichtiger Arbeitsbereich aber ist ein anderer: die Versorgungshilfe.

Gespendete Windeln und weitere medizinische Materialien konnten an insgesamt zehn einrichtungen verteilt werden. Foto: humedica

In zahlreichen Ländern stellen die Lebensumstände die Menschen jeden einzelnen Tag vor große Herausforderungen. Als Ursache ist keine akute Katastrophe zu nennen. Es sind der Alltag und die tägliche Armut, die an sich eine Katastrophe darstellen, die aber selten auf internationale Aufmerksamkeit stoßen, geschweige denn auf Hilfe.

In diesen Ländern, in denen die Menschen leise leiden und deren Not nicht unmittelbar auf eine Aufmerksamkeit erregende Katastrophe zurückzuführen ist, greift der Arbeitsbereich der Versorgungshilfe. Unter Versorgungshilfe sind all jene Hilfsgüterlieferungen zu verstehen, die für eine mittel- bis langfristige Umsetzung von Projekten benötigt und entsprechend versendet werden.

Bis ins hinterste Eck beladene Lastwagen oder bis auf den letzten Quadratzentimeter bepackte Schiffscontainer werden an Partner in mehr als 40 Ländern versendet. Ladungen, die den Menschen dieser stillen Not helfen und Medikamente, Verbandsstoffe, Baumaterialien, Hygiene- und Pflegemittel, Inventar für Hospitäler oder Lebensmittel beinhalten.

Eines der zahlreichen Partner- und Empfängerländer von humedica ist die Ukraine. Vor wenigen Tagen erreichte ein Lastwagen voll Hoffnung unseren lokalen Partner Children´s Mission Ukraine, der die gespendeten Sachen an zehn verschiedene Einrichtungen - hauptsächlich Krankenhäuser - verteilte.

Ich wünschte, du wärst hier und könntest sehen, wie glücklich und dankbar die Menschen sind”, schreibt die zuständige Mitarbeiterin Lyudmila aus der Ukraine an humedica-Mitarbeiterin Andrea Trautmann. „Ich war heute in einigen der belieferten Krankenhäuser um zu sehen, wie sie mit den gespendeten Dingen umgehen. Ich bin so glücklich darüber, wie dankbar das Klinikpersonal für die Hilfe war.

Der Lastwagen beinhaltete medizinische Materialien wie Windeln, Operationsbekleidung und -handschuhe, Gummihandschuhe zum Putzen und Kleidung. Darüber hinaus konnten wir mit dieser Hilfslieferung Spielsachen und Kuscheltiere, Fahrräder und Farbe in die Ukraine versenden. Dinge, die den Menschen durch unsere lokalen Partner zu Gute kommen.

Auch Spielsachen und Kuscheltiere enthielt der Lastwagen mit den Gütern - eine Ladung Glück für viele Kinder. Foto: humedica

Viele der Patienten, deren Behandlungen dank der medizinischen Hilfslieferungen optimiert werden können, sind aufgrund des 20 Jahre zurückliegenden Atomkraftunfalls in Tschernobyl in Behandlung.

Schätzungen zufolge sind in dem Gebiet um die Stadt Volyn, in dem unser lokaler Partner Children´s Mission Ukraine agiert, 90.000 Kinder von den atomaren Folgen betroffen. 47.000 Mädchen und Jungen leben immer noch in strahlenbelasteter Umgebung.

Liebe Freunde und Förderer von humedica. Für die Menschen in jenen Ländern, in denen Armut, Leid und Not zum Alltag gehören und dadurch wenig Aufmerksamkeit erregen, bedeutet unsere Hilfe die Chance auf eine hoffnungsvollere Zukunft. Bitte unterstützen Sie diesen Arbeitsbereich der Versorgungshilfe. Vielen Dank!

      humedica e.V.
      Stichwort „Versorgungshilfe"
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Helfen können Sie uns auch mit einer Online-Überweisung oder durch das Senden einer sms: Stichwort DOC an die 8 11 90 senden und von den abgebuchten 5 Euro tragen Sie mit 4,83 Euro unmittelbar zur Arbeit von humedica bei.

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