Rührende Begegnungen in Ditawini

von Margret Müller/RBU, 21.10.2011

Die Geschichten der Bewohner Ditawinis, einem kleinen Dorf in dem das humedica-Team medizinische Versorgung leistete, berührte die ehrenamtlichen Helfer sehr. Medienkoordinatorin Margret Müller berichtet von drei Menschen, ihren Familien und deren Schicksal, das sich in einem Punkt ähnelt: die Folgen der Wirbelstürme veränderten ihre ohnehin schweren Leben dramatisch.

Kati Tuali ist 10 Jahre alt, Tochter eines Fischers und sie war ein ganz gewöhnliches Kind, das gerne spielte und der Mutter im Haushalt half. Bis sie eines Nachts nach den schrecklichen Wirbelstürmen Fieber bekam und über Schmerzen am Knöchel klagte.

Die junge Kati hat mit ihren zehn Jahren bereits zu viel erlebt, um unbeschwert herumzuspielen. Wir können nur hoffen und beten, dass sie sich wieder erholt. Foto: humedica/Margret Müller

Eine über die Haut übertragene Zellgewebsentzündung ließ ihr Bein unglaublich anschwellen. Seitdem kann sie nicht mehr laufen. Sie ist ruhig und schüchtern geworden.

Unsere Ärzte wollten sie direkt ins Krankenhaus schicken - aber der Weg dahin wäre zu lang und gefährlich. Wir hoffen nun, dass das verabreichte Antibiotikum schnell wirkt und Kati bald wieder mit den anderen Kindern am Strand spielen kann.

Arturo Roque wollte schnell einen Baum fällen, als einer der Taifune kam, um zu verhindern, dass dieser das Haus zerstört. Statt auf sein Heim, trifft der Baum dagegen den Daumen des 53-Jährigen, der sich stark entzündet.

Arturo kann seitdem nicht mehr arbeiten und seine Familie versorgen. In einer kleinen Notoperation konnte die Wunde gereinigt werden. Bald wird er hoffentlich wieder arbeiten können.

Nelly Catamine, 39 Jahre alt, sitzt zusammengesackt vor den Ärzten und scheint allen Lebensmut verloren zu haben. Die vergangenen zwei Jahre waren unglaublich hart für sie: nach einer anstrengenden zweiten Schwangerschaft brauchte sie eine Kaiserschnittentbindung.

Dafür musste die Familie das Farmland verkaufen und einen Kredit aufnehmen. Nach drei Monaten starb das Baby an einer Lungenentzündung. Jetzt haben die Taifune das Hausdach der Familie abgedeckt, den Rest der Pflanzen und damit auch die letzte Ernährungsgrundlage zerstört .

Dies sind drei der insgesamt 103 Menschen, die das humedica-Team in dem abgeschnittenen Dorf Ditawini an einem Tag behandelte. Drei Menschen, die aufzeigen, wie wichtig die Hilfe am Einzelnen ist, gleichzeitig aber auch ahnen lassen, wie vielen Menschen noch geholfen werden muss - und kann. Bitte unterstützen Sie uns dabei mit einer gezielten Spende.

      humedica e.V.
      Stichwort „Fluthilfe Asien
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Sicher, schnell und einfach ist auch die Möglichkeit der Unterstützung durch das Senden einer sms: Textmitteilung mit Stichwort DOC an die 8 11 90. Von den damit gespendeten 5,- Euro fließen 4,83 direkt in die humedica-Katastrophenhilfe.

Ihr Browser ist veraltet!

Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um diese Website korrekt darzustellen.

Den Browser jetzt aktualisieren×