Aufbruch in neues Einsatzgebiet

von Margret Müller/RBU, 19.10.2011

Gemeinsam mit dem zweiten humedica-Team, bestehend aus Dr. Rashid al Badi, der belgischen Krankenschwester Cindy Chielens und Koordinator David Hoffmann, reiste Margret Müller vor wenigen Tagen auf die Philippinen. In ihrem ersten Einsatz mit humedica möchte die junge Berlinerin Ihnen, liebe Freunde unserer Arbeit, von dem Erlebten und der Situation im Katastrophengebiet berichten.

15 Helfer fasst das Team, dem die humedica-Einsatzkräfte Cindy Chielens, Margret Müller, Rashid al Badi (von links) und David Hoffmann (rechts außen) angehören. Foto: humedica

„Es ist soweit. Der Lastwagen ist voller Medikamente. Wir drängen uns in den Wagen und brechen in Richtung Norden auf. Unsere Partnerorganisation Operation Blessing Philippinen hat gestern schon ein kleines Team für ein Assessment (Anmerkung: Erkundschaftung, wo und in welcher Form die Hilfsmaßnahmen notwendig sind) in unsere Zielgegend Aurora geschickt.

Operation Blessing Philipinen hat das Anliegen, die abgelegensten Gegenden des Landes zu erreichen und denen, die keinen Zugang zu medizinischer Versorgung oder keine Möglichkeiten haben, diese zu bezahlen, ganzheitliche medizinische Hilfe zukommen zu lassen. Die Programme reichen dabei von medizinischer Katastrophenhilfe wie unserer, bis zur Verteilung von Rollstühlen und anderen Hilfsgütern.

Mit uns vier humedica-Mitgliedern sind wir insgesamt ein Team von fünfzehn Personen. Im Auto mischt sich der Schweiß, das beschleunigt das Kennenlernen fast so gut wie die vielen Lieder, die wir in den nächsten zwölf Stunden singen werden.

Ziel unserer Fahrt ist die abgelegene und nicht leicht erreichbare Provinz Aurora, im Speziellen drei Dörfer der Gegend Dinalungen. Aurora liegt nord-östlich von Manila direkt am Meer, daher wurde es mit der vollen Wucht des Taifuns getroffen. Die Gegend ist stark zerstört, alle dort lebenden 980 Familien wurden hart getroffen. Mehr wissen wir noch nicht.

Die medizinische Versorgung wird dringend notwendig sein. Schon, da die öffentlichen Krankenhäuser im Land meist überfüllt sind und oft keine Medikamente haben, die sie verteilen könnten. Private Krankenhäuser bleiben hingegen denen vorbehalten, die sie zahlen können.

Auf dem Weg sehen wir viele überschwemmte Felder. Vielen Farmern, die ihr Land meist pachten, ist durch die Fluten das Jahreseinkommen genommen worden. Da sie ohne Ernte kein Einkommen haben, sind sie oft gezwungen, ihre Geräte oder gar ihr Land abzugeben und viele werden im nächsten Jahr kein Geld für Samen haben.

Feuchtigkeit und unhygienische Bedingungen verursachen bei den betroffenen Menschen Fiebererkrankungen, Augen-, Haut- und Atemwegsinfektionen und schwächen den Körper. Foto: humedica/Irmgard Harms

Landrutsche und von den Fluten zerstörte Brücken zwingen uns, Umwege zu nehmen. Sechs Uhr abends ist es bereits dunkel und zu gefährlich, um weiterzufahren. Morgen früh um vier werden wir in Richtung des ersten Dorfes aufbrechen.

Wir sind sehr gespannt auf den morgigen Tag, dankbar für die Kooperation mit Operation Blessing, und bitten um Bewahrung und die Möglichkeit, viele derer zu erreichen, die unsere Hilfe am dringendsten benötigen.“

Die Unterstützung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland machte die Durchführung der bisherigen Hilfsmaßnahmen möglich. Dennoch sind wir weiterhin auf Ihre Unterstützung angewiesen. Bitte helfen Sie uns bei der Versorgung der Flutopfer in Asien mit einer gezielten Spende. Vielen Dank.

      humedica e.V.
      Stichwort „Fluthilfe Asien
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

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