Zeit des Aufbruchs - humedica steht an der Seite Sri Lankas

von Steffen Richter, Sven Ramones, 29.04.2011

Seit vielen Jahren begleitet humedica nun schon bedürftige Menschen in Sri Lanka mit humanitären Hilfsprojekten. Ob während des langjährigen Bürgerkriegs, nach der Tsunamikatastrophe, oder darüber hinaus. Die Hilfe von humedica soll die Menschen in Not langfristig und nachhaltig erreichen.

Erfahren Sie im vierten Teil unserer Serie: „Sri Lanka - Hilfsprojekte für den Neuanfang“ mehr über das Engagement von humedica im Süden und im Norden des Landes.

Projekte im Süden des Landes

In Dehiwala, einem Vorort der Hauptstadt Colombo, befindet sich der Sitz der humedica-Tochterorganisation humedica International Lanka. Von hier aus unterstützt und realisiert unser Team verschiedene Initiativen, etwa im Bereich Versorgungshilfe.

Medizinische Versorgung der Bevölkerung ist einer der vielfältigen Arbeitszweige von humedica in Sri Lanka. Foto: humedica

Mit Verteilungen an verschiedenen Orten im Süden Sri Lankas konnte das Team wiederholt bedürftigen Menschen gezielt Hilfe bringen. Rollstühle, Gehhilfen, Brillen: die Liste der verteilten und dringend benötigten medizinischen Hilfsmittel ist damit noch lange nicht erschöpft.

Wichtige medizinische Versorgung stellt die Zentrale von humedica International Lanka mit einer Ambulanzstation zur Verfügung. Darüber hinaus befindet sich hier auch eine Dentalklinik, die bei vielfältigen Zahnproblemen bedürftiger Menschen eine kostenfreie Behandlung ermöglicht.

Ergänzt wird das medizinische Engagement von humedica in Sri Lanka von einer mobilen Klinik in Mattakuliya. Zweimal im Monat fährt ein humedica-Kleinbus mit zwei Ärzten in die abgelegene Region, um Notleidenden medizinische Betreuung zukommen zu lassen.

Medizinische Teams besuchen in regelmäßigen Abständen entlegene Dörfer und Siedlungen, um kompetente Hilfe zu den Menschen zu bringen, die sonst kaum andere Möglichkeiten haben, einen Arzt oder ein Krankenhaus zu erreichen.

Die Hilfe, die humedica in Sri Lanka zur Verfügung stellt, steht dabei grundsätzlich allen Ethnien des Landes, etwa Singhalesen, Tamilen, Moors oder Burgers, gleichermaßen zur Verfügung.

In Bambalapitya unterstützt humedica ein Bemühungen des Juvenile Magistrate Court für aufgegriffene Straßenkinder, die an Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe übergeben werden.

Über zwanzig Familien, die in bitterer Armut leben, erhalten von humedica Unterstützung für ihren Lebensunterhalt. Foto: humedica

In Sri Lanka - wie auch in anderen Ländern - unterstützt humedica die Partnerorganisation Prison Fellowship International (PFI), die sich weltweit für die Betreuung Strafgefangener engagiert.

Ohne die Bemühungen von PFI würden viele Inhaftierte in verschiedenen Ländern der Welt nur unzureichende Versorgung, wie zum Beispiel ärztliche Hilfe, erhalten.

humedica unterstützt PFI Lanka mit finanziellen Mitteln, womit in erster Linie Hygieneartikel für Gefangene in verschiedenen Strafanstalten Sri Lankas gekauft werden können.

Mit kleineren und oft kurzfristigeren Initiativen möchte humedica in Sri Lanka auch auf besondere Situationen und Bedürfnisse von Menschen in Not reagieren.

Auf Initiative von Pastor Sam Rajasuriar, dem Vorsitzenden und Leiter von humedica International Lanka, erhalten momentan über zwanzig Familien, die in bitterster Armut leben, monatliche Unterstützung für ihren Lebensunterhalt.

Engagement auf der Halbinsel Jaffna im Norden

Obwohl die Arbeits- und Lebensbedingungen auf der Halbinsel Jaffna während des jahrzehntelangen Bürgerkriegs äußerst schwierig waren, hat es das humedica-Mitarbeiterteam regelmäßig geschafft, die vielfältigen Projekte umzusetzen.

Die Hilfsmaßnahmen von humedica im Norden der Insel, werden von der Zentrale in Manipay (einem Vorort der Provinzhauptstadt Jaffna) aus organisiert. Neben der Verwaltung - vor allem auch des Familienpatenschaftsprogramms - finden sich auf dem Gelände auch ein Schülerinnenwohnheim, eine Ambulanz- und Dentalstation sowie ein Gästehaus.

Bildung für eine gute Zukunftsperspektive. 585 Schüler und Schülerinnen lernen in der Internationalen Schule Manipay für ihr Leben. Foto: humedica

Bereits seit dem Jahr 2006 betreibt humedica die „Internationale Schule Manipay“ (ISM). Für 585 Kinder bedeutet diese Einrichtung, in der ausschließlich in Englischer Sprache unterrichtet wird, eine echte Zukunftsperspektive durch eine sehr gute, umfassende Ausbildung mit international anerkanntem A-Level-Abschluß (Zugangsvoraussetzung für ein Hochschulstudium).

Die Mehrzahl der Schüler der ISM sind Opfer der weitreichenden Auswirkungen des Bürgerkriegs und der Tsunamikatastrophe..

Angeschlossen an die Schule sind neben dem Montessori Jaffna Kindergarten auch zwei Wohnheime für Kinder, die weiter von der Schule entfernt wohnen. 19 Jungs und 13 Mädchen sind hier derzeit untergebracht.

Hinzu kommen 14 weitere Kindergärten in der Region um Manipay, die ebenfalls von humedica betrieben werden. Mehr als 400 Kleinkinder haben in diesen Einrichtungen einen Betreuungsplatz gefunden.

Aber auch medizinische Projekte setzt humedica im Norden von Sri Lanka um. Eine mobile Einheit bringt in und um Manipay ärztliche Versorgung zu bedürftigen Menschen.

Insgesamt unterhält humedica in der Region drei als "MediMercy-Clinics" bezeichnete Ambulanzstationen mit basismedizinischer Versorgung, an die jeweils eine Dentalstation angegliedert ist.

Dringend benötigte zahnmedizinische Versorgung stellen die Dentalkliniken von humedica International Lanka für bedürftige Menschen zur Verfügung. Foto: humedica

Mehr als 1200 Patienten im Monat erhalten in den Ambulanzstationen eine kostenfreie Behandlung und benötigte Medikamente. 36 lokale Mitarbeiter sorgen dauerhaft für eine hochwertige und sichere Umsetzung dieser und weiterer Arbeitszweige auf der Halbinsel Jaffna. Insgesamt arbeiten etwa 150 Menschen in den verschiedenen Projekten von humedica in Sri Lanka.

Ambulanzschiff

Für zahlreiche Schwerkranke und Verletzte ist das Ambulanzschiff von humedica eine lebensrettende Transportmöglichkeit zum nächstgelegenen Krankenhaus. Mit dem Schnellboot können Patienten von der Insel Delft - westlich der Jaffna-Halbinsel - nach Kurikadduvan und von dort aus weiter in das Jaffna General Hospital gebracht werden.

Die Fahrtzeit des humedica-Ambulanzschiffs ist dabei mit einer Stunde nur halb so lang wie mit den üblichen Verkehrsmitteln, die bisher auf diesem Wasserweg zur Verfügung standen. Die Patienten werden anschließend mit dem Krankenwagen vom Hafen in das Hospital gefahren.

humedica möchte in Zukunft diesen Transport eigenständig übernehmen können. Dazu benötigen wir Geld für einen Krankenwagen. Bislang werden die Patienten von einem fremden Anbieter ins Krankenhaus gebracht.

Das humedica-Ambulanzschiff. Leben retten durch schnelle Überfahrten zum Jaffna General Hospital. Foto: humedica/Wolfgang Groß

Leider gibt es beim Weitertransport der Patienten mit einem fremden Krankentransportfahrzeug häufig unnötige Verzögerungen. Aus diesem Grunde würde humedica gerne einen eigenen Rettungswagen erwerben, um die verzögerungsfreie Überführung der Kranken und Verletzten ins Hospital zu gewährleisten. Hierfür bitten wir dringend um eine Spende!

Liebe Freunde und Förderer. Das Engagement von humedica für die Menschen in Sri Lanka, deren Schicksal in den vergangenen Jahrzehnten mit so viel Leid verbunden war, geht unvermindert weiter.

Bitte helfen Sie uns dabei, den Opfern von Bürgerkrieg, Armut und Naturkatastrophe die nötige Unterstützung für einen Neuanfang geben zu können. Vielen Dank!

      humedica e. V.
      Stichwort "Sri Lanka"
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Gerne können Sie auch über unser Online-Formular für die Hilfsprojekte in Sri Lanka spenden, oder uns durch das Senden einer sms unterstützen: Stichwort DOC an die 8 11 90 und von den abgebuchten 5 Euro kommen 4,83 Euro unmittelbar der humedica-Projektarbeit zu Gute.

humedica hilft den Menschen in Sri Lanka, wie hier den Mädchen aus dem Schülerinnenwohnheim. Bitte unterstützen Sie uns dabei. Vielen Dank!

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