humedica-Einzelfallhilfe ermöglicht Mehnaz die lebensrettende Operation

von Heidi Nicklin/RBU, 19.03.2011

Die Bemühungen von humedica zielen stets darauf ab, möglichst vielen notleidenden Menschen zu helfen. Darüber hinaus richten unsere Projektmitarbeiter ihr Augenmerk aber auch auf einzelne Personen, die eine besondere Form der Unterstützung benötigen.

humedica-Koordinatorin Heidi Nicklin in einem der immer noch zahlreich existierenden Flüchlingscamps im Süden Pakistans. Foto: humedica

humedica-Koordinatorin Heidi Nicklin leitet in Pakistans Süden das Projekt zur Versorgung unterernährter Personen, die auch sieben Monate nach der verheerenden Flutkatastrophe in Not leben. So wie die junge Mehnaz, deren Krankheit noch über diese ohnehin existenzielle Not hinaus ihr Leben bedrohte.

„Mehnaz ist eine 22-jährige junge Frau aus Pakistan. Sie ist verheiratet und hat einen drei Jahre alten Sohn und eine einjährige Tochter. Mehnaz wohnt in einem Lehmhaus auf einem Damm zwischen zwei Kanälen des Indus Flusses in der Nähe der Stadt Sukkur in der pakistanischen Provinz Sindh.

Kurz nach Weihnachten des vergangenen Jahres hat sie mit Atemnot ein Krankenhaus in Sukkur aufgesucht. Dort wurde sie in der kardiologischen Abteilung untersucht und es wurde eine rheumatische Herzerkrankung bei ihr diagnostiziert.

Stabilisiert durch entsprechende Medikamente, wurde sie aber wenige Stunden wieder entlassen und für die weiteren lebensnotwendigen Behandlungsmaßnahmen auf das 600 Kilometer entfernt liegende Karachi verwiesen.

Am ersten Januar diesen Jahres ist sie dann mit ihrem Vater nach Karachi gefahren. Um die aufwendige Reise antreten zu können, musste sich Mehnaz´ Familie von all ihren Angehörigen Geld leihen.

Vor der Operation hatte Mehnaz (links) Schmerzen in der Brust und war zu geschwächt, um aus eigenen Kräften auf ihre Kinder aufzupassen. Dies übernahm ihre Mutter. Foto: humedica/Heidi Nicklin

Nachdem die ersten Untersuchungen durchgeführt worden waren, kehrte der Vater wieder nach Sukkur zurück und berichtete der restlichen Familie und mir von den Ergebnissen. Es war ein Termin für die Operation am Herzen festgesetzt worden, die zwei Wochen später stattfinden sollte.

Noch vor der angesetzten Operation traf ich Mehnaz abermals. Sie war bei ihrer Familie und wartete auf den zeitpunkt der Operation. Mich erschreckte, wie schwach die junge Frau war. Außerdem klagte sie bei kleinsten Bewegungen über Schmerzen am Herz.

Als der Tag der Operation gekommen war, fand sich Mehnaz erneut im Krankenhaus in Karachi ein, nervös und angespannt. Ihre Aufregung war sicherlich auch mit ein Grund dafür, dass ihr Herzschlag für einen operativen Eingriff zu hoch war. Abermals wurde die junge Frau aus Pakistan mit Medikamenten stabilisiert und die Operation musste verschoben werden.

Durch das erneute Warten bekam Mehnaz es zwischenzeitlich aber mit der Angst zu tun. Ihre Bedenken kamen unter anderem durch Gespräche mit anderen Patienten im Krankenhaus, die sie verunsichert hatten. Leider immer wieder ein Problem, dass sich Analphabeten durch Erzählungen anderer Personen zu sehr beeinflussen und verunsichern lassen.

Glücklicherweise war es uns möglich, die junge Pakistanerin während eines weiteren Besuchs von der dringenden Notwendigkeit dieser Operation zu überzeugen und ihr ihre Ängste weitestgehend nehmen zu können.

Am 31. Januar 2011 wurde Mehnaz schließlich an ihrem Herzen operiert. Der Eingriff verlief ohne Komplikationen und die Spuren der Operation sind mittlerweile gut verheilt.

Nach ihrer Operation befindet sich Mehnaz auf dem Weg der Besserung. Sie befindet sich auf dem Weg zu einem neuen Leben. Foto: humedica/Heidi Nicklin

Mehnaz hat nun keine Schmerzen oder Beschwerden mehr. Sie soll sich lediglich für sechs Monate schonen und bekommt jeden Monat eine postoperative Spritze gesetzt. Diese werden von dem Krankenpfleger unserer Partnerorganisation Riverside Slum Children Project verabreicht.

Nach diesen sechs Monaten muss sie noch ein letztes Mal zum Arzt für eine abschließende Untersuchung. Danach, so der behandelnde Arzt, wird es für Mehnaz dank der Operation möglich sein, ein ganz normales Leben zu führen.“

Mit Hilfe dieses humedica-Arbeitszweiges der Einzelfallhilfe konnten wir dank Ihrer Spenden bereits zahlreiche Leben verändern und retten. Wir bitten Sie, unterstützen Sie uns auch weiterhin bei dieser besonderen Hilfe am Einzelnen durch eine Online-Spende oder durch eine Überweisung auf folgendes Konto:

      humedica e.V.
      Stichwort „Einzelfallhilfe
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Sicher, schnell und direkt ist auch die Möglichkeit der Unterstützung via sms: Textmitteilung mit Stichwort DOC an die 81190. Von den damit gespendeten 5,- Euro fließen 4,83 Euro direkt in die humedica-Projektarbeit. Vielen Dank!

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