Häuser für die Ärmsten der Armen

von Daniel Vaupel/RBU, 02.03.2011

Knappe sieben Monate ist es her, dass Pakistan durch die Jahrhundertflut verwüstet wurde und 18 Millionen Menschen aus ihren Häusern vertrieb und zur Flucht zwang.

Auch wenn das Land aus dem Fokus der Weltöffentlichkeit wieder verschwunden ist, kann humedica dort, dank Ihrer Spendengelder, nachhaltig weiterarbeiten und von der Flut besonders schwer betroffenen Familien helfen. Mit dem was jetzt am wichtigsten ist: Einem Dach über dem Kopf.

Der Wiederaufbau geht voran: Ein Empfänger in Nowshera zusammen mit dem jungen ARO-Bauingenieur. Foto: humedica/Daniel Vaupel

Wie bei den meisten Katastrophen haben die Ärmsten der Armen am schwersten unter den Spätfolgen zu leiden. Viele von ihnen haben zwar unmittelbar nach den Überflutungen Nothilfe erhalten, aber standen danach vor dem Trümmerhaufen ihrer bescheidenen Existenz. Sie hatten die Camps zwar verlassen, mussten aber ihr Zelt erneut dort aufschlagen, wo zuvor ihr Haus gestanden hatte.

An diesem Punkt hat humedica sich entschlossen zu helfen. Zusammen mit Aid for Refugees and Orphans (ARO), unserem lokalen Partner, bekommen in einer ersten Phase 300 Familien die Möglichkeit ein kleines Eigenheim zu errichten.

Das Programm schließt die örtlichen Gemeinden mit ein und fordert von den Empfängern Eigenintiative beim Wiederaufbau. Fast alle der Begünstigten haben bereits die Grundmauern errichtet und sind nun mit dem eigentlichen Hausbau beschäftigt.

Die Dankbarkeit für diese Hilfe ist riesig. Sie wird von den Empfängern besonders geschätzt, vor allem weil die wenigsten Hilfsorganisationen nach einer Katastrophe längerfristige Hilfe leisten.

Diese Hilfe erreicht die Menschen in der Provinz Khyber Paschtu, wenige Kilometer von den Stammesgebieten und der afghanischen Grenze entfernt. In den drei Distrikten Nowshera, Charssada und D.I.Khan wurden zentrale Lager für die Baumaterialien errichtet. Qualitativ hochwertige Betonblöcke werden kosteneffizient direkt am Ort hergestellt, wodurch außerdem eine gleichbleibende Qualität gewährleistet wird.

Dieses Konzept macht Schule: Anfang Januar war ein Feldbesuch in Pakistan durch Außenminister Guido Westerwelle geplant. Das humedica-Projekt war als eines von nur dreien in ganz Pakistan für einen Besuch des Außenministers ausgewählt worden.

Betonblöcke für den Wiederaufbau werden lokal in Charssada produziert. Foto: humedica/Daniel Vaupel

Zwar musste Herr Westerwelle aufgrund von dichtem Nebel in Lahore landen, so dass der Besuch leider ausfallen musste, doch hat sich der Minister nach seiner Rückkehr persönlich in einem Dankesschreiben an humedica gewandt.

Mit dem Landesdirektor, Herrn Vaupel, konnte ich ein sehr offenes, interessantes Gespräch über Erfahrungen in der Fluthilfe führen“, betonte Herr Westerwelle in diesem Schreiben. „Ich habe den klaren Eindruck gewonnen, dass Sie alle dort Großartiges geleistet haben und weiterhin leisten. Dafür spreche ich Ihnen und Ihren Mitarbeitern meinen ausdrücklichen Dank aus.“

humedica leistet in dieser zerbrechlichen Weltregion auch nach der unmittelbaren Katastrophe einen Beitrag zu Stabilität und kann damit Menschen eine Perspektive für ihre Zukunft bieten. Bitte helfen Sie mit.

      humedica e.V.
      Stichwort "Fluthilfe Pakistan"
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Bitte unterstützen Sie die Wiederaufbauhilfe im Norden Pakistans und das humedica-Unterernährtenprogramm im Süden des Landes auch mit einer Online-Spende oder durch das Senden einer sms: Stichwort DOC an die 8 11 90 und von den abgebuchten 5 Euro fließen 4,83 Euro unmittelbar in die Projektarbeit ein.

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