Namibia nach der großen Flut - humedica verteilt Hilfsgüter

von Maren Kuchler/SRI, 20.07.2011

Es war eine riesige Katastrophe, die von der Weltöffentlichkeit nahezu unbemerkt blieb: Namibia wurde zu Beginn des Jahres nach wochenlangen Regenfällen von einer flächendeckenden Flut heimgesucht, die zahlreiche Todesopfer forderte, tausende Menschen verloren zudem ihr Obdach.

Alle mit Gütern bedachten Familien wurden registriert, die Hilfe kam den Ärmsten zugute. Foto: humedica/Maren Kuchler

Mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland konnte humedica helfen. Maren Kuchler, Koordinatorin in Namibia, berichtet.

Nach einer doch etwas längeren Wartezeit („Willkommen in Afrika“) bis alle Hilfsgüter im Norden Namibias angekommen waren, sind die Verteilungen nun in vollem Gange. Sie finden zeitgleich in den schwer getroffenen, so genannten 4-O-Regionen (Oshana, Omusati, Ohangwena und Oshikoto) statt, sodass unser Team sehr viel unterwegs ist.

Verteilt werden sogenannte food items (Maismehl, Bohnen, Öl) und non-food items (Moskitonetze, Decken, Seife, Wasserkanister und -desinfektionslösung). Die Menge variiert je nach der Größe der Familie oder ob die Betroffenen in (möglichen) früheren Verteilungen schon Hilfsgüter erhalten haben.

Vor allem die Nahrungsmittel, da große Teile der Ernte durch die Flut zerstört wurden und die Decken, aufgrund der kalten Temperaturen nachts, finden reißenden Absatz.

Die Menschen, die Hilfsgüter erhalten, wurden zuvor von den Büros der Regionen oder dem namibischen Roten Kreuz registriert; es sollen vor allem die ärmsten und bedürftigsten Leute profitieren. Die einzelnen Personen werden namentlich aufgenommen und unterschreiben dann den Erhalt ihrer Sachen.

Jede Verteilung ist anders, manchmal erwarten uns 30 Menschen, ein anderes mal sind es über 200. In einzelnen Fällen gehen wir auch gezielt auf bestimmte Familien zu, die dringend Hilfe benötigen.

Es sind, wie so oft, die Kinder, die am stärksten unter der Flut zu leiden hatten. Foto: humedica/Maren Kuchler

In der Region Oshikoto verteilte humedica in den vergangenen Tagen zum Beispiel Hilfsgüter an eine 20köpfige San-Familie, Ureinwohner Namibias, die - auch ohne Katastrophe - am Rande der Gesellschaft stehen und nun aufgrund der Flut umgesiedelt werden mussten.

Es ist schön und sehr beeindruckend zu sehen, dass die Menschen endlich wieder etwas in den Händen halten! Nach vielen Vorbereitungen und umfangreicher organisatorischer Arbeit ist das ein sehr befriedigendes Gefühl! Viele Hände wollen geschüttelt werden, manche Frauen singen und tanzen vor Freude...

Liebe Freunde und Förderer unserer Arbeit. Auch dank großzügiger Unterstützung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland konnten wir dieses Projekt umsetzen. Wir freuen uns sehr, wenn auch Sie uns beim weiteren Aufbau der Lebensgrundlage von vielen betroffenen Menschen helfen. Vielen Dank.

      humedica e.V.
      Stichwort „Fluthilfe Namibia
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Helfen können Sie uns auch mit einer Online-Überweisung oder durch das Senden einer sms: Stichwort DOC an die 8 11 90 senden und von den abgebuchten 5 Euro tragen Sie mit 4,83 Euro unmittelbar zur Arbeit von humedica bei.

Die ausgegebenen Hilfsgüter sind eine immense Erleichterung im Alltag der Betroffenen. Foto: humedica/Maren Kuchler

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