Vergessene Flutkatastrophe in Namibia: humedica entsendet Hilfsteam

von Steffen Richter/RBU, 16.05.2011

Nicht zum ersten Mal kämpfen die Menschen in der ehemaligen deutschen Kolonie Namibia mit großflächigen Überflutungen infolge heftiger Regenfälle. Bereits 2009 waren weite Teile des Landes überschwemmt. Damals wie heute stehen humedica-Helfer den Betroffenen im Norden Namibias zur Seite. Neben medizinischer Basisversorgung ist die Verteilung von Hilfsgütern geplant.

Was auf Bildern nicht bedrohlich scheint, stellt hunderttausende Menschen in den Flutgebieten vor existenzielle Herausforderungen. Foto: humedica/Jörg Eich

Die flutartigen Regenfälle mit massiven Überschwemmungen im Anschluss trafen nach jüngsten Angaben der Vereinten Nationen mit Oshana, Omusati, Ohangwena und Oshikoto insbesondere vier Regionen im Norden. Obwohl der Scheitelpunkt der Flut erreicht wurde und der Pegel allgemein sinkt, sind noch immer rund 260.000 Menschen von den Fluten unmittelbar betroffen, heißt es in dem Bericht weiter.

Das Einsatzgebiet des humedica-Ersteinsatzteams liegt nahe der Grenze zu Angola in jenen beschriebenen Regionen, die von den Wassermassen regelrecht geflutet wurden. Seit etwa vier Wochen kämpfen die hier lebenden Menschen tapfer einen schier aussichtslosen Kampf gegen das Wasser oder haben ihr Zuhause verlassen, um in einem der Flüchtlingslager Unterschlupf zu finden.

Zunächst müssen wir in den betroffenen Gebieten prüfen, welche Bedarfe bestehen“, erklärt Einsatzkoordinator Jörg Eich. „Auf jeden Fall werden wir Decken verteilen und vor allem jetzt, am Anfang, auch Basislebensmittel. Später wäre es beispielsweise auch möglich, in Rehabilitationsprojekten Saatgut auszugeben.

Personell unterstützt wird der Berliner von den Einsatzkräften Maren Kuchler (Rohrdorf), Katharina Plenk (Eggenfelden), Daniela Kampmeyer (Köln), Dr. Markus Hohlweck (Bonn) und Dr. Matthias Rohr (Gifhorn). Mit knapp 200.000 Euro kommt eine wertvolle finanzielle Unterstützung vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland.

Auch wenn die Überflutung in Namibia sicherlich zu den vergessenen Katastrophen zählt, sind wir froh, den Betroffenen gezielt helfen zu können“, sagte Geschäftsführer Wolfgang Groß. „Wir sind sehr dankbar, dass uns das Auswärtige Amt dabei unterstützt.

humedica bittet Sie, liebe Freunde und Förderer unserer Arbeit, um eine gezielte Spende zur Unterstützung der Flutopfer in Namibia über unser Online-Formular oder auf das Konto:
      humedica e. V.
      Stichwort „Fluthilfe Namibia"
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Sicher, schnell und direkt ist auch die Möglichkeit der sms-Unterstützung: Textmitteilung mit Stichwort DOC an die 8 11 90. Von den abgebuchten 5,- Euro fließen 4,83 direkt in die humedica-Katastrophenhilfe.

Medizinische Teams werden zunächst in Flüchtlingslagern und in von Wassermassen abgeschnittenen Gebieten die Flutopfer behandeln. Nachhaltige Hilfsmaßnahmen sind bereits in Planung. Foto: humedica/Jörg Eich

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